Schizophrenie und Gewaltdelinquenz
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.08.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
635 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638300674
Diejenigen, die einen Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und psychischer Störung als gegeben ansehen, sehen sich darin bestärkt, dass diese Ansicht bereits seit Jahrhunderten vertreten und auch heutzutage von einem Großteil der Bevölkerung geteilt werde. Zusätzlich wird auf Aufsehen erregende Medienberichte über Verbrechen von "gemeingefährlichen Geisteskranken" verwiesen und regelmäßig nach solchen Fällen Forderungen nach verschärften Gesetzen zur Unterbringung psychisch Kranker erhoben.
Das Meinungsbild ist jedoch keineswegs einheitlich und insbesondere Vereinigungen ehemaliger psychisch Kranker, deren Angehörige und tlw. auch Fachleute bestreiten vehement ein erhöhtes Gefährdungspotential und sehen psychisch Kranke diesbezüglich eher als Opfer haltloser Stigmatisierung. Sie kritisieren eine verzerrende Darstellung in den Medien, in denen das Bild des "verrückten Massen- oder Serienmörders" ein überaus beliebtes, fast schon klassisches Motiv darstelle und fürchten, dass hierdurch die jüngsten Fortschritte in der Aufklärung der Bevölkerung über psychische Krankheiten zunichte gemacht werden.
Es stellt sich somit die Frage: Ist ein Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Gewalt nur ein weit verbreiteter Mythos, oder ist er auch durch wissenschaftliche Untersuchungen belegbar?
Im Rahmen dieser Arbeit wird das Meinungsbild bezüglich der Gefährlichkeit psychisch Kranker und die diesem zugrunde liegenden Beweggründe aufgezeigt und den wissenschaftlichen Ergebnissen, unter besonderer Berücksichtigung des Krankheitsbildes der Schizophrenie, gegenüber gestellt. Darüber hinaus werden die Rolle der Medien als auch historische Auffassungen zu dieser Thematik erörtert und der aktuelle Kenntnisstand zu Einzelaspekten wie Ursachen, Risikofaktoren, Tatmotivation, Opfer und Schweregrad der Gewalttaten psychisch kranker Täter dargestellt.
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