Produktbild: Ich bin Ausländer und das ist auch gut so

Ich bin Ausländer und das ist auch gut so Kurzgeschichten

6

14,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

05.03.2018

Verlag

Sujet

Seitenzahl

181

Maße (L/B/H)

19/12,1/2 cm

Gewicht

211 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96202-016-3

Beschreibung

Rezension

"Der Titel „Ich bin Ausländer und das ist auch gut so” erinnert an das Outing des früheren Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit. Das sei gewollt, sagt Christine Gorny. Der Titel spielt mit diesem Motiv und drückt aus, dass Mahmood Falaki ebenso unerschrocken in die Offensive gehen will wie seinerzeit Klaus Wowereit. Außerdem stellt der Titel klar, dass Falaki keine depressive Leidensgeschichte erzählen will, sondern selbstbewusst seine Erfahrungen schildern, wie es ihm als Fremden in Deutschland ergangen ist. Seine Kurzgeschichten sind Momentaufnahmen – verstörend, versöhnlich, verbindend – aber immer mit einem guten Gespür für Pointen.
In Falakis Erzählungen geht nicht so sehr um offene Fremdenfeindlichkeit, sondern um alltägliche, subtile, unbewusste Ausgrenzung, um die Angst vor dem Anderen, die auf beiden Seiten existiert. […]" – Christine Gorny, Radio Bremen
"[…] Bei allem wunderbaren Witz verliert Falaki nie die Bodenhaftung und bringt die Dinge auf den Punkt. Das Schwere ist schwer, das Leichte ist leicht und alles das ist manchmal auch ganz anders. Mahmood Falaki schafft es aber auch, oftmals unbewusste Vorurteile aufzudecken. Über kurz oder lang spürt man: Nein, es sind nicht immer die Anderen, die es den ausländischen Mitbürgern schwer machen. Manchmal bin ich es, die Angst hat, die übervorsichtig ist, die zu schnell urteilt und meint schon alles zu wissen. Der Autor erklärt sich nicht, entschuldigt nichts, klärt uns nicht auf über seine Geschichten. Ob es sich um Wahrheit oder Dichtung handelt, lässt er bewusst offen und stellt uns so in die Freiheit selbst zu entscheiden, was wir glauben wollen. Gerade hier liegt der Reiz, und was so oberflächlich als leichte Unterhaltung zu lesen ist, wird zugleich zu einer sehr nachdenklichen Lektüre. Ich freue mich über dieses Buch, gerade weil es so selbstbewusst daherkommt, weil es sich nicht krümmt und duckt, nicht anklagt und nicht jammert. Mahmood Falaki ist ein sehr genauer Beobachter und weiß genau, welcher Schuh wem wo drückt." – Anne Fitsch, Einblick März – Mai 2016
"Der aus dem Iran stammende Schriftsteller, Lyriker und Literaturwissenschaftler Mahmood Falaki, seit 1983 in Deutschland lebend, entwickelt in seinen Erzählungen und Gedichten den spezifischen Blickwinkel eines Ausländers, der bei der Begegnung mit anderen Heimatvertriebenen wie auch mit Deutschen den geduldigen und oft auch erstaunten Dialogpartner spielt. Geduldig, weil sein Ich-Erzähler in „Ich bin ein Ausländer und das ist auch gut so“ das Gespräch mit älteren deutschen Zeitgenossen in den U‑Bahnen von Hamburg und Berlin sucht. Sein Motiv? Er wird immer wieder nach seiner Herkunft und seiner Nationalität gefragt. Grund genug, um die geografischen Kenntnisse seiner Gesprächspartner zu überprüfen und ihnen ab und zu auch aus lauter Spaß eine andere Identität vorzugaukeln. […]" – Wolfgang Schlott, Das Blättchen
"Für den seit 1983 in Deutschland lebenden Mahmood Falaki, Autor zahlreicher Romane, Kurzgeschichten und Gedichtbände, promovierten Literaturwissenschaftler und Herausgeber von Persisch-Lehrbüchern, ist Fremdsein in einer ihm nach über vierzig Jahren vertrauten Kulturlandschaft mit einem vermeintlich tödlichen Risiko verbunden. Die vagen Einflüsse seiner kulturellen Herkunft vermischen sich mit Gefühlen einer existentiellen Verunsicherung, die sich in dem Gebrauch einer besonderen Umgangssprache niederschlägt. (…)" -tabularasa

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Paperback

Erscheinungsdatum

05.03.2018

Verlag

Sujet

Seitenzahl

181

Maße (L/B/H)

19/12,1/2 cm

Gewicht

211 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96202-016-3

Herstelleradresse

Sujet Verlag
Bornstraße 18
28195 Bremen
DE

Email: kontakt@sujet-verlag.de

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  • Pauline Krause

    4/5

    14.07.2019

    Buch (Paperback)

    Eine nette Lektüre mit viel Witz.

    Gesamteindruck In diesem Buch befinden sich einige Kurzgeschichten, die davon erzählen, wie sich ein aus dem Iran stammender Mann in Deutschland fühlt. Dabei geht es um religiöse Aspekte, Sprachbarrieren und Vorurteile. Der Autor berichtete dabei von eigenen Erfahrungen. Mir hat das Buch eigentlich gut gefallen. Besonders gut war meiner Meinung nach der Humor, der auf jeder Seite zu finden ist. Manche Geschichten haben auch einen ernsteren Unterton, aber insgesamt dient dieses Buch eher dem Unterhaltungszweck. Da ich selbst keine ausländischen Wurzeln habe, war es für mich teilweise faszinierend, aus welcher Perspektive alltägliche Situationen gesehen werden können, da sie mir so niemals passieren würden. Gleichzeitig waren nicht alle Geschichten verständlich für mich, manchmal habe ich das Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen können. Außerdem gab es Geschichten, die jedem genau so passieren könnten, ob man nun aus dem Ausland stammt oder nicht. Insgesamt konnte mich das Buch aber gut unterhalten und ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Das lag vor allem daran, dass viele Geschichten nur wenige Seiten lang waren. Es wurde mit einigen Vorurteilen aufgeräumt und einige Klischees behandelt. Rundum war es aber schön zu lesen. Ich gebe 4 Sterne. Da das Buch so kurz war und man keinen direkten Inhalt hat, keine Geschichte mit einem roten Faden, ist diese Rezension so kurz.

  • Elke Seifried

    aus Gundelfingen

    4/5

    20.06.2019

    Buch (Paperback)

    Woher kommen Sie? - Von der Erde

    Der Autor Mahmood Falaki musste den Iran im Jahr 1983 verlassen, seitdem lebt er in Deutschland. Er lässt den Leser in diesen bunt zusammengestellten Kurzgeschichten an Alltagssituationen aus seinem Leben hier teilhaben. Manchmal erzählt er einfach nur von seinen Erfahrungen, dann wieder von detaillierten Beobachtungen, oder auch davon wie er Reaktionen testet. Nicht zu selten darf man als Leser an seinen Provokationen und den Reaktionen darauf teilhaben. Vielleicht lässt er gelegentlich auch einfach nur seiner Fantasie freien Lauf, den Eindruck hatte ich zumindest bei ein, zwei Geschichten, wie z.B. bei „Die Krawatte“. Aufgrund des Titels hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass die Kurzgeschichten auch allesamt etwas mit „Ausländern“ zu tun haben, was jedoch nicht so ist. Es gibt zwar Kleinkinderslang, wenn jemand nach Ausländer aussieht, übertriebene Toleranz, Sprachprobleme und amüsante Missverständnisse aufgrund dessen, Unterschiede in den Kulturen und auch Vorurteile, aber eben nicht nur. Auch einfache Studien zu Menschen, völlig unabhängig von deren Herkunft und deren Wurzeln sind der Stoff aus dem der Autor hier eine Anthologie zusammenstellt. Als Leser erhält man auf knapp 160 Seiten 24 verschieden lange Kurzgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber alle gemein haben, dass sie den Focus auf das Miteinander von Menschen richten. Der locker, plaudernde Sprachstil des Autors hat mir gut gefallen. Er bringt seine ganz persönliche Sicht auf Deutschland und das menschliche Miteinander sehr pointiert aufs Blatt. Man darf sich Formulierungen wie „Man muss aber zugeben, dass jede Natur ihre eigene Schönheit besitzt. Ich weiß jedoch nicht, warum die hiesige Natur so sauber und blitzblank ist, als ob diese Heiden sie jeden Morgen mit dem Tauwasser glatt bügeln würden.", mit einem Grinsen auf der Zunge zergehen lassen. Schon mit der ersten Geschichte „Statt einem Vorwort“ schafft der Autor einen amüsanten Auftakt, der einen schmunzeln lässt, aber auch schon vor Augen führt, dass hier der Gesellschaft ganz deutlich der Spiegel vorgehalten werden wird, meiner Meinung nach äußerst gelungen. Diese hat mir ebenso gut gefallen wie „Hemd oder Puff“, bei der ich mich z.B. sehr über die Studien dazu amüsiert habe, ob die Menschen die Intelligenz der fremden Menschen an der Beherrschung der deutschen Sprache messen. Besonders interessant fand ich vor allem auch, die Geschichten, die auf unterhaltsame, amüsante Art und Weise von seinen Problemen bei seiner Ankunft aus dem Iran erzählen. Kurze Erwähnungen zur Flucht, erste Hürden, Sprachprobleme, auch ein Blick auf Ankömmlinge in der DDR. Besonders lobend erwähnen möchte ich hier z.B. „Hof des Friedens“. Unter den ganz kurzen knappen war sicher „Shampoo“ eines meiner Highlights, Bodylotion für verschiedene Hautfarben, oder doch nur Produktvielfalt im Hause Schwarzkopf, pointiert und äußerst gelungen. Manche Storys sind auch einfach nur abgefahren, dürfen aber gerne in so einer Sammlung auch sein, wie ich finde. So lässt sich einer schon mal bei seiner Flucht vom „Medizinmann“ aus seiner Heimat, direkt vor die Pforten der Ausländerbehörde in Hamburg fliegen, solle ihm doch erst einmal einer das Gegenteil beweisen. Ich hatte wirklich vielfach gute Unterhaltung, aber es gab auch einige Geschichten mit denen ich weniger anfangen konnte. Viele davon waren Studien beim U-Bahnfahren, die mir nicht ganz so zugesagt haben, bis auf die Ausnahmen „Ein rassistischer Hund“ und auch „Alles in Ordnung“ die mir durchaus gefallen haben. Ein, zwei waren gar nicht mein Ding, aber vielleicht habe ich schlicht nicht erkannt, welche Botschaft der Autor damit beabsichtigt hat. Nicht immer ganz glücklich war ich auch mit den Provokationen, die er beschreibt, das hat mir manchmal etwas Magendrücken beschert. Einschränkend möchte ich hier aber erwähnen, dass ich auch ein äußerst friedliebender Mensch bin, der Streitigkeiten am liebsten aus dem Weg geht. Alles in allem hatte ich größtenteils mit der bunten Sammlung gute Unterhaltung, manche Geschichten haben mich sogar begeistert. Noch vier Sterne gibt es dafür von mir.

  • Aischa

    aus Kissing

    4/5

    19.06.2019

    Buch (Paperback)

    Gut beobachtete Momentaufnahmen eines Migrantenalltags

    Der persischstämmige Literaturdozent und Autor schildert in seinen Kurzgeschichten kurze Alltagssituationen und zeigt dabei seinen persönlichen Blick auf Deutschland und die Deutschen. Das liest sich flüssig und unterhaltsam, ist kurzweilig, humorvoll, manchmal aber auch schwerer verdaulich und mit Nachgeschmack. Der selbstkritische Leser bekommt reichlich Anstöße, seinen Umgang mit und seine Urteile über Migranten zu reflektieren. Falaki beschreibt skurrile Begegnungen in der U-Bahn, erzählt von lustigen Missverständnissen und anrührenden Erlebnissen auf dem Friedhof. Seine Sprache ist präzise, die Geschichten sind sehr vielfältig. Nicht alles ist nach meinem Geschmack, manche Story ließ mich doch recht ratlos zurück. Aber das ist o.k., auch im wahren Leben verstehe ich nicht immer alles. Fazit: Erfrischend andere "Exil-Literatur", ohne erhobenen Zeigefinger oder Selbstmitleid.

  • Bewertung

    aus Bad Oeynhausen

    3/5

    28.06.2019

    Buch (Paperback)

    Letztendlich sind wir alle nur Menschen mit verschiedenen Hintergründe

    Mahmood Falaki erzählt verschiedenen Geschichten aus seinen Leben. Er ist in den 80er Jahren mit seiner Familie aus Persien nach Deutschland geflüchtet. Seit dem lebt er in Deutschland. Aus seinen Leben in Deutschland teilt er auf eine humorvolle und nachdenkliche Art und Weise seine Geschichten. Die einzelnen Geschichten hängen nicht miteinander zusammen, sodass man einfach immer mal wieder das Buch aufschlangen kann und eine oder zwei Geschichten lesen kann. Einige Erzählungen sind aus der U-Bahn, die er erlebt hat. Sei es, dass er aktiv beteiligt ist oder einfach nur eine Zuhörer ist, die das Erlebte wiedergibt. Dabei ist es so, dass nicht nur Deutsche rassischt gegenüber ihm oder andere Ausländer sind, sondern auch die Ausländer haben des öfters sehr große Vorurteile gegenüber Deutsche. Es ist ausgeglichen, das finde ich als Ausländerin sehr gut. Einige Geschichten sind einfach humorvoll bspw. über die Eigenheiten der deutschen Sprache, einige machen eine eher nachdenklich, sodass man auch sein eigenes Verhalten überdenkt. Es gab aber auch einige Geschichten, die ich wohl nicht verstanden haben oder sie haben einfach mein Humor nicht getroffen. Einige Geschichte haben auch wenig bzw. gar nichts mit Ausländer zu tun. Den Titel konnte ich in den Buch nicht wiederfinden. Außer dass Mahmood Falaki in der U-Bahn mal Leuten beim Gespräch belauschen kann, habe ich nicht gemerkt, dass es gut ist, dass er Ausländer ist. Ich danke an den sujet-Verlag für das Rezesionsexemplar.

  • Bewertung

    4/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB)

    Nachdenklich stimmende Beobachtungen

    Mit einem guten Blick für Details schildert Falaki seine Beobachtungen und Erlebnisse, die er im Laufe der Jahre in Deutschland gemacht hat. Dabei schont er auch nicht sich selbst, wenn er beschreibt wie er sich z.B. zu einer Provokation hinreißen lässt, die ihm später peinlich ist. Es geht hier nicht um Einblicke in die Situation der Flüchtlinge, die in letzter Zeit nach Deutschland gekommen sind, sondern um die Erfahrungen des Autors, die er zum Teil schon vor vielen Jahren gemacht hat. In meinen Augen handelt es sich hier nicht um ein „Ausländerbuch“, sondern um einen kurzen Einblick in die Studien und Beobachtungen des Verhaltens von Menschen unterschiedlichen Alters, Nationalitäten oder Denkweisen. Die Hamburger U-Bahn scheint ein idealer Ort zu sein, da Falaki hier auf ein breites Spektrum von Persönlichkeiten getroffen ist. Mal ist die Botschaft deutlich und dann wiederum bleibt es dem Leser überlassen sich Gedanken über das Gelesene zu machen. Beim Lesen hatte ich die unterschiedlichsten Gefühle. Das ging von Ärger und Traurigkeit bis hin zu Mitgefühl und amüsiert sein, wenn es z.B. um sprachliche oder kulturelle Missverständnisse geht. Insgesamt liest sich das Buch sehr gut durch die unterhaltsamen und kurzweiligen Geschichten, die oft zum Nachdenken anregen.

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