Knigge - enfant terrible seines Standes
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.03.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
153 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640280407
Leitbild der ständischen Gesellschaft dar. Er hatte sich in Krisen immer wieder durch
neue Legitimationsstrategien als Machtelite und Herrschaftsstand behaupten können.
Im 16. Jahrhundert führte die Adelskrise zu einer Umorientierung des Adels hin zur
Bildung, was bis dahin ein rein bürgerliches Ideal gewesen war. Letztlich trat der Adel
gestärkt aus dieser Krise hervor. Ende des 18. Jahrhunderts verschärft sich im Zuge der
Aufklärung die Kritik an der unumschränkten Vormachtstellung des Adels.
Legitimierte sich der Adel im 16. Jahrhundert noch durch seine Geburt, die ihm eine
"gottgegebene" Vorrangstellung sicherte1, so wurde im Kameralismus die Forderung
laut, dass der Adel seinen Status und seine Privilegien dadurch begründen solle, dass er
auch der Staatswirtschaft dient. Kritiker des Adels, die beispielsweise aus dem Erbadel
einen Verdienstadel schaffen wollten, stammten überwiegend aus dem Bürgertum,2 hier
stellte aber Adolph Freiherr von Knigge eine Ausnahme dar. Zum einen verkörperte
Knigge einen Vertreter des landsässigen Adels, der ein Zeitzeuge des Amerikanischen
Unabhängigkeitskrieges und der Französischen Revolution war. Zum anderen kommt
dazu die Besonderheit, dass Knigge als Vertreter des Geburtsadels seine eigenen
Standesgenossen kritisiert. Im Folgenden wird also eine Person betrachtet, die sowohl
die adlige Herkunft als auch die Kritik des Adels in sich vereint. Besonders ist an
Knigge auch der Umstand, als ein Adliger freier Schriftsteller gewesen zu sein - in
einer Zeit, als dieser Beruf grundsätzlich noch nicht sehr weit verbreitet war.3
Der Schwerpunkt dieser Arbeit soll auf der Adelskritik Knigges liegen.
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