Produktbild: Wanderlust

Wanderlust Eine Geschichte des Gehens

3

32,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.06.2019

Herausgeber

Jan-Frederik Bandel

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/4 cm

Gewicht

598 g

Farbe

Kiwi / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Daniel Fastner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-563-0

Beschreibung

Rezension

»Entspannte, klug reflektierende Ausflüge in symbolisches Gelände und die kuriose Bedeutung von Labyrinthen bringen sie darauf, das Prinzip von Pfad und Route neu zu betrachten: Solnit spürt dem historischen Wandel nach, sortiert sich durchs ›goldene Zeitalter des Wanderns und Flanierens‹, das sie zum Ende des 18. Jahrhunderts beginnen lässt und in den 1970ern im Auszug der Amerikaner in die Vororte enden sieht. Mit dem Eintritt in die Dienstleistungsgesellschaft braucht die Arbeitswelt den Körper kaum noch, auch das Gehen verschwindet.« ("der Freitag")
»In ihrem Buch ›Wanderlust‹ erinnert sie daran, wie viel zu bergendes Glück in unserer alltäglichen Fortbewegungsart des Gehens liegt. Gehen ist für sie das Erkennen der Welt durch den Körper und des Körpers durch die Welt.« ("KUNSTFORUM International GmbH")
»Nicht zuletzt findet Rebecca Solnit, die sich auch als politische und soziale Aktivistin versteht, immer wieder auch Bezüge zu politischen Themen und taucht, wenn sie über revolutionäre Wandervereine, Friedensmärsche und berühmte Massendemonstrationen schreibt, tief in die Feinheiten von Militarismus-, Feminismus- oder Rassismusdebatten ein. Dann meint man manchmal, sie tauchte nie mehr wieder auf. Tut sie aber – grandios.« – Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur ("Deutschlandfunk Kultur")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.06.2019

Herausgeber

Jan-Frederik Bandel

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/4 cm

Gewicht

598 g

Farbe

Kiwi / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Übersetzt von

Daniel Fastner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-563-0

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    29.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Am Anfang war das Gehen

    Solnit stellt das Gehen an den Beginn oder sieht es sogar als Auslöser für Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen des Menschen-sei es in der Evolution, Philosophie, Feminismus uvm. Es geht um die Position des Menschen/ Körpers in der Welt. Viele neue Denkansätze, die über tausend Seiten lohnen sich!

  • Bewertung

    aus Haltern am See

    4/5

    29.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Inhalt und Sprache

    Viele Facetten des Gehens wie wandern, flanieren, spazierengehen werden eindrucksvoll und lebendig beschrieben. Lediglich die gendergerechte Schreibweise wirkt dabei hölzern.

  • Bewertung

    4/5

    01.01.2021

    eBook (ePUB 3)

    Flanieren ist gleich Philosophieren

    Wir leben in einer Zeit der “Entkörperlichung des Alltagslebens”, wie Rebecca Solnit es nennt. Automobilisierung und Verstädterung haben das Gehen und Wandern zu einer freiwilligen Aktivität, ja zum "Vergnügen” gemacht. /// Da es zuerst die Romantiker waren, die aus den strengen barocken Gärten in die Wildnis hinaus liefen, blickt die “Wanderlust” auf eine nur etwa 200jährige Geschichte zurück, die allerdings zugleich eine überaus facettenreiche Geschichte des Philosophierens ist. Nach einem Blick auf Pilgerwanderungen und Labyrinthe begleiten wir Wordsworth (“I wandered lonely as a cloud”) und werden erinnert an Lizzy Bennets unkonventionellen Drang, querbeetein loszurennen, um nachbarschaftlichen Herrenhäusern schmutzigen Fußes ihre Besuche abzustatten. Vom Peak District führt der Weg bis zu nordamerikanischen Nationalparks und dem Nature Writing-Guru Gary Snyder. /// An späterer Stelle flanieren wir mit Walter Benjamin durch Paris. Schließlich kann das Gehen (Stichwort Verstädterung) nicht auf die Natur beschränkt bleiben. “Ich begann als Teenagerin durch die Straßen meiner Stadt zu wandern, und wanderte durch sie über so lange Zeit, dass wir beide, sie und ich, uns veränderten, … und meine Wanderungen werden heute oft zu einer Rückschau auf meine eigene Geschichte und die der Stadt zugleich.” Das erinnert an Olivia Laings “The Lonely City”, wo erzählt wird, wie Greta Garbo jahrelang nichts anderes tat als durch New York zu streifen. Patti Smith, so heißt es, bereitet sich auf Auftritte vor, indem sie stundenlang durch Städte wandert. /// Es wird Zeit, Bruce Chatwins “Traumpfade” wieder zu lesen. Das Thema ist en vogue, zumal nah dran am beliebten "Nature Writing", und so gibt es eine Fülle an "literarischen Wanderführern", seien es weitere Titel bei Matthes&Seitz wie David Le Bretons “Lob des Gehens” oder Tomas Espedals “Gehen oder die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen” oder bei Suhrkamp die kleineren, sehr goutierbaren Schriften des norwegischen Verlegers und Abenteurers Erling Kagge oder auch “Nachtwandern” des Briten Chris Yates. Einige Klassiker finden merkwürdigerweise keine Erwähnung bei Solnit, Nan Shepherd zum Beispiel, aber vor allem Patrick Leigh Fermor, der hier eigentlich nicht fehlen dürfte.

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