Staatliche Kulturförderung in Deutschland
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.01.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
188 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640793266
Die grundsätzliche Frage, wie sich die Bevormundung - oder weniger stark ausgedrückt und unseren Zwecken angepasst - die Bevorzugung gewisser Aspekte und Positionen durch den Staat auswirkt, kann auf den Kulturbereich bezogen und in die Gegenwart transferiert werden. Dabei sei nicht die Wertung künstlerischer Inhalte angesprochen, die bei der notwendigen Auswahl der "förderungswürdigen" Kunst zwangsläufig stattfinden muss, sondern die Frage, welche Art der staatlichen Kulturförderung sinnvoll ist. Diese, die durch eine direkte finanzielle Unterstützung ein bestimmtes Kulturprojekt ermöglicht, oder jene, die in besonderem Maße das Handeln der Personen aktiviert und möglicherweise eine Entwicklung in Gang setzt, sowie die Bürgerinitiative und den Handlungsspielraum bzw. das Wahrnehmen gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen befördert? Die Folgen der zweiten Verfahrensweise lassen sich schwerer abschätzen, aber sind veranlagt, etwas loszutreten, ein Anstoß zu sein.
Das bismarcksche Motto beschreibt das Dilemma, dem sich ein liberaler Staat ausgesetzt sieht, wenn er nicht gänzlich auf Kultur, die dem Geschmack der Massen "widersteht", verzichten möchte. Dass die Zurückhaltung des Staates bezüglich ihres kulturellen Engagements in Deutschland in den letzten Jahren mehr aus finanziellen Restriktionen und weniger aus kulturpolitischen Erwägungen heraus erfolgt, weiß die Darstellung im folgenden Kapitel zu begründen. Um der Aufgabenstellung der vorliegenden Arbeit weiterhin gerecht zu werden, müssen neben dem Sinn der Förderungsarten auch ihre gesetzliche Verankerung und konkreten Auswirkungen offen gelegt und diskutiert werden.
In diesem Zusammenhang muss die Praxis öffentlicher Kulturförderung in Deutschland beleuchtet werden. Erst am Ende einer Bestandsaufnahme geschichtlicher Entwicklungen und gegenwärtiger kulturpolitischer Rahmenbedingungen sowie Handlungen, kann eine ernsthafte Reflexion einsetzen, die die Chancen und den Sinn beider Wege erörtert.
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