Turandot bei Carlo Gozzi, Ferruccio Busoni und Giacomo Puccini
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Sprache:Deutsch
18,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.10.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
44 (Printausgabe)
Dateigröße
192 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638311670
Das fünfaktige Märchenspiel "Turandot" schreibt Carlo Gozzi im Jahr 1762 nach fernöstlicher Vorlage als eines seiner zehn "fiabe teatrali". Zu deren Bewunderern zählen Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe. Sie setzen Gozzis "Turandot" in der Bearbeitung von Schiller auf den Spielplan ihres "Deutschen Nationaltheaters". Kurz nach Schillers Bearbeitung setzt auch in Deutschland ein reges Interesse an dem Stoff ein und die "fiabe" tragen nicht unwesentlich zur Entstehung der deutschen Romantik bei. Doch auch die Opernbühne entdeckt schnell den dramaturgischen Wert der verwendeten Stilmittel, die Wirksamkeit der eigentümlichen Mischung von Tragik und Komik, der Märchenstruktur und den Elementen der commedia dell'arte. So findet sich diese Theaterästhetik mit großer Entsprechung in Emanuel Schikaneders und Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" und auch das Wiener Volkstheater um Johann Nestroy und Ferdinand Raimund kann den Einfluss der "fiabe teatrali" kaum leugnen. Opern über die männerhassende Prinzessin komponierten u.a. Franz Danzi, Vincent Lachner, Antonio Bazzini, Ferruccio Busoni und Giacomo Puccini.
So befinden sich Puccini und Busoni in guter Gesellschaft als sie sich als Opernstoff für den Turandot-Mythos entscheiden. In der vorliegenden Arbeit wird nun ein wissenschaftlicher Vergleich zwischen der Vorlage Gozzis und den beiden Opern Puccinis und Busonis vorgenommen. Dabei könnten die Musiktheaterwerke nicht unterschiedlicher sein. Busoni hat Libretto und Musik seiner gleichnamigen Oper in sehr kurzer Zeit fertig gestellt und sich stark an der Gozzischen Vorlage orientiert. Die eigentliche Hauptrolle in Busonis "Turandot" spielt allerdings gemäß der Operntheorie Busonis das Spiel als solches. Bei Puccini, der mit der Vorlage sehr frei umgeht, tritt dagegen die Liebe als konfliktlösende Kraft ins Zentrum.
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