Die Interaktion von sprachlichen Veränderungsprozessen und die phonologische Einflussnahme auf den morphologischen Sprachwandel
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.01.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
489 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668601383
Die Gründe dafür waren vielfältig. Bei Eroberungen und Missionierungen in der Kolonialzeit verschwanden beispielsweise Sprachminderheiten durch die Einführung von Amtssprachen durch die europäischen Siedler. Im letzten Jahrhundert verringerte sich die Anzahl zudem zunehmend durch die Ausbreitung der Massenmedien. Vermutlich werden in den nächsten 80 Jahren noch circa 10 bis 50% der heute gesprochenen Sprachen das 21. Jahrhundert überlebt haben. Sprachminderheiten, die oft beispielsweise durch Sprachkontakt oder Bilingualismus entstehen, verschwinden entweder zum Beispiel aufgrund von linguistischen Faktoren wie zunehmende Verschriftlichung, können aber auch durch natürliche Gegebenheiten bedingt sein, wie Hungersnöte oder Naturkatastrophen.
Die Untersuchung und Beschreibung von Sprache war lange Zeit, besonders im 19. Jahrhundert fast gänzlich historisch ausgerichtet. Hermann Paul, Anhänger der junggrammatischen Schule, sah beispielsweise ausschließlich die diachrone Betrachtung als Bereich der sprachwissenschaftlichen Theoriebildung und glaubte nicht, dass eine systematisch-synchronische Linguistik zur Erklärung von Sprache ausreiche. Dem entgegengesetzt war beispielsweise die Haltung des Strukturalisten Ferdinand de Saussure, welcher allein die synchronistische Sprachwissenschaft für seine Theorien heranzog.
Auf Grundlage der Erkenntnisse dieser modernen Sprachwissenschaft beschäftige ich mich in dieser Hausarbeit mit der Frage, inwieweit Sprachwandelprozesse miteinander interagieren. Hierzu werde ich im Folgenden die Sprachwandeltypen des phonologischen und des morphologischen Wandels beschreibend vergleichen, um anschließend die These zu untermauern, dass der phonologische Wandel den morphologischen beeinflusst.
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