Entmündigung im Jugendamt? Bezirkssozialarbeit zwischen Interventionszwang und klienteler Autonomie
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.11.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
155 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640476800
8a SGB VIII. Das Problem in der sozialpädagogischen Zusammenarbeit mit den Klienten ist jedoch, daß diesen die Eingriffsmöglichkeiten des Jugendamtes, wenn auch nicht unbedingt die gesetzlichen Grundlage dafür bewußt sind, und so eine fruchtbare Kooperation mit dem Bezirkssozialarbeiter in vielen Fällen von Anfang an durch Mißtrauen und Skepsis erschwert ist. Die kurze Darstellung des Doppelten Mandates soll mir in dieser Hausarbeit jedoch nur als Hintergrund für die Formulierung der eigentlichen ethischen Problemstellung dienen, mit deren Auseinandersetzung ich mich hier beschäftigen werde: Sind staatliche Eingriffe durch das Jugendamt in das Elternrecht moralisch vertretbar und zulässig oder stellen sie eine unverhältnismäßige Beschneidung klienteler Autonomie dar?
Im Zuge der Recherchen zu dieser Arbeit stieß ich auf das 6-Schritte-Modell nach Heinz Eduard Tödt, "eine ethische Theorie sittlicher Urteilsfindung". Dieses Schema möchte ich als ethische Referenztheorie dahingehend überprüfen, ob und inwieweit es einem Bezirkssozialarbeiter in Entscheidungssituationen behilflich sein kann. Nicht zuletzt aufgrund der medialen Präsenz immer wieder neuer spektakulärer Fälle von Kindeswohlgefährdung in den letzten Jahren, scheint mir diese Frage eine besondere Aktualität und Brisanz zu haben. Den Druck der Öffentlichkeit entweder "endlich etwas zu unternehmen" oder in konträr gelagerten Fällen "endlich von staatlichen Eingriffen in Familien abzusehen" spüren die Jugendämter verstärkt und reagieren darauf u.a. mit Fachtagungen und der Entwicklung und Ausarbeitung immer neuer Instrumentarien zur Einschätzung und Bewertung von Kindeswohlgefährdung.
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