Marc Aurels Selbstbetrachtungen - Spiegel seiner politischen Erfahrungen und Karriere?
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
138 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640546725
Mit diesen Worten eröffnet die Historia Augusta die Biographie des Marc Aurel. Es wird deutlich, dass sie sich bei ihrer Darstellung des Kaisers auf dessen Selbstbetrachtungen stützt, in denen er eigene Gedanken und Einstellungen niederschrieb.
Tatsächlich würde man nach der Lektüre der Selbstbetrachtungen wohl kaum vermuten, dass es sich bei dem Autor um einen römischen Kaiser handelt, wäre dessen Identität zuvor verschwiegen worden. Marc Aurel spricht an keiner Stelle der Selbstbetrachtungen von sich als der Caesar Augustus, als der er die Macht hat, über seine Untertanen zu befehlen. Stattdessen, so könnte man meinen, spricht hier ein Mensch, der sich als gleichberechtigter Mitbürger, als 'civis Romanus' versteht. Dieses Bild eines menschlichen, sich nicht über die Mitmenschen stellenden Herrschers wird auch in verschiedenen heutigen Darstellungen des Marc Aurel aufgegriffen. Als ein Beispiel von vielen sei an dieser Stelle auf den Spielfilm Der Untergang des römischen Reiches verwiesen, in dem die Figur des Marc Aurel äußert: "Nein, Livius, bring mir nicht sein Haupt, was soll ich damit anfangen? Bring mir Ballomar lebend. [...] Rom besteht seit tausend Jahren, Livius. Es ist Zeit, Wege zu finden, auch mit den Völkern in Frieden zu leben, die wir Barbaren nennen." (Bronston, S. (Produzent): Der Untergang des römischen Reiches. 1964, Minute 6:30 ff.) Solche und ähnliche Darstellungen, die sich in erster Linie auf die Selbstbetrachtungen als Grundlage zur Charakterisierung Marc Aurels stützen, prägen die aktuelle öffentliche Meinung über dessen Herrschaftsweise. Doch inwieweit die vielzitierten Selbstbetrachtungen tatsächlich als Spiegel der politischen Erfahrungen und Karriere des Marc Aurel dienen können und Hinweise darauf geben, wie dieser gelebt und in der Rolle des 'Princeps' agiert hat, sei in der vorliegenden Arbeit kritisch hinterfragt und erörtert.
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