Produktbild: Und jeden Morgen das Meer

Und jeden Morgen das Meer Roman

6

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2018

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

13/20,8/1,7 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Weiß

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25995-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2018

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

13/20,8/1,7 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Weiß

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25995-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    22.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit einer Sprachgewalt die der...

    Mit einer Sprachgewalt die der walisischen Küste gleicht, erzählt Karl-Heinz Ott von einer Frau, deren Leben zusammengebrochen scheint. Ein grandioses Buch über das Leben nach einem Verlust und einem zaghaften Neubeginn. Beeindruckend!

  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    20.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine starke Erzählung über Erfolg und über das Scheitern

    Der Roman ist beim Hanser Verlag erschienen. Auf seinen knapp über 100 Seiten erzählt der Autor Karl-Heinz Ott von einer Frau, die für ihren Gastronomiebetrieb gelebt hat und nach dem Tod ihres Mannes vor einem Scherbenhaufen steht. Alles was sie sich ein Leben lang aufgebaut hat, ist verloren. In Wales, weit ab von allem, versucht sie Frieden zu finden. Aus der gegenwärtigen Perspektive schaut sie zurück auf bewegte Jahre. Der Roman erzählt das Leben seiner Hauptfigur in kurzen Rückschauen. Es sind Sonjas Gedanken, in die wir, als Leser, eintauchen. Mal erinnert sie sich an ihre Kindheit, mal an ihre erfolgreiche Zeit, als der Lindenhof zu den ersten Adressen gehörte, dann wieder an ihre Ausbildung in der Schweiz. Ohne Mitleid, dafür gnadenlos ehrlich erzählt der Roman vom Scheitern und vom Weitermachen. Jeden Morgen steht Sonja Bräuning an den Klippen und schaut auf das Meer, nur ein Schritt, wäre ein Schritt zu weit. Sie hat einen weiten Weg zurückgelegt und ist sich darüber bewusst, dass sie ihr Schicksal immer noch selbst in den Händen hält. Ein starker Roman, der mir sicher im Gedächtnis bleiben wird.

  • Bewertung

    5/5

    24.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Und immer wieder tröstet der Anblick der wilden Fluten...

    Sonja, die über 30 Jahre mit Bruno ein Hotel führte, wird nach seinem Tod plötzlich mit der Tatsache konfrontiert pleite zu sein. Bruno, ein Sternekoch, der, nachdem ihm der Stern abhanden kam völlig aus der Bahn geworfen wurde. Statt zu kämpfen lässt er sich fallen, verbringt seine Tage im Keller, trinkend und in tiefer Depression. Sein Ende war absehbar. Sonja, die sich nun mit Brunos windigem Bruder herumschlagen muss, der Hotel und Restaurant hochverschuldet übernimmt und sie kurzerhand auf die Straße setzt. Was nun? Mit über 60 hat sie keine Aussichten mehr auf eine neue Anstellung. Sie erinnert sich an Mr. Pettibone aus Wales, der ihr einst von einem Hotel an der rauen Küste Wales erzählte. Was hat sie also zu verlieren? Sie packt es an, obwohl sie kein Wort Englisch spricht. Was "Ott" da in gewohnt reflektierter Sprache erzählt, hat mich sofort gepackt. Mit feiner Ironie und gekonnt konstruiert verfolgen wir Sonjas Aufbruch, stehen mit ihr an der wind-und sturmgepeitschten Küste und lassen das Leben Revue passieren. Sehr lesenswert!!!

  • Bookxer

    5/5

    23.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Nur das wütende Meer kennt die Verzweiflung

    Wie kann der Autor - ein Mann - es wagen, von Sonjas Scheitern, einer Frau in ihren 60ern, zu erzählen. Wie konnte ein Mann - ihr Ehemann Bruno - es wagen, den Untergang des gemeinschaftlichen, berühmten Hotels ‚Lindenhof‘ am Bodensee untätig hinzunehmen. Wie kann ein Mann - der Schwager - nach dem Tod seines Bruders es wagen, Sonja Bräuninger, die angesehene Prinzipalin des Hotels, vor die Tür und in die Realität zu stoßen. Vor lauter Scham und Verzweiflung flieht Sonja an die raue walisische Küste nach Abydyr. Der Ort, den ihr der frühere Hotelgast Mr Pettibone in seinen Geschichten beschrieben hat. Karl-Heinz Ott wagt es, sich der verzweifelten Sonja anzunehmen und sie auf ihre Flucht und die Reise in ihre Vergangenheit zu sich selbst zu begleiten. Als Mann ist Ott hierfür per se nicht weniger ,qualifiziert‘ als eine Frau und der Vorwurf einer Art ‚kultureller Aneignung‘ trifft nicht. Auf 144 Seiten gelingt es Karl-Heinz Ott, die Leser*innen gefühlvoll in Sonjas Gedankenwelt und schmerzhaften Erinnerungen zu führen. Der Text und ist dicht und außergewöhnlich ideenreich. Treffgenaue Bilder ersetzten weitschweifige Textpassagen und Rückblicke. Karl-Heinz Ott, ein Autor, den man nicht sofort auf der Leseliste stehen hat. Aber ein Buch führt zu dem nächsten. Seine exzellente, literarische Übersetzter von R. C. Sherriffs Roman ‚Zwei Wochen am Meer‘ (@Unionsverlag) verführt dazu, Ott als Autor kennenzulernen.

  • Bewertung

    5/5

    03.12.2018

    eBook (ePUB)

    Meer ohne Idylle

    Gerade hatte ich ein hübsches kleines Buch (Capus, "Königskinder") zu Ende gelesen, das von einer (fast) puren Idylle mitten in der Französischen Revolution erzählt. In "Und jeden Morgen das Meer" erwähnt ein gewisser Professor Todd, Gast im Hotel unserer Hauptfigur, dass "Adlige sich während der Revolution gepudert und geschminkt zur Guillotine führen ließen." Es geht darum, das Leben bis zur letzten Minute auszukosten und bis zur letzten Minute Haltung zu bewahren. Gejammert wird jedenfalls nicht. Das Leben auskosten - bei dem Gedanken, an der Küste von Wales, direkt am Strand, ein kleines, wenn auch etwas heruntergekommenes Hotel zu übernehmen, um den Lebensabend dort ausklingen zu lassen, muss doch Sehnsucht und ein bisschen Neid aufkommen. Das muss Idylle pur sein. Doch sehr schnell wird klar, dass es sich nicht um eine neue Version des "kleinen Strandcafés" handelt, sondern um die eher unfreiwillige Flucht einer ehemals "grande" Dame um die Anfang 60, einst Inhaberin eines renommierten Vier-Sterne-Hotels am Bodensee. Sehr langsam, behutsam und mit viel Empathie ribbelt Karl-Heinz Ott Sonjas Leben auf wie einen Wollpullover, der den Vorstellungen letztlich doch nicht entspricht - also alles auf Anfang. So zumindest Sonjas Hoffnung. Doch die Vergangenheit mit all den Erinnerungen lässt sich nicht so leicht abschütteln, ganz gleich wie sehr Sonja sich den Naturgewalten auch aussetzt, um sie buchstäblich aus ihr hinauspeitschen zu lassen. Die Zeit soll Wunden heilen, und doch ahnt Sonja: "Vielleicht vergeht die Zeit überhaupt nicht und häuft bloß Schicht auf Schicht. Vielleicht ist nie etwas vorbei. Vielleicht türmt sich alles nur auf." Sonja jammert zwar nicht, doch sie leidet. Es ist die Geschichte eines Niedergangs, der Sonja offenbar größtenteils unverschuldet zugestoßen ist, und die sich doch nach und nach zu einer Geschichte über Schuld entwickelt. Die allmählichen Enthüllungen werden sehr elegant und einfühlsam, außerdem sprachlich sehr schön von Karl-Heinz Ott eingefädelt.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Wichmann

    Kerstin Wichmann

    Thalia Recklinghausen – Palais Vest

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Schimmelreiter in Wales

    Karl Heinz Ott ist hier, in einer prägnanten und leise humorvollen Sprache, ein existenzielles Kammerstück um eine radikale Frau gelungen, die entscheidene Veränderungen in ihrem Leben bewältigen muss. Es geht nicht unbedingt um einen Neuanfang, sondern darum, vor der Kulisse des rauhen Meeres, von Tag zu Tag zu überleben und die Vergangenheit zu ordnen. Eine klare Empfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Verena Flor

    Verena Flor

    Thalia Hagen

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphäre pur!

    Eine wirklich schöne und recht prägnante Erzählung über die Themen Neuanfang und Heimat, sowie irgendwie auch typisch für Ott über die Atmosphäre der Natur. Sprachlich sehr stark, erzählt Ott seine Geschichte nicht fröhlich, sondern eher kraftvoll. Ich war gebannt ab Seite 1.
  • Zum Bewerterprofil von Stephanie Hepp

    Stephanie Hepp

    Thalia Saarbrücken

    Buchhändler*in

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    4/5

    09.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetischer Rückblick auf ein Leben...

    Poetischer Rückblick auf ein Leben voller Entbehrungen - Bedauern, aber auch Akzeptanz und die Frage : war alles Vorsehung oder hätte man sein Leben ändern können und sollen?

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