Erstellung und Evaluation eines Anleitungskonzeptes für die praktische Pflege
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.04.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
337 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640888344
Betreuungsaufgaben. So entstand in Deutschland in den letzten Jahren durch den
Einfluss aus dem inner- und außereuropäischen Ausland ein pflegeprofessioneller
Denkstil (vgl. Brühe et al. 2004, S. 308). Er unterscheidet sich von dem zuvor
herrschenden pflegeberuflichen Denkstil, der auf standardisiertem Erfahrungswissen
ohne wissenschaftliche Fundierung basierte, dadurch, dass er wissenschaftliche
Erkenntnisse mit pflegerischem Erfahrungswissen und hermeneutischem
Fallverstehen verbindet. Hermeneutisches Fallverstehen definiert sich nach Ulrich
Oevermann als die Fähigkeit einen Fall aus der Sicht desjenigen zu verstehen, der
professionelle Hilfe sucht. Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden als Regelwissen
die Grundlage dieses Denkstils, münden jedoch nicht in einer vollständigen Handlungsstandardisierung.
Vielmehr bilden die subjektive Problemlage, die soziale
Situation und die Respektierung der Autonomie des Patienten die Entscheidungsgrundlage
für die pflegerische Praxis. Um solche Entscheidungen überhaupt treffen
zu können, müssen Pflegende in der Lage sein gemachte Beobachtungen, verbale
Äußerungen und verschiedene Sinneswahrnehmungen zu deuten und miteinander
in Einklang zu bringen.
Von vielen Schülern in den verschiedenen Pflegeausbildungen wird immer wieder
eine große Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis beklagt. Dies kann nicht nur
auf mangelnde Absprachen zwischen Schule und Praxiseinrichtungen zurückgeführt
werden.
Mit der Praxis konfrontiert erkennen die Schüler, dass allgemeingültige Lösungen,
wie sie in der Schule häufig vermittelt werden, nicht existieren. Unbestritten
ist, dass in der Pflegausbildung wissenschaftlich fundiertes Wissen vermittelt
werden muss. Außerdem muss den Auszubildenden auch eine situative Integration
dieses Wissens in ihren Praxisalltag ermöglicht werden. Es ist notwendig, die
Auszubildenden zu konstruktiv kritischen Auseinandersetzungen und Reflexionen
über eigenes Handeln und Erleben anzuhalten. [...]
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