Maryse Condé 'Traversée de la Mangrove' - Eine Analyse
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.06.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
140 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640352166
Jahrhundert durch die Franzosen kolonisiert und damit wie die meisten europäischen
Kolonien zum Schauplatz von rund 300 Jahren Ausrottung, Sklaverei, Plantagenökonomie
und Unterdrückung. Die Insel wurde zum Schmelztiegel indianischer, europäischer,
afrikanischer und asiatischer Bevölkerungsgruppen und Kulturtraditionen. Im 20. Jahrhundert
wurden die meisten besetzten Inseln unabhängig, doch Guadeloupe und die Nachbarinsel
Martinique haben seit 1946 den Status als Überseedepartements "Départements d'Outre-Mer"
und sind bis heute Frankreich gleichgestellt (vgl.Gewecke 1988, S. 16-19). Im klassischen
Sinne sind sie nicht postkolonial, da sie immer noch politisch, wirtschaftlich und kulturell von
der französischen Metropole Paris abhängig sind. Diese Identitätsproblematik ist auch Thema
vieler kritischer Aufsätze antillanischer Schriftsteller, wie Aimé Césaire, einer der Gründer
der Négritudebewegung in den dreißiger Jahren, Edouard Glissant, der mit seinem "Discours
antillais" die Antillanität beschreibt, sowie Jean Bernabé, Raphaël Confiant und Patrick
Chamoiseau, welche mit ihrem Werk "Éloge de la Créolité" ihre kreolische Identität
proklamierten.
In der vorliegenden Arbeit soll die Frage untersucht werden, wie die antillanische
Schriftstellerin Maryse Condé unter diesen Umständen ihre Identität findet und welche
Bedeutung das Exil und die Rückkehr ins Heimatland für sie hat? Ein anderes Ziel dieser
Analyse ist es zu ermitteln, wie sich die Präsenz der verschiedenen kulturellen Elemente, die
sich im Laufe der Geschichte gebildet haben, sich in ihrer Literatur niederschlagen und
inwiefern ihr Werk Teil der Kreolitäts-und Antillanitätsbewegung ist.
Dazu möchte ich auf das Werk "Traversée de la Mangrove" von Maryse Condé eingehen,
welches 1989 publiziert wurde, in demselben Jahr, in dem auch das oben genannte Werk
"Éloge de la Créolité" von Edouard Glissant erschien. In dem ersten Teil der vorliegenden
Arbeit stelle ich eine biographische Kurzfassung der Autorin dar, um danach das Werk selbst
vorzustellen. In dem zweiten Teil analysiere ich die Charaktere sowie den Inhalt, um diese
mit den Intentionen der Autorin zu verknüpfen. Schließlich ziehe ich mein Fazit daraus.
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