Das parlamentarische Regierungssystem und der Präsidentialismus. Eine Analyse der Merkmale an Beispielen praktischer Umsetzung.
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Produktdetails
Format
ePUB
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.07.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
526 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638201988
in Europa nach Osten ausgebreitet hat, sondern Demokratisierungswellen die ganze Welt
beeinflussen. Die politisch stabilen und einflußreichen Staaten sind allesamt Demokratien.
Der Theorie nach hat das demokratische Prinzip einen hohen Grad politischer Gerechtigkeit.
Der Begriff Demokratie stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich Volksherrschaft.
Unter Voraussetzung der Freiheit und Gleichheit aller Bürger regieren alle Mitglieder
des Volkes alle und agieren damit nach dem Willen des gesamten Volkes. Grundlage
der Demokratie ist das Vorhandensein einer Verfassung, in der Volkssouveränität niedergelegt
ist. Das Volk gilt als Inhaber aller Staatsgewalt. In Ausübung dieser erfüllt es die
Hauptaufgaben der Gesetzgebung, Regierung und Rechtsprechung. Geschieht das unmittelbar
durch alle, so heißt diese Form direkte Demokratie. Ab einer bestimmten Größe des
Volkes ist eine derartige Regierbarkeit allerdings nicht mehr zu gewährleisten. "Um in der
Volksherrschaft die Herrschaft des Volkes sicherzustellen, muß man aus praktischen
Gründen die direkte Demokratie der repräsentativen opfern."1 Das Volk überträgt seine
Gewalt an eine von ihm allgemein, gleich, frei, geheim und unmittelbar gewählte Volksvertretung
zur Vollziehung einer repräsentativen Demokratie. Durch die Verteilung der
drei Hauptaufgaben (Gewalten) auf voneinander unabhängige Organe wird das demokratische
Prinzip der Gewaltenteilung vollzogen. Die Politiktheorie kennt eine Grobgliederung
in zwei Richtungen der repräsentativen Demokratieform verfassungsstaatlicher Prägung:
Die parlamentarische und die präsidentielle Demokratie.
Parlamentarische und präsidentielle Systeme haben jeweils ihre eigenen Regeln und
Merkmale. Wenngleich Markanzen allen parlamentarischen Systemen gleich sind, gibt es
sehr unterschiedliche Umsetzungen dieser theoretischen Strukturen. Selbiges gilt für den
Präsidentialismus. Steffani2 zeigt eine strukturelle Gliederung der zentralen Umsetzungsmöglichkeiten:
Die parlamentarischen Regierungssysteme teilen sich in diejenigen der
monarchischen Form und die der republikanischen. [...]
1 Gottfried Dietze; Amerikanische Demokratie. Wesen des praktischen Liberalismus, München 1988, S. 203.
2 Vgl. Winfried Steffani: Parlamentarische und präsidentielle Demokratie. Strukturelle Aspekte westlicher Demokratien,
Opladen 1979, S. 44.
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