Care - Sorgen als sozialpolitische Aufgabe und als soziale Praxis Ein Beitrag aus dem Handbuch Soziale Arbeit, 6. Auflage
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Sprache:Deutsch
10,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
05.02.2018
Verlag
Ernst Reinhardt VerlagSeitenzahl
7 (Printausgabe)
Dateigröße
139 KB
Auflage
6. überarbeitete Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783497604906
In einem nächsten Schritt werden die Entwicklungsstränge der seit über drei Jahrzehnten stattfindenden internationalen Care-Debatte nachgezeichnet, für die folgende Wissenschaftsbereiche relevant sind: Demokratietheorie/Ethik, Sozialpolitik/Arbeitswissenschaften und Handlungstheorien. Charakteristisch für die Thematisierung von Care ist zudem die Auseinandersetzung mit den Spannungsverhältnissen zwischen dem privaten und dem öffentlichen Bereich, bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten sowie der politischen und der sozialen Sphäre. Wobei die Zunahme häufig illegalisierter Sorgearbeit von Migrantinnen in Privathaushalten der Wohlfahrtsstaaten ein zu berücksichtigendes Phänomen neuer Ungerechtigkeit darstellt.
Insbesondere für Care als berufliche Tätigkeit ist zudem der Ansatz einer bewussten "Fürsorgerationalität" von besonderer Bedeutung, der auf Grenzen der Normierungen und Standardisierungen von Sorgetätigkeiten und auf notwendige Gestaltungsspielräume verweist. Angesichts der wachsenden Lücke im gesellschaftlichen Sorgenetzwerk - bei ansteigenden Sorgeaufgaben - gilt es, neue Modelle des Sorgens als gesellschaftliche Aufgabe zu entwickeln, die den Bedürfnissen der zu Versorgenden gerecht werden und die Sorgenden nicht ausbeuten. Dafür bedarf Care eines sozialstaatlich gesicherten, institutionalisierten Überbaus und der Anerkennung von Sozial- und Pflegeberufen als Teil einer gerechten, öffentlichen Kultur des Sorgens.
Zusammenfassend soll gezeigt werden, dass die Care-Debatte die Grenzen sozialstaatlicher Gerechtigkeitskonstruktionen und die Problematik eines hierarchisierten Geschlechterverhältnisses für eine umfassende Kultur des Sorgens aufzeigt und damit einen Rahmen schafft, in dem sich professionelle Soziale Arbeit verorten kann.
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