Der Einsatz von Fragebögen im 19. Jahrhundert am Beispiel Wilhelm Mannhardts (Auswertung Weber-Kellermann)
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.08.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
214 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638535274
Das 19. Jahrhundert brachte zunächst große Veränderungen in der Landwirtschaft:
So -um nur einige zu nennen- z.B. durch die Agrarreform, den Übergang von Natural- zur Geldlöhnung, einer allgemeinen Bevölkerungszunahme, die Technisierung und dem Übergang zur Fruchtwechselwirtschaft.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Landwirtschaft begann, sich kapitalistisch zu orientieren und es zu einer Wandlung der ländlichen Sozialstruktur kam. Doch diese Neuentwicklung der ländlichen Bevölkerung wurde vor allem durch die Volkskunde vernachlässigt. So wurde ein romantisierendes Bild des Bauerntums gezeichnet, welches nicht der Realität entsprach. Vor allem durch Herder kam es zu einer Hinwendung zum eigenen Volkstum. Es wurde ein Idealbild des Bauern geschaffen, das -etwas überspitzt ausgedrückt- durch Arbeit, Tracht, Spiel und Gesang geprägt war. Zudem kam es zu einer Aufwertung der frühgermanischen Glaubenswelt und die Altertumsforscher begaben sich zunehmend in mythische Tiefen. Auch die Gebrüder Grimm teilten diese romantische Sichtweise. Wilhelm Mannhardt war bekennender Grimm-Schüler und wollte dementsprechend ihr Werk fortsetzen. Sein Ziel war es, einen "streng wissenschaftlichen Aufbau der Mythologie" zu entwickeln.
Bei der Begriffsklärung wird auch auf den ¿Fragebogen` eingegangen: Ein Fragebogen wird heute vor allem in der empirischen Sozialforschung zur Durchführung standardisierter Interviews verwendet. Er besteht aus einer genau festgelegten Abfolge von Erhebungs- und Testfragen. Besonders beliebt ist der Fragebogen heute auch in der Werbebranche, beispielsweise zur Erhebung von Verbraucherinteressen. In der Volkskunde wurde diese Art der Befragung häufig angewandt, obwohl man sich der zu erwartenden Probleme bewusst war. So hatte man bei Fragebogenaktionen -wie auch bei Mannhardt geschehen- nur mit einer relativ geringen Rücklaufquote zu rechnen. Zudem waren die Angaben der oft sehr unterschiedlichen Gewährspersonen nicht immer zuverlässig und nicht als allgemein gültig anzusehen.
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