Mara ist für ein Austauschjahr in New Mexico. Dort fällt ihr eines Tages ein rätselhafter und schöner Junge buchstäblich vor die Füße. Kayemo hat sein Gedächtnis verloren - und seine Sprache. Mara begibt sich gemeinsam mit ihm auf die Suche nach seiner Identität und seiner Vergangenheit. Diese führt die beiden in die Wildnis und zu den geheimen Orten der Pueblo-Indianer. Als Kayemo schließlich seine Erinnerung wiederfindet, muss er sich schrecklichen Gewissheiten stellen. Und der Tatsache, dass sein Herz schon längst von dem rothaarigen Mädchen aus Deutschland gestohlen wurde?
Jodie Ahlborn und Aleksandar Radenković fesseln die Hörer mit ihrer einfühlsamen und mitreißenden Lesung.
Die gleichnamige Buchausgabe ist im Arena Verlag erschienen.
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Eine Empfehlung!
Bewertung am 09.03.2025
Bewertungsnummer: 2433489
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Alle Bücher von Antje Babendererde, die ich bis jetzt gelesen habe, konnten mich überzeugen, aber das hier war besonders gut! Ich konnte sehr gut in die Geschichte eintauchen und wollte ständig wissen wie es weiter geht. Die Protagonisten waren sympathisch und authentisch. Außerdem wurden einige sehr interessante und auch tiefgründigere Gedanken bzw. Ansätze festgehalten.
Zuhören und in die Welt der Indianer eintauchen
Elke Seifried aus Gundelfingen am 16.05.2021
Bewertungsnummer: 1085119
Bewertet: Hörbuch (CD)
Das Austauschjahr, das Mara von Erfurt nach New Mexico entführt, neigt sich dem Ende zu und eigentlich war zum Abschluss noch ein abenteuerlicher Ausflug mit ihrem deutschen Freund Nick geplant, der sie besuchen wollte. Die Enttäuschung ist groß, als er sie auf miese Tour versetzt und so muss Mara sich die Tage alleine vertreiben. Ihre Abenteuerlust ist allerdings ungebremst und da überlegt sie nicht lange und lässt sich auf Kayemo ein, den Jungen, der sie, verletzt ohne Gedächtnis und Worte, mit seinem rabenschwarzen Haar und seiner ganz besonderen Art, so magisch anzieht. Entgegen aller Vernunft folgt sie ihm auf dem Weg in die Wildnis und der Suche nach seiner Heimat und Identität.
Als Hörer lernt man zuerst Mara kennen und wie es zu der Situation kam, dass sie jetzt alleine im Haus der Gasteltern sitzt. Auch Kayemo lässt nicht lange auf sich warten und wird von ihr am Straßenrand gefunden, taucht ab und auf mysteriöse Art wieder auf. Mara bietet ihm ihre Hilfe an, bringt ihn an die Fundstelle zurück und folgt ihm, auch wenn das Pueblo Terrain für sie verboten ist, heimlich. Mehr als gewagt ist der Plan und sie kann von Glück sagen, dass er ihr das nicht übel nimmt und sich, nachdem er ihr wenig später das Leben retten muss, sogar damit abfindet. So lernt man nach und nach Kayemos Gedanken und Lebenswelt kennen, darf bei einer zarten Liebesgeschichte mitfühlen und dabei einen Abenteuerurlaub in der Welt der Indianer erleben.
Gut gefallen haben mir die zahlreichen Denkanlässe, die hier versteckt sind. Ja tatsächlich es gibt es z.B. auch ein Leben ohne Smartphone, ständig lauten Partys und dem Konsumangebot, das immer alles und zu jeder Zeit zur Verfügung stellt. Auch wenn eine Lebensweise, scheinbar so abgeschnitten vom Rest der Welt sicher auch nicht das Non Plus Ultra ist, zumindest nicht für mich, gibt es bei uns so viel was im Argen liegt und was man sich so vielleicht wieder einmal bewusst macht.
Der Sprachstil der Autorin ist derart einnehmend, dass ich von Anfang an in der Geschichte gefangen war. Bildgewaltig nimmt sie einen mit auf eine Gedankenreise, die sich im Kopf zum Film entwickelt. Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, solche, die mir aus Angst den Schauder über den Rücken gejagt haben und auch solche, die mich ganz furchtbar gerührt haben, sind hier zu einem perfekten Gesamtwerk verwoben.
Mara ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Ihre Enttäuschung zu Beginn konnte ich mir lebhaft ausmalen und ich habe daher direkt mit ihr gefühlt und gelitten. Sie ist nicht der Durchschnittsteenie. Naturverbunden, nicht aufgestylt, steht sie mit beiden Beinen und einem eigenen Kopf im Leben. Für ihren Mut habe ich sie nicht nur einmal bewundert und wäre wahrscheinlich bei den Gefahren, denen sie sich aussetzt, vor Angst und Schreck schon längst gestorben. Über Kayamo habe ich mich anfangs amüsiert, mit seiner Unsicherheit und seinen Ängsten, wie z.B. dass Mara eine Hexe sein könnte, da sie mit dem Raben spricht, den sie täglich im Garten füttert. Ich mochte ihn richtig gern. Dass er mit dem Herzen sieht, ist mehr als deutlich zu spüren. Nach und nach konnte ich mich auch immer mehr auf seine Lebenswelt einlassen. Es war, wie wenn er auch mir ein Türchen geöffnet hätte, nicht nur Mara. Bei der gemeinsamen Spurensuche muss er mit vielen Überraschungen klarkommen, die sein Leben komplett über den Haufen werfen, was mir sehr für ihn leid getan hat.
Die Autorin entführt den Leser mit ihrer abenteuerlichen Liebesgeschichte äußerste gelungen nach Taos in New Mexico und dort direkt zu den Pueblo-Indianern. Ich hatte die Landschaft mit den Bergen, den Adobe Häusern oder den Kiwas direkt vor Augen, da bildgewaltig beschrieben wird. Auch die Tierwelt mit giftigen Schlangen, Berglöwen oder auch hungrigen Bären, wird eindrücklich dargestellt. Der Einblick, den man in die Kultur, die Spiritualität der Indianer bekommt ist ebenfalls wirklich toll. Diese ganz andere Lebenswelt, die sich der Konsummensch nur schwer vorstellen kann, hat mich fasziniert.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, was einen direkt in Herz und Kopf von Mara und Kayemo blicken lässt. Dies wird durch den Einsatz von zwei Sprechern perfekt im Hörbuch umgesetzt. Sowohl Jodie Ahlborn als auch Alexander Radenkovic` gelingt es ganz hervorragend die Stimmungen zu transportieren, bei Unsicherheit und Angst angefangen über Freude bis hin zu tiefer Verbundenheit. Beide passen sich mit unterschiedlichen Stimmlagen grandios den Situationen an und ich habe ihnen unheimlich gerne zugehört. Kayemo hätte ich mir vielleicht aufgrund der Stimme jünger vorgestellt, als er tatsächlich ist.
Alles in allem hatte ich wirklich Hörgenuss mit diesem abenteuerlichen Ausflug ins Indianerland und der zarten Liebesgeschichte, die sich hier zwischen Mara und Kayemo entwickelt. Antje Barbendererde werde ich sicher auf meinem Radar behalten und dies wird nicht mein letzter Roman bleiben.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ich liebe Antje Babendererdes Bücher. "Wie die Sonne in der Nacht" ist wieder einmal großartig geschrieben. Antje Babendererde weiß wie sie die Literatur und die Natur zusammenbringen kann. Wer Geschichten über Abenteuer in der Natur mag, wird dieses Buch lieben.
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In New Mexico treffen zwei Kulturen aufeinander.Die deutsche Mara und der Pueblo-Indianer Kayemo kämpfen allen Widrigkeiten zum Trotz für ihre Liebe.Unbedingte Leseempfehlung!
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