Produktbild: Das Lachen des Geckos

Das Lachen des Geckos Bei Félix Ventura kann man sich eine neue Vergangenheit bestellen. — Roman

3

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.07.2018

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,1/12,3/1,7 cm

Gewicht

218 g

Auflage

4

Originaltitel

O Vendedor de Passados

Übersetzt von

Michael Kegler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20805-6

Beschreibung

Rezension

»Gibt es noch so etwas wie eine Magie des Erzählens? Jene schwer zu definierende Mischung aus ungewöhnlicher Fantasie, der Verführungskraft einer geschliffenen Sprache und einem Symbolismus, der nicht in dekorativen Bildern schwelgt, sondern fest in einer spannungsvoll erzählten Wirklichkeit wurzelt? Skeptiker müssen da voller Bedenken den Kopf wiegen, denn in der Tat sind solche Kombinationen nicht jedem Produkt der ›Massenware‹ Literatur zuzuschreiben. In diesem kleinen, poetisch verdichteten Roman aber sind alle diese Elemente mit solcher Souveränität eingesetzt, dass man mit freudiger Verblüffung nur von einem großen Roman sprechen mag.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Etwas wie Magie breitet sich über den Roman: Man kann Wirklichkeit erschaffen, wenn man es nur will. José Eduardo Agualusa hat auf eine unnachahmliche Weise über angolanische Geschichte geschrieben. Und dem Übersetzer Michael Kegler ist etwas dem Leser Wohltuendes gelungen.« ("Neues Deutschland")
»Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man sich der scharfsinnigen Weltsicht von José Eduardo Agualusa – vermittelt über den subtilen Humor des erzählenden Geckos – nicht entziehen. Dem angolanischen Autor ist hier ein überzeugender Roman gelungen, der in einem verwirrenden Spiel mit Fiktion und Wirklichkeit die Spannung des Lesers bis zu einem fulminanten Finale aufrechterhält.« ("Junge Welt")
»Zwischen Satire auf die politischen Verhältnisse und magischem Realismus bewegt sich dieser Roman des im portugiesischen Sprachraum zahlreich prämiertem Autors. Es geht um Fragen der Identität, der Vergangenheitsbewältigung und der Fiktionalisierung von Lebenswegen. Der Roman bietet Einblicke in die jüngste Geschichte eines afrikanischen Landes voller Wunden und endet dennoch hoffnungsvoll.« ("Buchprofile")
»Agualusa hat einen wunderschönen, poetischen Roman geschrieben, der einen geradezu magisch fesselt, immer wieder zum Schmunzeln bringt und bei dem man nie Zweifel hat, dass man das Lachen des Geckos hören kann.« ("LoNam - das afrikanische Magazin")
»Man muss sich einlassen können auf diese ungewöhnliche Geschichte. Aber dann wird man belohnt mit einer feinen Sprache, einer überbordenden Fantasie und etwas Aussergewöhnlichem: einer Lektüre jenseits der üblichen Normen.« ("literaturgarage.de")
»Wunderbare Prosa – voller Anmut, Lebendigkeit, Witz und herrlichem Ideenreichtum.« ("The Independent")
»Eine poetische, verführerische Betrachtung über die Wahrheit und die Kunst, Geschichten zu erzählen. Dass in einem Buch, das von der Unbeständigkeit der Wahrheit und der Ambiguität unserer Identität erzählt, mühelos Genregrenzen überschritten werden, passt vollkommen. Von Traumlandschaften wie im magischen Realismus bis hin zu einem packenden politischen Thriller ist alles enthalten.« ("New Internationalist")
»Ein wunderbarer, bewegender und aufschlussreicher Roman über das moderne Afrika, über Gedächtnis und Erinnerung, über das Leid und die Standhaftigkeit der Hoffnung. Agualusas geistreiche Originalität und tiefe Humanität sind bemerkenswert.« ("The Independent")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.07.2018

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,1/12,3/1,7 cm

Gewicht

218 g

Auflage

4

Originaltitel

O Vendedor de Passados

Übersetzt von

Michael Kegler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20805-6

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    14.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Lehrreich, unterhaltsam, spannend

    Für Freunde guter, leicht lesbarer Bücher ein MUSS. Man erfährt etwas über die ehemalige Kolonie in Angola, wird vorzüglich unterhalten und als Bonus ist es auch spannend wie ein Krimi. Man sollte sich unbedingt auf dieses Buch einlassen.

  • Bewertung

    5/5

    19.10.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Buch wie ein Traum

    Félix Ventura erschafft, im wahrsten Sinne des Wortes, Vergangenheit! Einer seiner Kunden wird zu José Buchmann, der immer mehr in der neuen Identität aufgeht und sogar Nachforschungen über die Personen, Orte und Begebenheiten durchführt, die Ventura erfunden hat. Erzählt wird die Geschichte von Eulálio einen Gecko, der durch das Haus huscht und seine Bewohner und Besucher beobachtet. Angualusas großartiges Buch besticht mit einer wunderschönen Sprache und einer einzigartigen Handlung.

  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    4/5

    08.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Was ist Traum? Was ist…

    Was ist Traum? Was ist Wirklichkeit? Kann die eigene Vergangenheit verändert werden? Ist es möglich, alternative Identitäten zu übernehmen? Der angolanische Schriftsteller José Eduardo Agualusa betreibt in diesem Roman, mit Bezug zur Geschichte Angolas mit seiner Hauptstadt Luanda, ein Verwirrspiel. Angola ist seit 1975 unabhängig von der einstigen Kolonialmacht Portugal. Der seit 1961 geführte Freiheitskampf mündete in einem autoritären Staat, in dem Korruption und Menschenrechtsverletzungen den Alltag bestimmen. Der Roman entstand drei Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit. Der Autor schreibt aus der ungewöhnlichen Perspektive des Geckos Eulálio, der in einem früheren Leben Menschengestalt hatte. Mit seinem Herrn, dem Albino Félix Ventura, einem Antiquar, verbindet ihn eine quasi telepathische Verbindung. Sie begegnen sich in der Welt der Träume. Félix Ventura wurde einst als Findelkind in einem Körbchen vor der Tür des Antiquars Fausto Bendito Ventura, einem Mulatten, abgegeben. Insofern entwickelte er, ebenso wie der Gecko, eine Leidenschaft für Bücher. Beruflich beschäftigt er sich mit erfundenen Stammbäumen und alternativen Vergangenheiten. Bezüge zur Politik sind bereits bei seiner Haushaltshilfe Esperança Job Sapalo erkennbar, die einst ein Massaker überlebt hat. Das Leben in Angola ist auch wegen der vielen Landminen gefährlich. Eines Tages erscheint bei Ventura ein Fremder, der eine andere Identität bzw. Vergangenheit erwerben möchte. Der Fremde erhält Papiere auf den Namen José Buchmann mit Vergangenheit (Großvater Cornélio Buchmann, Eltern Mateus Buchmann und Eva Miller). Er ist in der Folgezeit häufiger Gast bei Ventura. Auch Venturas Freundin Ȃngela Lύcia zählt zu den häufigen Besuchern. Querverbindungen werden im Laufe der Geschichte gelüftet. Unverständlich ist, dass Buchmann eines Tages Ventura, zusammen mit dem Bettler und ehemaligem Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit Edmundo Barata dos Reis, besucht, den er ein Kapitel später im Antiquariat wegen verschiedener Vergehen mit einer Waffe bedroht. Eingestreut in die Erzählung sind einige Traumsequenzen, die zusammen mit den Erzählungen des Geckos dazu beitragen, dass sich die Leser auf eine Gratwanderung begeben zwischen Fantasie und Realität. Nicht nur die Vergangenheit wird manipuliert, sondern Traum und Wirklichkeit vermischen sich auch auf der Metaebene der Erzählung. Es handelt sich um ein Buch, welches man ein zweites Mal lesen sollte, um den Inhalt zu erfassen. Agualusa arbeitet mit markanten sprachlichen Bildern und einer ungewohnten Erzählperspektive. So wie es auf die Politik Angolas verschiedene Perspektiven gibt, gibt es diese auch im Hinblick auf Menschen und bezogen auf diesen Roman.

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