Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.11.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
458 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638324748
Im Konkurrenzkampf mit den niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern, denen die Menschen auf Grund der im Dritten Reich gemachten Erfahrungen mehr Vertrauen schenkten, verlor das öffentliche Gesundheitssystem immer mehr an Aufgaben und Bedeutung. Durch die weitere gesellschaftliche Entwicklung wurde der Begriff "Gesundheit" als Gegenpol zum Begriff "Krankheit" festgelegt. Gesundheit wurde daraufhin als Abwesenheit von Krankheit betrachtet, was auch den Interessen der Ärzte sehr entgegenkam, da sie sich damit nicht mehr um eine umfassende "Gesundheitspolitik" kümmern mussten, sondern ihre Arbeit krankheitsorientiert durchführen konnten. Gesundheit wurde zu einem naturwissenschaftlich nicht erklärbaren Phänomen, Krankheit hingegen greif- und erfahrbar. Erst in den 80er Jahren kam es in der Bevölkerung zu einem Umdenken, als die Grenzen der kurativen Medizin erkannt wurden. Bedingt durch dieses gesellschaftliche Umdenken, begannen erste Überlegungen von Wissenschaftlern um Faktoren, welche die Gesundheit des Menschen beeinflussen.
Eines der wohl bekanntesten und in dieser Hinsicht am weitesten erforschten Modelle ist das salutogenetische Modell von AARON ANTONOVSKY. Seine salutogenetische Sichtweise stellt sich im Gegensatz zur Schulmedizin (Was macht krank?) die Frage: Was hält gesund?
Das Konzept der Salutogenese wurde von A. ANTONOVSKY in seinen beiden Hauptwerken in den Jahren 1979 und 1987 vorgestellt. Wenngleich die Veröffentlichung seines Modells einige Jahre her ist, wurde seine Relevanz speziell in den Bereichen der Prävention und Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum erst sehr spät erkannt. Seine geringe Verbreitung in der Bevölkerung und auch in den Gesundheitsberufen fordert dazu heraus, sich mehr mit dem Modell, seinen Erklärungen und der Verwendbarkeit der Ergebnisse aus dem Modell in der Praxis zu beschäftigen.
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