Eine Analyse zu Georg Heyms Novelle 'Der Dieb'
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.04.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
623 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638492553
Danach wird erzählt, wie und warum es zum Entschluss des Diebstahls gekommen ist (S.119- 134). Zunächst wird jedoch der Dieb, die Hauptfigur der Erzählung vorgestellt. (S.119-121) Die eigentliche Handlung beginnt mit den Visionen des Protagonisten von Gott und dem Engel des Herrn. Durch sie kommt er zu der Erkenntnis, dass das Weib die Wurzel alles Bösen sein muss. So steht es schon in der Offenbarung des Johannes. Gott habe Christus verlassen, weil dieser am Weibe vorbeigegangen sei. Er sieht sich nun von Gott als Erlöser der Menschheit berufen. (S.122-125) Seine Mission besteht nun darin, die Welt vom Weiblichen zu befreien. Im Gesicht der Mona Lisa liegt für ihn nun das ursprünglich Weibliche und Teuflische verborgen. Er begegnet ihr im Louvre, wagt sich ehrfürchtig und langsam an sie heran, bis er sie zum imaginären Kampf herausfordert. In ihr erkennt er teuflisches Verderben, aber zugleich etwas Schönes. Er empfindet Hass und zugleich Mitleid. (S. 122-136) Nach langem "Kräftemessen", Triumphen, aber auch Schwächen strebt die Handlung allmählich auf ihren Höhepunkt zu. Der Kampf endet siegreich und die Mona Lisa wird aus dem Louvre gestohlen. (S. 136-145)
Das Bild wird nach Florenz verschleppt. An dieser Stelle kommt es zu einer Wende der Erzählung. Denn obwohl die Mona Lisa schon drei Jahre lang im Besitz des Diebes ist, gelingt es diesem nicht das Bild zu zerstören. Es siegt die Macht des Weibes: Der Dieb verliebt sich in die Mona Lisa und wird ihr gänzlich verfallen. Für sie sagt er seiner Mission ab. (S. 145-150) Doch der Mona Lisa bleibt ihr boshaftes, teuflisches Lächeln. Diesen Spott kann er nicht ertragen und er nimmt Rache, indem er das Bild verstümmelt und vernichtet. An der Zerstörung seiner "Geliebten" geht der Dieb selbst zugrunde. (S. 150-156)
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