Die Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung im Nationalsozialismus 1933 - 1945
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
20.04.2017
Verlag
SpringerSeitenzahl
270 (Printausgabe)
Dateigröße
31241 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783662544006
Auf Basis intensiver Archivforschung legt der Historiker Timo Baumann eine Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung (DGK) im Nationalsozialismus vor. Er untersucht die Entwicklung dieser 1927 gegründeten medizinischen Fachgesellschaft in organisatorischer, personeller und medizinisch-wissenschaftlicher Hinsicht. Analysiert wird die Organisations- und Mitgliederentwicklung der wachsenden DGK, die als kleiner Kreis von Spitzenforschern 1932 rund 200 Mitglieder hatte. Besonderes Augenmerk gilt Ärzten, die als Konsequenz staatlicher Verfolgung ab 1933 sukzessive von den Mitgliederlisten verschwanden. Prozesse von Anpassung und Verdrängung werden am persönlichen Schicksal verfolgter Mitglieder nachgezeichnet, zu denen auch DGK-Begründer Bruno Kisch zählte. Den zweiten Schwerpunkt bildet die NS-Verstrickung von Amts- und Preisträgern sowie Mitgliedern der Gesellschaft, auch über das Jahr 1941 mit der letzten Jahrestagung im Krieg hinaus. Der Autor zeigt Formen der Anpassung an ein Regime, das nur noch kriegs- oder staatswichtige Forschung förderte. Nachgezeichnet wird die medizinische Wehrforschung etlicher Mitglieder, die sich insbesondere an der Ermöglichung des Höhenfluges, 1942 an der Luftwaffentagung "Seenot und Winternot" sowie an Kälteversuchen beteiligten. Es ergibt sich daraus ein differenziertes Bild individueller Verstrickung und Schuld, der Aufweichung ärztlicher Ethik in einer zunehmend auf militärische Interessen reduzierten medizinischen Spezialforschung.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice