Die Problematik jüdischer Apotheker, Pharmazie- und Medizinstudenten im Vormärz am Beispiel des "Apotheker-Subjects" Leo Piepes und seines Umfeldes
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.11.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
611 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638230070
In der vorliegenden Arbeit ging es darum, ausgehend von einer in den Jahren zwischen 1784 und 1868 vorgenommenen Eintragung der Taufe einer Person ursprünglich jüdischen Glaubens in den Wiener Pfarrarchiven, den Kontext zu erforschen, in dem diese Taufe geschah. Ausgewählt wurde Leo Piepes, Hörer der Pharmazie an der Universität Wien, der am 1. Dezember 1829 im Alter von 22 Jahren in der Wiener Pfarre St. Leopold katholisch getauft wurde und den Vornamen Joseph Franz annahm.
Leo Piepes entstammte einer angesehenen Lemberger Familie und ist als "Apotheker-Subject" eingetragen, was einem Apotheker-Gesellen entsprach, während zwei seiner Brüder, Salomon und Simon Piepes, hier Medizin studierten. In Lemberg selbst war es zu dieser Zeit nicht möglich, ein vollwertiges Medizin- oder ein Pharmaziestudium zu absolvieren. Das Jahr 1829 war jedoch kein günstiges Jahr für einen Juden, der Apotheker werden wollte. Am 16. Mai 1829 verbot eine Höchste Entschließung den Juden, das Apothekergewerbe auszuüben - eine Bestimmung, die erst 1860 wieder außer Kraft trat. Es kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass dieses Verbot zu Piepes' Entschluss, den katholischen Glauben anzunehmen, zumindest beitrug.
Leo Piepes, der sich nach seiner Taufe selbst Franz nannte, schloss sein Apothekerstudium mit einer Prüfung ab. Dann verliert sich seine Spur - als katholisch Getaufter wurde er von den Behörden nicht mehr so genau verfolgt wie vorher als jüdischer Einwohner der Monarchie. Salomon Piepes vollendete sein Medizinstudium in Wien, er hatte jedoch so gut wie keine Chancen, sich hier als praktizierender Arzt niederzulassen. Der jüngere Bruder Simon promovierte im Jahr 1835 in Pavia.
In der Arbeit werden die Entwicklung der gesetzlichen Vorschriften, die Debatten zwischen einzelnen Behörden und die Ausnahmeregelungen in Bezug auf jüdische Apotheker und Ärzte näher verfolgt, wobei eine Fülle konkreter Schwierigkeiten und Diskriminierungen sichtbar wird, mit denen diese Bevölkerungsgruppe zu kämpfen hatte.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice