Fünf Wege zu Gottes Existenz? Eine kritische Betrachtung der aquinischen Gottesbeweise
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Sprache:Deutsch
18,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.10.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
48 (Printausgabe)
Dateigröße
999 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640441037
Denn rationale Gottesbeweise wie die sog. "Fünf Wege" von Thomas von Aquin sind - da sie philosophische Beweise sein sollen - mit dem Anspruch ahistorischer Gültigkeit verbunden. Sie sollten also heutzutage genauso überzeugend sein wie im 13. Jahrhundert, als sie formuliert worden sind.
Ob dies tatsächlich zutrifft, überprüft die vorliegende Arbeit. Da solche Beweise durchaus auch heute noch in der Debatte eingesetzt werden, ist eine kritische Betrachtung dieser Beweise deutlich angezeigt. Dabei wird systematisch orientiert vorgegangen und nicht historisch, ohne aber deshalb die Wichtigkeit eines gewissen historischen Grundverständnisses der scholastischen Lebenswelt von Thomas von Aquin bestreiten zu wollen. Deshalb werden einige der für die gegebene Aufgabenstellung relevanten Aspekte der Philosophie von Thomas von Aquin im historischen Kontext dargestellt. Der wesentliche Teil der Arbeit bildet aber die kritische Prüfung der Gottesbeweise und ihre argumentative Bewertung.
Im Verlauf dieser Prüfung wird herausgearbeitet, dass obwohl die Beweise nicht in einem strikten Sinne widerlegt werden können, sie doch von erheblichen philosophischen Voraussetzungen abhängen und daher nicht "selbstgenügsam" sind, also niemanden rational zu überzeugen vermögen, der nicht diesen philosophischen, meist metaphysischen Voraussetzungen (bereits) zustimmt. Dies wirft auch die Frage auf, ob ernsthaft von Gottes"beweisen" gesprochen werden kann; die Arbeit thematisiert deshalb abschliessend, ob es akkuratere Beschreibungen für diese "Argumentationen für Gott" geben könnte. Wenngleich dadurch aufgezeigt werden kann, dass die Rationalität solcher Argumentationen gerade in prudentiell-subjektiver Hinsicht nicht bestritten werden kann, ändert dies für das Endresultat jedoch wenig: Die aquinischen Beweise als objektive, ahistorisch gültige Beweise scheitern.
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