Die Militärreformen des Dmitrij Alekseevic Miljutin Darstellung und Erfolgsbewertung anhand des Türkisch-Russischen Krieges von 1877/78
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.01.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
211 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640809639
"Mit dem Krimkrieg geriet das von Peter I. angestoßene staatsgesellschaftliche System in eine ernsthafte Krise. [...] Es ging darum, die staatliche Herrschaft über eine Vielzahl von gesellschaftlichen Bereichen zu festigen und weiter auszudehnen."
Die Bauernbefreiung legte den Grundstein zur kapitalistischen Agrarwirtschaft und Entmachtung des privilegierten Adels. Die Bildungsreform sollte die Zahl der benötigten Fachkräfte steigern und mehr wissenschaftliches Potential zu Tage fördern. Zudem sollte mit der Justizreform eine unabhängige Gerichtsbarkeit garantiert werden. Der entmachtete Adel musste die Organisation den neuen kommunalen und städtischen Selbstverwaltungen überlassen, die nun direkt dem Staate unterstanden.
Diese Großen Reformen wurden notwendig, da die gesamte staatliche Integrität gefährdet war und ein stagnierendes Fortsetzen der alten aristokratischen Gewohnheiten auf Grundlage der Petrinischen Reformen das Fortbestehen und die bisherige geschichtliche Entwicklung des Imperiums zu Nichte gemacht hätten. Diese Tendenz war im Laufe des 19. Jahrhunderts in der postnapoleonischen Zeit beinahe überall in Europa zu beobachten. Das Vertrauen in Autokratien wurde stark geschwächt, daher stützten sich westliche Regierungen in dieser Zeit auf ihre Verantwortung gegenüber ihrer Bürger. Die starken Demokratietendenzen machten die Autokratien schwach in den Bezug auf ihre Souveränität, die sich nun auf den Bürger ausweitete, aber umso stärker in Bezug auf angestrebte Ziele, der nun vom Bürgerwillen unterstützt wurde.
Diese Hausarbeit wird sich mit dem militärischen Teil der Großen Reformen befassen, der sich ebenfalls bis in die grundlegendensten gesellschaftlichen Strukturen des Staates auswirkte. Dabei wird der Versuch unternommen, den Erfolg anhand des Balkankrieges zwischen dem Russischen Imperium und dem Osmanischen Reich von 1877/78 zu messen. Zunächst folgen allerdings noch einige einleitende Worte, die den historischen Weg zu den militärischen Reformen weisen.
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