Politische Bildung unter Kaiser Wilhelm II, Ulbricht und Honecker
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.11.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
169 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638569552
stand und steht: die entwickelten politischen Strukturen der nachwachsenden Generation zu
vermitteln, damit sie ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft wird. Was auch als politische
Sozialisation bezeichnet wird meint in letzter Konsequenz nichts anderes, als den Menschen -
in welcher Form auch immer - zu formen, ihm gewisse "Werthaltungen, Einstellungen,
Überzeugungen, Wissensbestände und Handlungsdispositionen" (Wolfgang Sander) mit auf den Weg zu geben.
Dies erfolgte im Laufe der Geschichte mit verschiedenen Methoden und Zielsetzungen, die
immer von der jeweiligen Zweckbestimmung und dem ideengeschichtlichen Hintergrund des
Staates - und damit seiner Einstellung zum Menschen und seiner Erziehung - abhingen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die politische Erziehung zweier auf den ersten Blick gegensätzlicher
Staaten zu untersuchen und zu vergleichen: die des Kaiserreichs unter Wilhelm II und die der
DDR unter Walter Ulbricht und Erich Honecker.
Es soll die These untersucht werden, dass Ziele und Inhalte der politischen Erziehung beider Staaten deckungsgleich waren.
Dazu werden zunächst die Zielsetzungen der politischen Erziehung unter Hinzunahme
amtlicher Dokumente verglichen, im weiteren Verlauf der Arbeit wird mit Hilfe zweier ausgewählter Inhalte, dem Militarismus und dem Nationalismus, auf konkreterer Ebene verglichen, inwiefern die beiden Staaten in
den vermittelten Inhalten der politischen Erziehung übereinstimmten. Im direkten Anschluss
wird auch untersucht, inwiefern die zu vermittelnden Inhalte akzeptiert wurden: ob die
politische Erziehung also erfolgreich oder erfolglos war.
Es wird sich zeigen, dass die politische Bildung in beiden Fällen eher eine politische Erziehung hin zum Untertan war. Sie diente dabei der Legitimierung der jeweiligen Herrschaft. In Bezug auf die These lässt sich feststellen, dass in ihren Zielen und Inhalten die politische Erziehung beider Staaten deckungsgleich war.
In der Akzeptanz in der Bevölkerung unterschieden sie sich marginal, ihre Wirkung - die
Herrschaftssicherung - verfehlten sie beide.
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