Silbenmodelle Ein Vergleich zwischen Konstituenten-, CV- und Spiralmodell
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.02.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
404 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640264704
Morris Halle mit ihrem Werk "The Sound Pattern of English" (1968) gelten, spielte
die Silbe lediglich eine marginale Rolle. Chomsky & Halle sahen Morpheme und
Wörter als die für die Phonologie zentralen Einheiten und verbanden phonologische
Regeln und phonotaktische Restriktionen somit ausschließlich mit Morphem- und
Wortgrenzen. Ab Anfang der 70er Jahre wurde dieser Aspekt hinterfragt; die Bedeutung
der Silbe für die Phonologie wurde zunehmend diskutiert und schließlich auch
überzeugend begründet. Autoren wie zum Beispiel Pike & Pike (1947) oder Hockett
(1955) operierten bereits vor der Begründung der generativen Phonologie mit der
Silbe, doch erst seit Linguisten wie Vennemann (1972), Kahn (1976) oder Selkirk
(1982) phonotakische Muster, phonologische Regeln und auch prosodische Aspekte
auf die Silbe bezogen, gilt diese auch in der generativen Phonologie als zentrale
Domäne.
Zwar besteht seit den 70er Jahren also überwiegend Einigkeit über die wichtige Rolle
der Silbe für die Phonologie, doch in Bezug auf die adäquate Darstellung der Struktur
der Silbe gehen die Meinungen auseinander. Chomsky & Halle, als Vertreter der
linearen Phonologie, betrachteten Äußerungen als Aneinanderreihung von Segmenten,
welche wiederum Merkmalsbündel verkörpern. Sogenannte Merkmalsmatrizen
dienten zur Darstellung aller Eigenschaften eines bestimmten Lautes; innerhalb dieser
Matrizen galten die einzelnen Merkmale als simultan und gleichwertig. Diese
Darstellungweise erwies sich jedoch beispielsweise in Bezug auf folgenden Aspekt
als defizitär: "Lautliche Eigenschaften, die sich über mehr als ein Segment erstrecken,
werden unter dieser Betrachtungsweise so behandelt, als seien sie Eigenschaften
von einzelnen Segmenten und nicht von größeren Einheiten wie z. B. Silben"
(Willi 21994: 434).
Im Zuge der Intensivierung der Ton- und Intonationsforschung wurde immer deutlicher,
dass die lineare Darstellung besonders für suprasegmentale Aspekte ungeeignet
ist. Der Ansatz der linearen Phonologie, prosodische Einheiten wie Akzent oder Ton
mit binären, auf einzelne Segmente bezogene Merkmale wie [+/-betont] oder [+/-
Hochton] darzustellen, erwies sich als unzureichend. [...]
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