Hexenprozesse und Konfiskationen in der vorderösterreichischen Stadt Rheinfelden
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.09.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
178 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638218276
- das, wie man weiß, zur Kernzone der Hexenverfolgung im Reich zählte - ist
bisher nicht hinreichend gewürdigt worden. Das dürfte vor allem darauf zurückzuführen
sein, daß das Gebiet um die Wende zum 19. Jahrhundert aufgelöst und verschiedenen
Nachfolgestaaten zugeschlagen wurde. Die Archivkörper folgten diesem Schicksal,
wurden zerrissen und verteilt, vieles ging verloren. Was an Hexenprozeßakten noch übrig
ist, verteilt sich auf vier Staaten und einige Dutzend Archive. Eine übergreifende Darstellung Jahrhunderts unterstanden die Vorlande der tirolischen Linie der Habsburger mit Sitz in
Innsbruck. Für die weiter entfernt liegenden Teile des Gebietes - Elsaß, Breisgau, die
Landvogteien Hagenau und Ortenau - war mit der vorderösterreichischen Regierung in
Ensisheim eine eigene Zwischeninstanz eingerichtet worden. Beide Regierungen hatten
allerdings mit den Hexenprozessen im engeren Sinn wenig zu tun, denn die Hochgerichtsbarkeit
und damit die Verantwortung für die Verfolgungen lag für einen großen Teil des
Gebiets aufgrund von Pfandverschreibungen, Verlehnungen oder Privilegien in den
Händen lokaler Adelsgeschlechter oder der Städte. Dort sind daher auch die Prozeßakten
und die eigentlichen Hintergründe der Prozesse zu suchen. Den Habsburgern blieben in
diesen Gebieten nur die Steuer- und Militärhoheit.
Am Beispiel einer einzelnen Prozeßwelle soll im folgenden versucht werden, Ablauf
und Charakteristika vorderösterreichischer Hexenprozesse zu schildern und, soweit dies
möglich ist, ein wenig Licht in die Hintergründe und Zusammenhänge zu bringen.
Die Stadt Rheinfelden, gelegen am Hochrhein zwischen Basel und Schaffhausen,
war bis ins Spätmittelalter reichsunmittelbar. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts verlor sie
diesen Status und mußte sich österreichischer Landesherrschaft unterwerfen. Sie konnte
dabei jedoch ihre hergebrachten Privilegien wie auch den Besitz der Hochgerichtsbarkeit
fehlt daher bis dato.
Ähnlich schlecht ist der Kenntnisstand über die Verwaltungsorganisation, vor allem
die Struktur der Hochgerichtsbarkeit. In der hier interessierenden Zeit des 16. und 17. chronoloinnerhalb
der Mauern der Stadt wahren. [...]
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