Die antike Eroskonzeption bei F. Hölderlin und F. Schlegel, ausgehend von der Theorie der Diotima in Platons Symposion
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.07.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
107 (Printausgabe)
Dateigröße
718 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638204453
Und sie bewegt uns doch, möchte man frei nach Galilei sagen, wenn es um die romantische Liebe geht. Natürlich: in unserer durch die Aufklärung aufgeklärten Zeit, in der alles doppelt und dreifach reflektiert, zitiert und ironisiert wird, findet ein Bekenntnis zur romantischen Liebe in intellektuellen Kreisen - wenn überhaupt - nur noch gebrochen statt. Aber gerade weil mit postmoderner Einstellung "alles geht", funktioniert auch die romantische Liebe wieder. Kassenschlager des Kinos zeigen dies immer wieder: Herz und Schmerz, Sehnsucht und leidenschaftliches Verlangen auch tragischer Untergang - all das rührt uns, obwohl gerade hier der Kitsch so nahe liegt. Dabei ist sie ursprünglich alles andere als kitschig, die romantische Liebe. Denn sie impliziert auch einen enormen anti-bürgerlichen und sozialkritischen Effekt, der um so deutlicher zutage tritt, wenn ihre Verwurzelung in der Religion, speziell im Christentum gesehen wird. So wird auch erklärlich, warum die romantische Liebe im Zuge der Säkularisierung religiöser Überzeugungen und Wertvorstellungen mehr und mehr zum Religionsersatz werden konnte.Die erste Aufgabe der vorliegenden Arbeit besteht darin, die antike Theorie der Liebe und des Eros, welche in Platons "Symposion" von Sokrates dargelegt wurde und welche er von der Priesterin Diotima empfangen hat, zu erläutern und zu interpretieren. Die zweite Aufgabe ist es, zu untersuchen, welche Folgen und Auswirkungen diese Theorie auf die deutschen Romantiker, konkret auf Friedrich Schlegel und Friedrich Hölderlin, gehabt hat und ob diese Theorie in ihren Romanen "Lucinde" und "Hyperion" verkörpert wurde. Des Weiteren werden die Romane unter der besonderen Berücksichtigung der antiken Theorie miteinander verglichen.
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