Tage wie Türkis schmecken nach Pfefferminze und Lakritz. Sie atmen Widerstand ein und Freundschaft aus.
Ungeplant begegnet Amy ihrer Vergangenheit. Mit einem gewaltigen Gedankenguss bahnt sich allerhand Ballast aus achtzehn Jahren seinen Weg in ihre Gegenwart, ungeordnet und doch fein säuberlich dokumentiert in ihrem alten Tagebuch May.
Seit sie die erste Seite aufgeschlagen hat, spinnen nicht enden wollende Fragen ein Netz aus Vergangenheit und Zukunft in ihren Gedanken. Was macht das Glück in den Momenten, in denen man es am allerwenigsten hat? Wie wird man überhaupt glücklich? Und wo sind sie hin, die Tage, wie Türkis?
Ein innerer Kampf beginnt, in dem sie die Gelegenheit erhält, ihre Geschichte zu verarbeiten und ihre Zukunft zu verändern.
Tage wie Türkis. Eine philosophische Novelle.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Tage wie Türkis – Schmecken nach Pfefferminze und Lakritz … So beginnt der Klappentext der philosophischen Novelle. Ich, die sonst eine eingefleischte Autorin und Leserin von Büchern aus der Adult-Romance Richtung hatte das Glück die Autorin auf der Messe kennenzulernen. Eine junge, charismatische und selbstbewusste Frau, die einen allein schon menschlich in ihren Bann ziehen kann. Doch dafür hat sie die 5-Sterne-Bewertung von mir keinesfalls bekommen.
Ich kann nur sagen: Chapeau!!! Ich möchte hier nichts über Amy und ihr Tagebuch May verraten. Aber ich kenne keine Schriftstellerin, die es derartig geschafft hat, mich so zu faszinieren. Von der ersten bis zur letzten Seite. Ob es nun die Dunkelheit, die Tage wie Türkis sind oder all die kleinen Facetten dazwischen. Sie entwickelt eine Persönlichkeit der Protagonistin der man nur atemlos folgen kann. Das Spiel der Worte ob nun nachdenklich, zweifelnd, hart oder mit den feinen, kleinen Zwischentönen.
Wenn ich von mir behaupte, dass meine Protagonisten möglichst Dreidimensional gestaltet sind, so hat Jennifer Hilgert für ihre Amy eine 4. Dimension entwickelt. Diese Autorin hat mich wirklich überzeugt und hätte einen Extra-Stern verdient. Dafür, dass selbst ich das eine oder andere für mein wahres Leben daraus mitnehme.
Ein MUSS für jedes Bücherregal!
Libramorum am 09.08.2018
Bewertungsnummer: 1124573
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Buch voller Gefühle und tiefgründigen Fragen zum Leben.
Amy arbeitet in einer Rechtsanwaltskanzlei, wurde in ihrer Kindheit von ihrem Vater, den viele "Seelenmörder" nannten, tyrannisiert, ihre einzige Freundin ist May, ihr Tagebuch.
Beinahe ihr gesamtes vergangenes Leben steckt in diesem Tagebuch und je mehr sie liest, desto mehr Fragen und Gedanken füllen ihren Kopf, die sich um die Vergangenheit, die Zukunft und sie selbst drehen. Es sind philosophische Fragen, denen es eigentlich eines Gelehrten bedarf, um Antworten zu finden. Doch die wichtigste Frage, die Amy versucht zu beantworten, ist, wann und ob ihre Tage irgendwann wieder türkis werden - denn Tage wie Türkis sind die guten Tage, voller Freude, Hoffnung und Zuversicht.
Dieses Buch fordert den Leser zum Mitdenken auf, Metaphern und bildhafte Darstellungen zu eher pragmatischen Dingen gehen Hand in Hand mit weitreichenden philosophischen und teils auch esoterischen Aspekten daher.
Wichtiger Aspekt dieses Werks sind die Farben, die nicht nur als Überschriften dienen, sondern auch den Gefühlszustand von Amy wiederspiegeln. Faszinierend hierbei ist auch, dass in Amys dunkelsten Momenten ihres Leben irgendwo immer ein wenig Hoffnung durchstrahlt, die Hoffnung auf Frieden.
Der Schreibstil der Autorin zwingt den Leser unweigerlich, sich mit Amy und ihren Fragen auseinanderzusetzen, mitzuleiden und mitzufiebern. Teilweise kommt man ins stocken, da man beginnt über die Fragen nachzudenken - mit Sicht auf das eigene Leben.
Zwar mag man sich vielleicht fragen, ob dies innerhalb von 141 Seiten überhaupt möglich ist, aber die Antwort wird - nach dem Lesen dieses Buches - eine positive bleiben.
Fazit:
Eine Novelle, die einem den Ansporn gibt, über sich und sein Leben nachzudenken. Ein kurzes und doch kraftvolles Werk, das den Leser auf mehreren Ebenen berührt und diesem auch Kraft schenkt, um sich seinen eigenen Sorgen zu stellen. Ein Muss für jedes Bücherregal.
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