Aspekte der sowjetischen Reparationspolitik und die Effizienz ihrer Maßnahmen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.02.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
32 (Printausgabe)
Dateigröße
208 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640838370
Die Fremdarbeitskräfte lassen sich in drei Gruppen unterteilen: Kriegsgefangene, (Zivil-) Internierte und sogenannte Spezialisten. Der Beitrag der beiden ersten Gruppen wurde in dieser Arbeit untersucht, indem sowjetische Quellen in Form von Befehlen, Direktiven, Korrespondenzen zwischen administrativen Organen des Staatsapparats usw. analysiert wurden. Daraus konnten Schlüsse auf die Effektivität der Maßnahmen gezogen werden.
Weiter hat sich die Arbeit mit den unterschiedlichen Demontagewellen befasst. Es wurden dabei weniger Art und Ausmaß der abtransportierten Güter in den Blick genommen als vielmehr das Vorgehen in den verschiedenen Phasen, um abschließend zu einer Beurteilung hinsichtlich des Nutzens der Aktionen zu gelangen.
Insgesamt ergibt sich für alle untersuchten Bereiche der sowjetischen Reparationspolitik ein ambivalentes Bild.
Die Kriegsgefangenen- und Interniertenarbeit blieb im Hinblick sowohl auf die Anzahl der zur Disposition stehenden Arbeitskräfte als auch auf die Leistungsfähigkeit des im Endeffekt tatsächlich vorhandenen Arbeitskontingents weit hinter den sowjetischen Erwartungen zurück.
Bei den Demontagen hat sich gezeigt, dass die übereilten Demontagen (zunehmend mit aufsteigender Komplexität der entnommenen Anlagen) meist zwecklos waren. Die Sowjetunion verlegte sich zunehmend auf Entnahmen aus der laufenden Produktion. Das legt die Vermutung nahe, dass die Demontagen generell nicht den Erfolg brachten, den die Sowjets sich davon versprachen. Alle erfolglosen Demontagen beeinträchtigten nicht nur die SBZ, sondern auch die UdSSR, die durch die Vernichtung des Industriepotentials Ostdeutschlands die eigenen Forderungen nach Reparationen in Form von Produkten und Halbfabrikaten hintertrieb. Dass sich die Sowjetunion dennoch nicht von Anfang an auf Entnahmen beschränkte, erklärt sich aus dem Ansinnen, die eigene Nachkriegswirtschaft mit deutschen Anlagen auszustatten und wieder aufzubauen.
Der Schluss liegt nahe, dass auch bei den geordneten Demontagen der Erfolg oft geringer als erwartet war.
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