Die Hausmythen der Hohenzollern
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
29.04.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
536 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638272551
Diese Arbeiten beschäftigen sich dann auch meistens mit der mehr oder weniger gründlichen Zerstörung der Mythen und weniger mit deren Untersuchung auf Intention oder Wirkungsgeschichte. Es wird zum Beispiel niemand bestreiten, dass die in vielen Adelsgeschlechtern auftauchende Herleitung von Karl den Großen in den Meisten Fällen erfunden ist, für die jeweiligen Adligen zu Bestimmten Zeitpunkten aber zur Legitimierung ihres Herrschaftsanspruches benötigt wurde. In der Literatur wird aber zumeist mehr auf den ersten Aspekt des Erfunden seins eingegangen und weniger auf den zweiten, den der Legitimation der Herrschaft, die durch den Mythos erfolgt. Erst die neuere Forschung hat, wie Wolfgang Neugebauer schreibt, "mit guten Argumenten und originellem Material die politische und symbolgeschichtliche Bedeutung der Historie herausgearbeitet, die in ihrer Zeit "Begründungszusammenhänge" schuf, Macht durch Mythos unterbaute und dafür Geschichtsbilder produzierte und konstruierte".* Anstatt der Reihe der Mythendekonstruktionen hiermit eine weitere Arbeit hinzufügen zu wollen, soll hier ein Versuch unternommen werden, Mythen in ihrer Entstehung, Wirkung und Deutung zu erfassen.
Daher ist zunächst der Mythenbegriff zu klären, um zu einer für das weitere Arbeiten sinnvollen Definition zu gelangen. Im Anschluss daran ist die Bedeutung von Mythen und Geschichtsschreibung für die Legitimation von Herrschaft kurz darzustellen, um dann unter den Aspekten der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte die wichtigsten Hausmythen der Hohenzollern zu untersuchen. Zum Abschluss soll ein kurzer Überblick den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema erläutern. [* Neugebauer, Wolfgang: "Das historische Argument um 1701. Politik und Geschichtspolitik" IN: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte, Beiheft 6, Berlin 2002, S. 27.]
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