Dependenztheorie: Das Beispiel Brasilien
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.09.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
155 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638308120
Die Schere zwischen arm und reich geht extrem weit auseinander, Brasilien gilt weltweit als Land mit der ungleichsten Verteilung des Wohlstandes.3 Die reichsten 10% des Landes besitzen 65% des Wohlstandes, die ärmsten 40% nur 7%. Und die ärmsten 10% dürfen nur unglaubliche 0,6% des Wohlstandes ihr Eigen nennen. Mitte der 90er Jahre lebte mindestens ein Fünftel der Bevölkerung, also ungefähr 32 Millionen Menschen, in extremer Armut. Bis zum heutigen Tag hat sich die Situation nicht gebessert. "Die städtische Arbeitslosigkeit ist höher denn je, die Armut ist kaum geringer geworden, das Einkommensgefälle hat sich sogar noch verschärft. Laut UN leben 22 Prozent der Brasilianer von weniger als zwei Dollar am Tag."5 "Die Hälfte der Bevölkerung kann nicht schlafen, weil sie Hunger leidet. Die andere Hälfte kann nicht schlafen, weil sie Angst vor denen hat, die Hunger leiden", sagt der Ökonom Aloizio Mercadante, seines Zeichens ein Berater des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva .6 Natürlich stellt sich die Frage, wie solche gravierenden Unterschiede in der Brasilianischen Gesellschaft zustande gekommen sind und wieso man dieses Problem bisher nicht lösen konnte. Diese Arbeit setzt sich im Folgenden mit der Hypothese auseinander, dass ebendiese gesellschaftlichen Unterschiede die Folge der Eingliederung Brasiliens in den Weltmarkt sind - wie die Dependenztheorie anführt. Dabei habe ich versucht, den Konflikt zwischen dependenz- und modernisierungstheoretischen Ansätzen darzustellen.
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