Seit dem Mord an ihren Eltern ist Freiheit etwas, das Antonia nicht mehr kennt. Auf der Flucht vor der irischen Mafia muss sie eine neue Identität annehmen und nach Deutschland ziehen. Erst ihr Praktikum in einer Ferienanlage am Gardasee gibt ihr einen Funken der Freiheit wieder, die sie so schmerzlich vermisst – trotz der strengen Auflagen, die ihr das MI6 zu ihrem Schutz auferlegt. Aber Liebe hält sich nicht an Regeln, und als Antonia dem Italiener Giovanni näherkommt, bereitet ihr nicht nur ihr Gewissen Sorge, sondern auch ihre gefährlichsten Feinde.
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Italian Escape die letzte Erbin handelt von der 17-jährigen Antonia, deren behütetes Leben ein abruptes Ende findet, als Auftragsmörder der irischen Mafia ein Blutbad in ihrem Elternhaus anrichten. Um nicht ebenfalls ins Visier der Killer zu geraten, muss Antonia untertauchen wird als Sophia bei einem Agenten-Ehepaar des MI6 untergebracht.
Doch als sie bei einem Praktikum in einer italienischen Ferienanlage auf den charmanten Giovanni trifft, beginnt die sorgsam errichtete Mauer um sie herum langsam zu bröckeln. Zum ersten Mal fühlt sie sich wieder so unbeschwert wie damals doch die Mafia hat die Jagd nach ihr längst noch nicht aufgegeben und rüstet sich zum Kampf.
Zum Inhalt:
Als begeisterte Italien-Urlauberin hat mich das Flair des Romans sofort in seinen Bann gezogen. Der Autorin gelingt es wunderbar, die sommerliche Urlaubsstimmung einzufangen, und auch die aufblühende Romanze zwischen Antonia/Sophia und Giovanni hat mir sehr gut gefallen.
Ein Wermutstropfen war der Handlungsstrang über die irische Mafia. Für mich war es bis zur Auflösung nicht wirklich greifbar, weshalb die Mafia (als Gesamtheit) so sehr Antonias Tod wollte da es keine konkreten Bezugspersonen gab, war es schwer, in Gedanken ein Feindbild aufzubauen, das für ein bedrohlicheres Szenario hätte sorgen können. Auch die Auflösung kam mir ein wenig zu früh, weshalb die große Spannung bereits nach gut der Hälfte des Buches beendet war. Der Rest der Geschichte war aber noch so voller schöner Momente, dass ich ihn trotzdem in einem Rutsch weitergelesen habe.
Zu den Figuren:
Besonders die Figur der Antonia fand ich sehr gelungen. Die Autorin hat die Schwierigkeit ihrer Situation, das ständige Schwanken zwischen Antonia und Sophia und die Angst vor ihren Verfolgern, sehr gut beschrieben und so konnte ich mich wunderbar in sie einfühlen.
Ein großes Lob auch für die Hartmanns, Antonias Zieheltern. Man hat beim Lesen immer gespürt, dass Antonia für sie wie eine echte Tochter war und nicht nur der Auftrag, den sie als MI6-Agenten durchführen mussten. Diese kleinen Gesten zwischendurch haben ihre Familienbeziehung sehr schön aufleben lassen.
Giovanni war in etwa so, wie ich mir einen Bilderbuch-Italiener vorstelle voller Tatendrang, charmant, lässig. La Dolce Vita eben. Hin und wieder hat mir ein bisschen mehr Tiefe gefehlt, was aber vielleicht auch daran lag, dass die anderen Figuren dort sehr viel zu bieten hatten.
Zum Schreibstil:
Saskia Stanner hat einen lockeren, jugendlichen Schreibstil, der gerade für einen solchen Urlaubsroman wunderbar passt. Man fliegt über die Seiten und merkt gar nicht, wie viel Zeit man schon mit dem Lesen verbracht hat (und wie schnell man am Ende angekommen ist, denn eigentlich hätte ich auch einfach weiterlesen können). So muss es sein.
Fazit:
Eine wunderbare Urlaubslektüre, gerade für Mädchen und junge Frauen zu empfehlen, die ein kleines Stück italienischen Sommer in ihrem Bücherregal einfangen wollen.
Einen Stern muss ich für den Mafia-Plot abziehen, aber wer keinen hochkomplexen Thriller-Plot erwartet, wird mit der Wahl dieses Buchs mehr als zufrieden sein.
... ein neues Leben am Gardasee ?
Angelika aus Coswig am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 1090991
Bewertet: eBook (ePUB)
Ein tolles Cover und ein neugierig machender Klappentext. Saskia Stanner hat einen sehr flüssigen und wirklich gut lesbaren Schreibstil.
Sie hat mit Sophia/Antonia eine tolle und sympathische Protagonistin geschaffen, über deren Leben sie erzählt. Sophia befindet sich im Zeugenschutzprogramm des britischen MI6, nachdem ihre Eltern grausam ermordet wurden. Sie wächst bei ihren Ersatzeltern in München auf, die sich wirklich liebevoll um sie kümmern. Aber junge Mädchen/Teenager haben ihren eigenen Kopf und so auch Sophia. Sie möchte sehr gerne ein Praktikum am Gardasee machen, allerdings nicht sehr günstig die Idee, da sie immer noch als gefährdet gilt. Aber der MI6 genehmigt ihr das Praktikum, wenn sie sich an gewisse Regeln hält. Während des Praktikums verliebt sie sich in den Sohn und Juniorchef der Hotelanlage. Giovanni ist ein kleiner italienischer Junge, der noch nicht so richtig erwachsen geworden ist. Man erlebt Sophia Geschichte hauptsächlich aus ihrer Sicht. Ganz langsam entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Leuten. Die gesamte Story nimmt zum Ende hin an Action und Spannung zu. Es wird erzählt, wie und warum es zur Ermordung ihrer Eltern kam und wer dahinter steckt. Es werden alle Hintergründe aufgedeckt. Wer nun wissen möchte, ob Giovanni und Sophia ein Paar werden bzw. bleiben .... sollte dieses Buch lesen. Mir hat es sehr gut gefallen.
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