Gleichstellungspolitik als Karrierebremse? Oder wie hängt der Zugewinn an Macht bei weiblichen Politikerinnen mit dem Verlust von Definitionsmacht bei den frauen- und gleichstellungspolitischen Inhalten zusammen?
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Sprache:Deutsch
36,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.02.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
109 (Printausgabe)
Dateigröße
3096 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640819010
In der vorliegenden Magistraarbeit geht es primär nicht darum, die Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Chefetagen zu erforschen. Das Forschungsvorhaben konzentriert sich vor allem darauf, den Ursachen für eine auffällige Diskrepanz zwischen der steigenden repräsentativen Macht weiblicher Politikerinnen und dem kontinuierlich sinkenden Interesse für frauen- und gleichstellungspolitischen Themen auf ihrer politischen Agenda nachzuspüren. Im Mittelpunkt steht demnach die Frage, wie der Machtzugewinn bei weiblichen Politikerinnen mit dem Verlust der Definitionsmacht bei den frauen- und gleichstellungspolitischen Inhalten zusammenhängt.
In Bezug auf die Ausgangsfragestellung konnte festgestellt werden, dass die Macht und das persönliche Machtstreben in einem Spannungsverhältnis zu den frauen- und gleichstellungspolitischen Inhalten stehen: Solange die Frauen eine Einflussnahme in der politischen Sphäre der Macht anstreben, tendieren sie dazu, sich der gängigen Methoden der Macht bedienen, die auf Dauer mit einem frauenpolitischen Engagement nicht vereinbar sind, denn dieses stellt diese Machtmethoden und Machtstrukturen stets in Frage. In diesem Kontext gilt es danach zu fragen, ob durch die Strategie der numerischen Gleichstellung - also durch die Erhöhung des Frauenanteils in der Spitzenpolitik - subversive Potenziale freigesetzt werden können, um die androzentrische Rationalitätslogik der Politik durch die Pluralität der Vorstellungen und Interessen zu erweitern und die vermeintliche `Geschlechtsneutralität` und `Objektivität` der Machtinstitutionen anzugreifen.
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