Teufelsgestalten in der deutschsprachigen Faustliteratur
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.05.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
104 (Printausgabe)
Dateigröße
390 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638379601
Es ist also nicht verwunderlich, dass auch das Interesse der Forschung an der Faust-Literatur entsprechend groß ist, mehr als 10.000 Publikationen verzeichnen die Bibliografien allein zu GOETHEs Werk. Das Hauptaugenmerk der Wissenschaft galt aber bislang vor allem dem Schwarzkünstler oder dem Sinnbild des strebenden, sich höher entwickelnden Menschen, eben Dr. Faust. Der Entwicklung von Fausts Bündnispartner hingegen wird vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zwar konzentriert sich die Sekundärliteratur auf die divergierenden Teufelsgestalten in einzelnen Werken, aber es gibt nur eine bekannte Darstellung, die systematisch die Fortentwicklung des Teufels von seinen literarischen Ursprüngen diachron bis in unsere Zeit verfolgt: Günther MAHALs Mephistos Metamorphosen von 1982.
Deshalb widmet sich die vorliegende Arbeit dem eindrucksvollen Literaturpaar Faust-Teufel, wobei jedoch schwerpunktmäßig die Figur des Teufels in ihren variierenden Erscheinungsformen untersucht werden soll. An den nachfolgenden fünf exemplarisch ausgewählten Werken soll die Genese der Teufelsgestaltung in der deutschsprachigen Faust-Literatur verdeutlicht werden:
. Historia von D. Johann Fausten
. Gotthold Ephraim LESSINGs Faust-Fragmente
. Johann Wolfgang GOETHEs Faust I
. Heinrich HEINEs Tanzpoem Der Doktor Faust
. Thomas MANNs Doktor Faustus
Die Verschiedenartigkeit des Bösen, aber auch etwaige gestalterische Gemeinsamkeiten werden unter Berücksichtigung der folgenden Thesen analysiert:
1. Die Art und Weise, wie die Teufelsgestalt in den einzelnen Werken charakterisiert wird und letztendlich in Erscheinung tritt, ist immer stark abhängig von den sozial- und zeitgeschichtlichen Einflussfaktoren.
2. Je nach Intention und Weltanschauung des Verfassers wird die Rolle des Teufels in einen göttlichen Weltzusammenhang gerückt oder aber - säkularisiert.
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