Produktbild: Die Kinder unseres Viertels

Die Kinder unseres Viertels Roman

3

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2018

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

19,1/12,8/4,5 cm

Gewicht

570 g

Farbe

Beige / Himbeer

Auflage

4

Originaltitel

Awlad Haratina

Übersetzt von

Doris Kilias

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20810-0

Beschreibung

Rezension

»Ein Buch wie ein Vulkan.« ("Rhein-Zeitung")
»Die Parabel von der ewigen Spirale der Gewalt, vom Segen der Demokratie und vom Fluch des Vergessens verpackt Machfus in Action pur bis zur letzten Seite.« ("Frankfurter Rundschau")
»Alle wortreich gepflegten Zweifel, ob Machfus den Nobelpreis wirklich verdient oder nur deshalb bekommen habe, weil zwischendurch auch mal ein arabischer Autor an der Reihe gewesen sei, entlarvt dieser Roman als ahnungslose oder vorsätzliche üble Nachrede.« ("Deutsches Allgmeines Sonntagsblatt")
»Das ist allerhöchste arabische Erzählkunst und dementsprechend fesselnd zu lesen.« ("Die Weltwoche")
»Zum Schönsten der allegorischen Menschheitsgeschichte gehören die präzisen Stimmungsbilder am Rand der Wüste. Dann hat die lesende Person das Gefühl, als schmecke sie die unvergleichliche Luft von Kairo.« ("Tages-Anzeiger")
»Ein Buch von besonderer erzählerischer Schönheit.« ("Südkurier")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2018

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

19,1/12,8/4,5 cm

Gewicht

570 g

Farbe

Beige / Himbeer

Auflage

4

Originaltitel

Awlad Haratina

Übersetzt von

Doris Kilias

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20810-0

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Parabel auf die Menschheitsgeschichte

    Die Geschichte beginnt damit, dass Gabalawi, übermenschlicher Stammvater des Viertels und Stiftungsgründer, zunächst seinen Sohn Idris, der sich ungerecht behandelt fühlt und später auch seinen auserwählten Sohn Adham, nachdem dieser verführt wurde, aus seinem großen Haus mit dem paradiesischen Garten vertreibt. Sie müssen sich künftig in der Wüste, jenseits des großen Hauses, eine neue Existenz aufbauen. Damit beginnt die Menschheitsgeschichte, über die - in Zeitsprüngen - über mehrere Generationen hinweg berichtet wird. Mit diesem 1959 erschienen Buch hat Nagib Machfus Literaturgeschichte geschrieben. Es enthält zahlreiche religiöse bzw. archaische Bezüge. Biblische Figuren wie Adam, Kain und Abel, Moses, Jesus und Mohammed sind erkennbar. Die weltliche Darstellung des Propheten Mohammed dürfte der Grund dafür sein, dass das Buch erst 2006 in Ägypten erschienen ist. In anderen Ländern war es ein großer Erfolg. Die Menschen leben außerhalb des Paradieses unter Regime der Gewalt (symbolisiert durch die jeweiligen Verwalter der Stiftung), die ihre Macht mittels der Wächter ausüben und das Volk unterdrücken. Von Zeit zu Zeit tauchen Heilsbringer auf, die eine Revolution zum Guten auslösen. Diese Phasen sind immer kurz. Die Heilsbringer verteilen das Stiftungsvermögen gerecht, haben aber nur Wirkung auf Zeit. Die ursprünglichen Botschaften werden im Laufe der Zeit verfälscht. Stets folgt die erneute Unterdrückung des Volkes. Die Gesellschaft verfällt in alte Muster. Aufschlussreich ist der Aufbruch in die Neuzeit, für die der Magier Arafa steht. Hier geht es symbolisch um den Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion. Kann die Wissenschaft die Menschheitsprobleme lösen? Es entsteht ein teuflischer Pakt. Auch wenn die Leser Einblick in die Denkstrukturen der Macht erhalten, bleibt diese Frage letztlich offen. Das Paradies erfordert die strenge Einhaltung von Regeln. Gabalawi steht für die Überwachung dieser Regeln. Verfehlungen haben harte Konsequenzen. Der Mensch ist verführbar und für das Paradies nicht geeignet. Seine Selbstverwaltung versagt. Auch wenn sich in den verschiedenen Epochen die Geschichte wiederholt, ist das Buch keineswegs langweilig. Es ist ja gerade dieses Muster im Verhalten der Menschheit, welches Autor Machfus in diesem Roman thematisiert. Der Mensch steckt voller Hoffnungen und Ideale, aber auch voller Widersprüche. Das große Haus erinnert an das Gaballand in seinem Werk "Die Reise des Ibn Fattuma". Es entspringt der menschlichen Fähigkeit zu reflektieren und der daraus resultierenden Sehnsucht nach Vollkommenheit. "Die Kinder unseres Viertels" gehört zu den einflussreichen Werken von Nagib Machfus.

  • Bewertung

    5/5

    05.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein großartiges Buch. Machfus...

    Ein großartiges Buch. Machfus erzählt die Geschichte der Menschheit, mit all ihren Ungerechtigkeiten und Konflikten, und ihrer Suche nach Hoffnung und Hilfe in den Religionen, mit einem Gleichnis. Ein wunderbar erzählter Roman, den man lange im Gedächtnis behält!

  • Bewertung

    aus Wien

    3/5

    03.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Gewöhnungsbedürftig aber gut

    "Die Kinder unseres Viertels / أولاد حارتنا‎" ist ein Roman des ägyptischen Schriftstellers Nagib Machfus / نجيب محفوظ عبد العزيز ابراهيم احمد الباشا in dem er versucht, die Geschichte(n) der drei großen abrahamitischen Religionen parabelhaft anhand der Geschichte(n) eines Viertels zu erzählen. Jede der Hauptfiguren, bis auf die letzte, Arafa, der für die modernen Wissenschaften steht, findet sich in den Heiligen Schriften des Judentums, Christentums und des Islam wieder. Und doch sind die Charaktere in dem Roman eigenständig und ähneln nur oberflächlich ihren Vorbildern: Die Geschichte Rifaas, der für Jesus steht, ähnelt beispielsweise nur wenig dem, was im Neuen Testament berichtet wird. Der Stil Machfus' ist in diesem Buch gewöhnungsbedürftig: Er klingt teilweise gestelzt und oft auch banal. Das liegt aber nur daran, dass er mit diesem Roman ein modernes Märchen schaffen wollte, was ihm gelungen ist. Und für ein Märchen ist die Wahl dieses Stils durchaus passend. Eine sehr spannende und lehrreiche Geschichte!

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Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Aras Hesso

    Aras Hesso

    Thalia Mayersche Bochum

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    5/5

    13.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein sehr lesenswerter Roman.

    Das Buch beschäftigt sich mit den drei monotheistischen Religionen. Es ist in Form einer Parabel geschrieben. Dabei geht es um einen Vater, der seine Söhne verstößt. Die Nachkommen verstricken sich in Gewalt. Drei Personen versuchen, die Harmonie wieder herzustellen. Man erkennt deutlich Mose, Jesus und Mohammed. Es gibt viele Parallelen zur Bibel und zum Koran. Am Ende gibt es noch einen Weisen, der die Existenz des Vaters anzweifelt. Das besondere an diesem Buch ist, dass es 30 Jahre lang in Ägypten verboten war. Gegen den Autor wurde eine Fatwa ausgesprochen, und es gab auch ein Attentat. Im Prinzip erzählt Nagib Machfus die Menschheitsgeschichte als Geschichte einer großen Familie. Ein Buch, das Anstöße zum Denken gibt.

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