Die ausgrenzende Einheit. Wie Inklusion und Exklusion Nationalstaaten formten
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
11.01.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
523 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668608412
Inzwischen existiert die Idee der Nation seit ungefähr 250 Jahren. Das ist im Vergleich zu den Erzählungen vieler nationaler Mythen ein relativ junges Alter. Denn würde man den Aussagen dieser Mythen, mit denen sich viele Nationen legitimieren, Glauben schenken, dann würde so manche Nation bereits seit prähistorischen Zeiten existieren. Im aktuellen Forschungsdiskurs herrscht inzwischen der Konsens, Nationen als ein ideelles Konstrukt gebildeter Eliten zu verstehen. Lediglich unter den Vertretern der unterschiedlichen Analyseansätze zur Nationenentstehung herrscht ein Dissens in Bezug auf allgemein gefasste Aussagen über nationalistische Bewegungen. Dabei stehen jedoch andere Fragen im Mittelpunkt, wie z.B.: Ist eine Unterscheidung in Staatsnation und Kulturnation möglich und waren Ethnien und Sprache oder doch Wille und Ökonomie für die Nationsgründung entscheidend?
Ganz unabhängig davon, welche Beweggründe letztlich zur Bildung einer Nation geführt haben mögen, war jede Nationenentstehung stets von dem Prinzip der Inklusion und Exklusion begleitet. Denn bei jeder Nationsbildung kam es bei einer oder mehreren Gemeinschaften zu inkludierenden Prozessen, die zugleich andere bzw. sich selbst von anderen Gemeinschaften exkludierten. Ein Fall einer inkludierenden Nationsbildung war die Vereinigung Deutschlands im Jahr 1871. Als Beispiel für eine exkludierende Nationsbildung kann die Staatsgründung Griechenlands im Jahr 1821 genannt werden. Wichtig dabei ist die Beachtung, dass Inklusion stets mit Exklusion einhergeht.
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