Drogen in den Filmen "Scarface" und "Maria, llena eres de gracia" Mediale Darstellung, Problemvermittlung und gesellschaftliche Hintergründe
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.11.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
141 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640755127
Jeder Drogenkonsument hat seine eigene Geschichte. Der Kontakt des Einzelnen mit legalen oder illegalen Mitteln ist nur aus dem Kontext heraus verständlich. In welchem sozialen Umfeld befindet er sich, wer oder was hat ihn bisher geprägt, welche Ziele hat er für seinen persönlichen Werdegang? Was verspricht er sich von den Drogen? Ähnliches gilt für die Drogenproduzenten und die Personen, welche in irgendeiner Weise am Vertriebssystem teilnehmen. Diese Beweggründe stehen fast immer in einer Verbindung mit den gesellschaftlichen Bedingungen eines Landes oder einer Region, aber auch mit den politischen Strukturen der Drogenpolitik. [...] Das Prinzip der Eigenverantwortung des vermeintlich selbstständig denkenden Staatsbürgers der westlichen Länder bleibt somit weitgehend auf der Strecke. Scheinen auch die Rahmenbedingungen bei dieser Thematik selten und nur langsam Veränderungen unterworfen zu sein, ist ein spezieller Einflussfaktor auf die Drogenperzeption in besonderem Maße hervorzuheben: Die Macht der Medien, im speziellen die Macht der bewegten Bilder. Filme, sofern sie nicht indiziert oder gar verboten werden, die einem Massenpublikum zugänglich gemacht werden können, besitzen die Fähigkeit Blickwinkel zu verändern. [...] Sie können aber auch bestehende Klischees kolportieren durch die Visualisierung politisierter Drogenopfer und Rauschgifttäter aus bestimmten Milieus. Deshalb sollte sich dem Zuschauer bei der Analyse von Filmen, die die Drogenthematik aufgreifen, direkt die Frage stellen, welche Konstruktionsform gewählt worden ist und welche Botschaft möglicherweise vermittelt werden soll. Fast immer wird der Drogenkonsum als etwas Furchtbares und Schreckliches dargestellt werden. Regisseure, die eine andere Vorgehensweise bevorzugen, ernten häufig aus konservativen Kreisen der Gesellschaft Kritik. Anhand der zwei Spielfilme "Scarface" von Brian de Palma und "Maria, llena eres de gracia" von Joshua Marston werde ich die dargestellten Drogenproblematiken untersuchen. Hierfür beginne ich jeweils mit kurzen Inhaltsangaben, erläutere dann die historischen bzw. sozialen Hintergründe und beschreibe anschließend die Darstellungs- und Funktionsweise der Drogen im Film. Letztendlich werde ich auf die Hauptaussagen und Botschaften der Filme zu sprechen kommen.
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