Theorie und Empirie der Sezession Erforschung der Ursachen von Sezession mittels der "Kosten - Nutzen - Analyse" von Bartkus am Beispiel von Bolivien und EU
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.08.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
97 (Printausgabe)
Dateigröße
1757 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638412353
In Deutschland mag das Phänomen Sezession als stärkste Form der Desintegration aufgrund der Geschichte einer langen Integration vom Deutschen Reich (1871) über den Föderalismus der Bundesrepublik, die Wiedervereinigung mit der ehemaligen DDR bis hin zur europäischen Integration nicht sonderlich gegenwärtig sein. Die offensichtliche Vernachlässigung der Thematik durch die deutsche Forschung ist dadurch aber nicht zu rechtfertigen. Das Streben nach Sezession stellt einen Hauptgrund für kriegerische Konflikte dar. 1994 hatten 49% der 39 weltweit stattfindenden Kriege einen sezessionistischen Hintergrund, 1996 waren es 40 %.
Diese Arbeit will deshalb versuchen, den Ursachen von Sezessionen auf den Grund zu gehen. Wichtigster Akteur und treibende Kraft einer Sezession ist die dahinterstehende Sezessionsbewegung, die sogenannte ¿distinct community¿. Viva Ona Bartkus hat in ihrem Werk "The dynamic of secession" von 1999 ein Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe die Anreizstrukturen einer sezessionswilligen Gruppe analysiert werden können. Die Sezessionsbewegung trifft die Entscheidung pro oder contra Sezession aufgrund der Abwägung der dadurch entstehenden Kosten und Nutzen. Bartkus verwendet dafür die Begriffe "cost and benefit", respektive Kosten und Nutzen, die aber synonym zu Vor- und Nachteilen verwendet werden. Aufgrund der Bedeutung wirtschaftlicher Interessen für politische Entscheidungen wird das Konzept vom Autor um einige ökonomische Faktoren erweitert. Weiß man um die Beweggründe einer sezessionistischen Bewegung, ist eine Vorhersage der weiteren Entwicklung sowie eine Einflußnahme auf den Verlauf des Konfliktes möglich. Ratschläge können erteilt werden, wie eine friedliche Lösung des Konfliktes zu erreichen ist. Durch das bessere Verständnis der ¿Rebellen¿ können deren Reaktionen auf Handlungen der Zentralregierung antizipiert werden.
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