Duft der Stille

Duft der Stille

Roman

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Beschreibung

Ihr Duft macht seine Welt bunt
Laura hat das Gefühl, ständig für all das kämpfen zu müssen, was für andere Sechzehnjährige selbstverständlich ist. Nur ihr "Schutzengel", Kindheitsfreund Jacob, schenkt ihr Gelassenheit. Der stille Junge steht Tag für Tag eine Stunde an ihrem Zaun - ein Ritual, das genauso zu seinem Leben gehört wie zu ihrem. Und dennoch hat Jacob noch nie etwas zu ihr gesagt, denn er ist taubstumm.
Als Laura sich mit Dennis anfreundet, hofft sie, durch ihn mehr Freiheit zu erleben. Doch schon nach kurzer Zeit fühlt sie sich von ihm noch mehr eingeengt als von ihrer überfürsorglichen Mutter. In ihrem Kummer nähert Laura sich Jacob an, und jetzt, wo sie ihn näher kennenlernt, beginnt sie zu ahnen, dass er ein Geheimnis verbirgt, hinter dem viel mehr steckt als seine Gehörlosigkeit. Doch wie soll Jacob ihr zeigen, wie seine Welt ist, wenn er in der absoluten Stille zu Hause ist, zu der Laura so wenig Zugang hat?

"(...) ein sehr intensives Buch, das unter die Haut geht."(Monika Fuchs, Thalia)

Angelika Lauriel schreibt Bücher für Kinder, Ju¬gendliche und Erwachsene in den Genres Krimi, Beziehungsroman, unterhaltender Familienroman und Fantasy für verschiedene Verlage sowie im Selbstverlag. Unter ihrem zweiten Pseu¬donym Laura Albers finden ihre geneigten Leser und Lese¬rinnen berührende Liebesromane.
Im Alltagsleben arbeitet die Autorin in Teilzeit als För-derlehrerin für Deutsch als Zweitsprache und ist Mutter einer fünfköpfigen Familie. Ihre Heimat ist das Saarland. Viele, aber nicht alle ihrer Romane spielen dort.

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

25.04.2018

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

336

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

25.04.2018

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

19/12/2,3 cm

Gewicht

358 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7528-3494-9

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Berührender Young-Adult-Roman

booklover2011 am 25.01.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Inhalt (vom Klappentext übernommen): Laura hat das Gefühl, ständig für all das kämpfen zu müssen, was für andere Sechzehnjährige selbstverständlich ist. Nur ihr „Schutzengel“, Kindheitsfreund Jacob, schenkt ihr Gelassenheit. Der stille Junge steht Tag für Tag eine Stunde an ihrem Zaun - ein Ritual, das genauso zu seinem Leben gehört wie zu ihrem. Und doch hat Jacob noch nie etwas zu ihr gesagt, denn er ist taubstumm. Als Laura sich mit Dennis anfreundet, hofft sie, durch ihn mehr Freiheit zu erleben. Doch schon nach kurzer Zeit fühlt sie sich von ihm noch mehr eingeengt als von ihrer überfürsorglichen Mutter. In ihrem Kummer nähert Laura sich Jacob an, und jetzt, wo sie ihn besser kennenlernt, beginnt sie zu ahnen, dass er ein Geheimnis verbirgt, hinter dem viel mehr steckt als seine Gehörlosigkeit. Doch wie soll Jacob ihr zeigen, wie seine Welt ist, wenn er in der absoluten Stille zu Hause ist, zu der Laura so wenig Zugang hat? Meinung: Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Das Buch ist aus der dritten Erzählperspektive von Laura und Jacob geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Laura fühlt sich von ihrer überfürsorglichen und überbeschützenden Mutter sehr eingeengt. Am Tag von Lauras Geburt war diese in einen Autounfall verwickelt und hat diesen nicht wirklich verarbeiten können und lässt ihre Sorgen und Ängste an ihrer Tochter aus. Dass sie diese dadurch erstickt, sieht sie leider nicht. Jacob kann nicht hören und nicht sprechen. Durch das Buch habe ich erfahren, dass der Begriff taubstumm für Gehörlöse diskriminierend ist, da sie ja mit Hilfe der Gebärdensprache kommunizieren können und dadurch nicht stumm sind. Jacob hat einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, so dass er Gefühle und Stimmungen an anderen Personen wahrnehmen kann und sie auch anhand ihres Geruchs identifizieren kann. Dadurch kann er sich nochmal besser in der Welt zurechtfinden. Authentisch zeigt die Autorin, mit welchen Schwierigkeiten und Vorurteilen Jacob zu kämpfen hat, seien es ignorante Menschen oder das er einen Radfahrer nicht hören kann, der ihn beinahe umfährt. Laura und Jacob kennen sich seit ihrer Kindheit, doch miteinander kommuniziert haben sie nicht. Er hat sie aus der Ferne beobachtet, sie haben sich zugewinkt und sie bezeichnet ihn als ihren Schutzengel, mehr Kontakt gab es nicht. Doch eines Tages ändert sich das. Ihre Annäherung und zarte Freundschaft ist sehr einfühlsam beschrieben worden. Die Gefühle der Charaktere wurden sehr gut dargestellt und beschrieben, so dass ich nicht anders konnte als mit ihnen mitzufiebern und mitzuleiden. Ein sehr berührender und intensiver Liebesroman mit außergewöhnlichen und authentischen Charakteren, die sich im Laufe der Geschichte glaubhaft weiterentwickeln. Ein wahrer Lesegenuss. Fazit: Ein berührender, gefühlvoller und intensiver Roman über die erste Liebe, Freundschaft, Verlust und dem Weg zu sich selbst. Herausragend und authentisch dargestellte Charaktere runden das Lesevergnügen perfekt ab. Absolute Leseempfehlung für alle die romantischen Geschichten mit Tiefgang und viel Gefühl lieben.

Berührender Young-Adult-Roman

booklover2011 am 25.01.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Inhalt (vom Klappentext übernommen): Laura hat das Gefühl, ständig für all das kämpfen zu müssen, was für andere Sechzehnjährige selbstverständlich ist. Nur ihr „Schutzengel“, Kindheitsfreund Jacob, schenkt ihr Gelassenheit. Der stille Junge steht Tag für Tag eine Stunde an ihrem Zaun - ein Ritual, das genauso zu seinem Leben gehört wie zu ihrem. Und doch hat Jacob noch nie etwas zu ihr gesagt, denn er ist taubstumm. Als Laura sich mit Dennis anfreundet, hofft sie, durch ihn mehr Freiheit zu erleben. Doch schon nach kurzer Zeit fühlt sie sich von ihm noch mehr eingeengt als von ihrer überfürsorglichen Mutter. In ihrem Kummer nähert Laura sich Jacob an, und jetzt, wo sie ihn besser kennenlernt, beginnt sie zu ahnen, dass er ein Geheimnis verbirgt, hinter dem viel mehr steckt als seine Gehörlosigkeit. Doch wie soll Jacob ihr zeigen, wie seine Welt ist, wenn er in der absoluten Stille zu Hause ist, zu der Laura so wenig Zugang hat? Meinung: Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Das Buch ist aus der dritten Erzählperspektive von Laura und Jacob geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Laura fühlt sich von ihrer überfürsorglichen und überbeschützenden Mutter sehr eingeengt. Am Tag von Lauras Geburt war diese in einen Autounfall verwickelt und hat diesen nicht wirklich verarbeiten können und lässt ihre Sorgen und Ängste an ihrer Tochter aus. Dass sie diese dadurch erstickt, sieht sie leider nicht. Jacob kann nicht hören und nicht sprechen. Durch das Buch habe ich erfahren, dass der Begriff taubstumm für Gehörlöse diskriminierend ist, da sie ja mit Hilfe der Gebärdensprache kommunizieren können und dadurch nicht stumm sind. Jacob hat einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, so dass er Gefühle und Stimmungen an anderen Personen wahrnehmen kann und sie auch anhand ihres Geruchs identifizieren kann. Dadurch kann er sich nochmal besser in der Welt zurechtfinden. Authentisch zeigt die Autorin, mit welchen Schwierigkeiten und Vorurteilen Jacob zu kämpfen hat, seien es ignorante Menschen oder das er einen Radfahrer nicht hören kann, der ihn beinahe umfährt. Laura und Jacob kennen sich seit ihrer Kindheit, doch miteinander kommuniziert haben sie nicht. Er hat sie aus der Ferne beobachtet, sie haben sich zugewinkt und sie bezeichnet ihn als ihren Schutzengel, mehr Kontakt gab es nicht. Doch eines Tages ändert sich das. Ihre Annäherung und zarte Freundschaft ist sehr einfühlsam beschrieben worden. Die Gefühle der Charaktere wurden sehr gut dargestellt und beschrieben, so dass ich nicht anders konnte als mit ihnen mitzufiebern und mitzuleiden. Ein sehr berührender und intensiver Liebesroman mit außergewöhnlichen und authentischen Charakteren, die sich im Laufe der Geschichte glaubhaft weiterentwickeln. Ein wahrer Lesegenuss. Fazit: Ein berührender, gefühlvoller und intensiver Roman über die erste Liebe, Freundschaft, Verlust und dem Weg zu sich selbst. Herausragend und authentisch dargestellte Charaktere runden das Lesevergnügen perfekt ab. Absolute Leseempfehlung für alle die romantischen Geschichten mit Tiefgang und viel Gefühl lieben.

Eine leise und einfühlsame Liebesgeschichte

Hannah- Lena am 25.01.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Laura und Jakob sind Nachbarn und fühlen schon seit Kindheitstagen eine besondere Verbundenheit zueinander, ohne jemals ein Wort miteinander zu wechseln. Jakob ist gehörlos und wohnt bei seinen liebevollen Großeltern. Die sechzehnjährige Laura wächst, von ihrer überängstlichen Mutter eingeengt, sehr behütet auf. Mit der Beziehung zu ihrem Mitschüler Dennis erhofft sich Laura mehr Freiheit. Als ihr erste Zweifel kommen, steht Jakob ihr als Freund zur Seite.... Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin und die Sichtweise sowohl aus Lauras als auch aus Jakobs Perspektive ermöglicht dem Leser ein leichtes Eintauchen in die Geschichte. Haupt- und Nebencharaktere sind gleichermaßen detailliert und authentisch dargestellt. Eingebettet in eine süße und leise Liebesgeschichte greift Angelika Lauriel Themen auf, die für Heranwachsende Jugendliche sehr wichtig sind: Die erste Liebe... der Wunsch nach Freiheit und Loslösung von den Eltern... die Angst vor der eigenen Courage...Verantwortung für das eigene Handeln... Gruppenzwang oder Individualität? .... Einfühlsam, aber dennoch sehr intensiv trägt die Autorin das Gefühlsleben von Lauren und Jakob an uns heran. Das Thema der Gehörlosigkeit gibt dem Buch noch eine besondere Tiefe. Sie „zwingt“ Lauren und den Leser zu einem zweiten Blick, zu besonderer Aufmerksamkeit und zum sich ganz Öffnen und aufeinander Einlassen. Für dieses einfühlsame und intensive Lesevergnügen vergebe ich 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine leise und einfühlsame Liebesgeschichte

Hannah- Lena am 25.01.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Laura und Jakob sind Nachbarn und fühlen schon seit Kindheitstagen eine besondere Verbundenheit zueinander, ohne jemals ein Wort miteinander zu wechseln. Jakob ist gehörlos und wohnt bei seinen liebevollen Großeltern. Die sechzehnjährige Laura wächst, von ihrer überängstlichen Mutter eingeengt, sehr behütet auf. Mit der Beziehung zu ihrem Mitschüler Dennis erhofft sich Laura mehr Freiheit. Als ihr erste Zweifel kommen, steht Jakob ihr als Freund zur Seite.... Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin und die Sichtweise sowohl aus Lauras als auch aus Jakobs Perspektive ermöglicht dem Leser ein leichtes Eintauchen in die Geschichte. Haupt- und Nebencharaktere sind gleichermaßen detailliert und authentisch dargestellt. Eingebettet in eine süße und leise Liebesgeschichte greift Angelika Lauriel Themen auf, die für Heranwachsende Jugendliche sehr wichtig sind: Die erste Liebe... der Wunsch nach Freiheit und Loslösung von den Eltern... die Angst vor der eigenen Courage...Verantwortung für das eigene Handeln... Gruppenzwang oder Individualität? .... Einfühlsam, aber dennoch sehr intensiv trägt die Autorin das Gefühlsleben von Lauren und Jakob an uns heran. Das Thema der Gehörlosigkeit gibt dem Buch noch eine besondere Tiefe. Sie „zwingt“ Lauren und den Leser zu einem zweiten Blick, zu besonderer Aufmerksamkeit und zum sich ganz Öffnen und aufeinander Einlassen. Für dieses einfühlsame und intensive Lesevergnügen vergebe ich 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️

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5/5

Was für ein Wahnsinnsbuch!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Mai 2016 habe ich per Zufall das Buch „Frostgras“ von Angelika Lauriel kennengelernt. Ein ganz besonderes Buch, das mich tief berührt hat. Leider ist dies Buch in einem Verlag erschienen, der eigentlich keine Romane veröffentlicht. So ist dieses Buch auch nicht wirklich erfolgreich gewesen, einfach weil die Leser gar nicht wussten, dass es das Buch gibt. Dabei ist es so schön und ich hätte ihm viele Leser gewünscht. Inzwischen gibt es das Buch leider nur noch als e-book. Die Autorin Angelika Lauriel schreibt inzwischen auch unter einem Pseudonym Bücher, die mehr dem vermeintlich gängigen Geschmack entsprechen. Wie habe ich mich gefreut, dass sie nun endlich wieder ein Buch unter ihrem Namen geschrieben hat. Und wieder ist es ein Buch, welches sehr ungewöhnlich und sehr berührend ist. Angelika Lauriel erzählt die Geschichte von Jacob und Laura, zwei Jugendlichen, die in der gleichen Straßen wohnen und sich eigentlich nur vom Sehen kennen. Laura ist zu Beginn des Buches 15 Jahre alt. Sie lebt mit ihrer Mutter zusammen. Der Vater hat die Familie verlassen und mit seiner zweiten Frau eine neue gegründet. Lauras Mutter Gesine kann auf Grund eines tragischen Vorfalls, der sich am Tag von Lauras Geburt zugetragen hat, ihre Tochter einfach nicht loslassen. Sie ist eine Glucke, die ihrer Tochter das Leben schwer macht. Jacob ist ein wenig älter. Er lebt mit seinen Großeltern zusammen. Und er ist gehörlos, hat dafür aber einen ausgesprochen starken Geruchssinn. Er kommuniziert nur über Gebärdensprache. Er kennt Laura, seit sie 3 Jahre alt ist. Und seit damals fühlt er sich von diesem Mädchen angezogen. Allerdings hält er Distanz zu ihr. Ihm genügt es, sie jeden Tag zu sehen. Und Laura empfindet ihn als eine Art Schutzengel. Doch in diesem Sommer, in dem der Hauptteil der Handlung spielt, ändert sich alles. Laura und Jacob verlieben sich das erste Mal. Und das führt fast zu einer Katastrophe. Die Autorin wechselt in ihrer Geschichte zwischen Laura und Jacob hin und her. Laura erzählt ihre Geschichte selbst. Jacobs Geschichte wird in der 3. Person erzählt. Zusätzlich geht die Geschichte immer wieder auch in die Vergangenheit zurück, so dass wir immer mehr über die beiden erfahren. Was ist damals passiert? Und was passiert in der Gegenwart? Mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen. Angelika Lauriel beschreibt sehr gut, wie schwierig es ist, erwachsen zu werden. Laura hat ihren ersten Freund. Doch der ist allerdings ganz anders als sie selbst. Die Autorin beschreibt die Schwierigkeit, für sich selbst einzustehen. Und Jacob, der sich durch seine Behinderung zumeist von Menschen fernhält. Seine Welt sind die Bücher. Doch dann passiert etwas, was die beiden einander näherbringt. Und nach und nach erkennen wir, was damals passiert ist. Am Anfang eines jeden Kapitels hat die Autorin ein Gedicht, bzw. Teile eines Gedichtes vorangestellt, die wunderbar zur Handlung der Geschichte passen. Insgesamt ist es ein sehr intensives Buch, das unter die Haut geht. Sie hat verschiedene Themen aufgegriffen und diese sensibel in ihre Handlung eingebaut. Es ist eine All-Age-Geschichte, die für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet, aber auch für Erwachsene ausgesprochen interessant ist. Mich hat besonders dieses Thema Gehörlosigkeit fasziniert. Ich habe dazu einiges gelernt, wie z.B. dass der Begriff Taubstumm für die Betroffenen eine Beleidigung ist. Denn stumm sind sie nicht. Sie können mit uns kommunizieren, nur eben nicht über die Lautsprache. Diese Menschen sind durch ihre Gehörlosigkeit sogar oft sensibler als andere Menschen, da sie viel aufmerksamer durch das Leben gehen. Ein ganz wunderbares Buch, dem ich ganz viele Leser wünsche.
5/5

Was für ein Wahnsinnsbuch!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Mai 2016 habe ich per Zufall das Buch „Frostgras“ von Angelika Lauriel kennengelernt. Ein ganz besonderes Buch, das mich tief berührt hat. Leider ist dies Buch in einem Verlag erschienen, der eigentlich keine Romane veröffentlicht. So ist dieses Buch auch nicht wirklich erfolgreich gewesen, einfach weil die Leser gar nicht wussten, dass es das Buch gibt. Dabei ist es so schön und ich hätte ihm viele Leser gewünscht. Inzwischen gibt es das Buch leider nur noch als e-book. Die Autorin Angelika Lauriel schreibt inzwischen auch unter einem Pseudonym Bücher, die mehr dem vermeintlich gängigen Geschmack entsprechen. Wie habe ich mich gefreut, dass sie nun endlich wieder ein Buch unter ihrem Namen geschrieben hat. Und wieder ist es ein Buch, welches sehr ungewöhnlich und sehr berührend ist. Angelika Lauriel erzählt die Geschichte von Jacob und Laura, zwei Jugendlichen, die in der gleichen Straßen wohnen und sich eigentlich nur vom Sehen kennen. Laura ist zu Beginn des Buches 15 Jahre alt. Sie lebt mit ihrer Mutter zusammen. Der Vater hat die Familie verlassen und mit seiner zweiten Frau eine neue gegründet. Lauras Mutter Gesine kann auf Grund eines tragischen Vorfalls, der sich am Tag von Lauras Geburt zugetragen hat, ihre Tochter einfach nicht loslassen. Sie ist eine Glucke, die ihrer Tochter das Leben schwer macht. Jacob ist ein wenig älter. Er lebt mit seinen Großeltern zusammen. Und er ist gehörlos, hat dafür aber einen ausgesprochen starken Geruchssinn. Er kommuniziert nur über Gebärdensprache. Er kennt Laura, seit sie 3 Jahre alt ist. Und seit damals fühlt er sich von diesem Mädchen angezogen. Allerdings hält er Distanz zu ihr. Ihm genügt es, sie jeden Tag zu sehen. Und Laura empfindet ihn als eine Art Schutzengel. Doch in diesem Sommer, in dem der Hauptteil der Handlung spielt, ändert sich alles. Laura und Jacob verlieben sich das erste Mal. Und das führt fast zu einer Katastrophe. Die Autorin wechselt in ihrer Geschichte zwischen Laura und Jacob hin und her. Laura erzählt ihre Geschichte selbst. Jacobs Geschichte wird in der 3. Person erzählt. Zusätzlich geht die Geschichte immer wieder auch in die Vergangenheit zurück, so dass wir immer mehr über die beiden erfahren. Was ist damals passiert? Und was passiert in der Gegenwart? Mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen. Angelika Lauriel beschreibt sehr gut, wie schwierig es ist, erwachsen zu werden. Laura hat ihren ersten Freund. Doch der ist allerdings ganz anders als sie selbst. Die Autorin beschreibt die Schwierigkeit, für sich selbst einzustehen. Und Jacob, der sich durch seine Behinderung zumeist von Menschen fernhält. Seine Welt sind die Bücher. Doch dann passiert etwas, was die beiden einander näherbringt. Und nach und nach erkennen wir, was damals passiert ist. Am Anfang eines jeden Kapitels hat die Autorin ein Gedicht, bzw. Teile eines Gedichtes vorangestellt, die wunderbar zur Handlung der Geschichte passen. Insgesamt ist es ein sehr intensives Buch, das unter die Haut geht. Sie hat verschiedene Themen aufgegriffen und diese sensibel in ihre Handlung eingebaut. Es ist eine All-Age-Geschichte, die für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet, aber auch für Erwachsene ausgesprochen interessant ist. Mich hat besonders dieses Thema Gehörlosigkeit fasziniert. Ich habe dazu einiges gelernt, wie z.B. dass der Begriff Taubstumm für die Betroffenen eine Beleidigung ist. Denn stumm sind sie nicht. Sie können mit uns kommunizieren, nur eben nicht über die Lautsprache. Diese Menschen sind durch ihre Gehörlosigkeit sogar oft sensibler als andere Menschen, da sie viel aufmerksamer durch das Leben gehen. Ein ganz wunderbares Buch, dem ich ganz viele Leser wünsche.

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