Die Evolution der Sprache

Wie die Menschheit zu ihrer größten Erfindung kam

Beck Paperback Band 4507

Guy Deutscher

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Beschreibung

Klug, ungeheuer kenntnisreich und voller Witz vermittelt Guy Deutscher die neuesten Erkenntnisse der Linguistik. Er beschreibt, wie alltägliche Gewohnheiten die eindrucksvollsten Sprachstrukturen hervor- und auch wieder zu Fall bringen. Und nebenbei beantwortet er in diesem Buch auch noch Fragen wie: Warum haben die meisten Sprachen kein Verb für «haben»? Warum sagte Luther schlecht», wenn er doch das Gegenteil meinte? Und warum scheinen Türken rückwärts zu sprechen?
Fast so alt wie die Sprache, diese «größte Erfindung der Menschheit - obwohl sie natürlich nie erfunden wurde», scheint die Rede vom Niedergang der Sprache zu sein. Tatsächlich wandelt sie sich fortwährend. Doch die gleichen Kräfte, die ihren Verfall und Wandel befeuern, haben die beispiellose Entwicklung der Sprache erst möglich gemacht. Anhand einer Fülle von Beispielen zeigt Guy Deutscher, wie die ausgeklügelten Grammatiken, enormen Vokabularien und komplexen Bedeutungszusammenhänge unserer heutigen Sprachen entstehen konnten und welche Triebfedern sie permanent in Bewegung halten.

Produktdetails

Verkaufsrang 53743
Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 18.09.2018
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 381 (Printausgabe)
Dateigröße 13468 KB
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Martin Pfeiffer
Sprache Deutsch
EAN 9783406727504

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Die Gesetze des Sprachwandels

S.A.W aus Salzburg am 17.09.2018

Bewertet: eBook (PDF)

Guy Deutscher gibt einen klaren Crash-Kurs in Linguistik, die aus der Gegenwart die Sprachen der Vergangenheit rekonstruieren kann und umgekehrt und beantwortet so nebenbei die Frage, wann der Mensch die Sprache „erfunden“ hat. Sprache beginnt mit den Zwei-Wort-Satz „werfen Speer“, mit dem eine klare Handlungsanweisung gegeben werden kann. Dies schaffen Kleinkinder mit etwa eineinhalb Jahren, Schimpansen schaffen es nicht, selbst wenn sie in Labors bis zu 300 Begriffe lernen wie der legendäre Kanzi. Diese Leistung entwickelte sich vor 1,5 Mill Jahren (H. erectus) oder erst vor 40.000 J (H. sapiens). Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte in einer langen Entwicklungszeit von Begriffen zu 2-Wort-Sätzen hin zu komplexer Grammatik, wo es z.B. das Latein kennt. Die Grammatikregeln der Verknüpfung der Worte, um die Satzbedeutung klar zu machen sind hierarchisch, ein Hauptsatz ist wichtiger als der Nebensatz, S-P-O sind wichtiger als Nebenworte. Es gibt klare Begriffe von Dingen, Abstrakte und Tätigkeiten und diverse Partikel und Endungen, die keine eigene Bedeutung haben, sondern nur Wortrelationen bezeichnen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten. Die Satzstellung S-P-O im Englischen kommt ohne Suffixe aus, das Lateinische und viele antike Sprachen definieren Deklination und Konjugation über Endbuchstaben, das Deutsche arbeitet mit Präfixen und Suffixen und kann dadurch sehr variabel gestaltet werden. Da sich Sprachen durch Lautverschiebungen und Grammatikevolution laufend verändert, ist die riesige Vielzahl von tausenden Sprachen entstanden. So variieren die semitischen Sprachen eine 3-Konsonanten-Wurzel mit drei Vokal-Slots. Je nachdem, welche Vokale eingefügt werden, sind Zeiten und Verknüpfungen sowie abgeleitete Wörter ausgedrückt. So wird s- s-l-m zu salam (das in Frieden Sein), muslim (einer, der in Frieden sein lässt) und Islam (Unterwerfung unter Gott). Wer Fremdsprachen lernt, beklagt meist die Unregelmäßigkeit der tausenden Ausnahmen. Diese sind Zeugen der Vergangenheit und der ständigen Wandlung der Sprachen. (Niemand könnte heute noch Althochdeutsch verstehen, außer ein Linguist) Die Motive dafür sind Vereinfachung, Expressivität und Analogie. Gleichzeitig baut die Sprache aber durch Differenzierung und Übertragung von Metaphern vom Konkreten hin zum Abstrakten immer neue Wörter auf. Eine These besagt, dass kleine Stämme ohne viel Kontakt komplexere Sprachstrukturen aufbauen, während große Zivilisation einem großen Vereinfachungsdruck ausgesetzt sind. So hatte Indogermanisch (in Südrussland isoliert) 8 Fälle, die Weltsprache Englisch hat nur mehr einen. Die Eleganz dieses Buches liegt in den einfachen Beispielen, die die Grammatikevolution leicht verstehbar machen, wobei der Autor ganz ohne Fachausdrücke auskommt, sodass der Aufbau verschiedener Sprachen sofort einleuchtet. Nachdem ich mehrere germanische und romanische Sprachen, sowie Latein und Altgriechisch gelernt habe haben mich die Sprachveränderungen schon immer beschäftigt. Noam Chomsky war mir aber zu kompliziert, während ich bei Guy Deutscher sofort Antwort auf alle meine Fragen bekommen habe. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Kinder des Tantalus“

Die Gesetze des Sprachwandels

S.A.W aus Salzburg am 17.09.2018
Bewertet: eBook (PDF)

Guy Deutscher gibt einen klaren Crash-Kurs in Linguistik, die aus der Gegenwart die Sprachen der Vergangenheit rekonstruieren kann und umgekehrt und beantwortet so nebenbei die Frage, wann der Mensch die Sprache „erfunden“ hat. Sprache beginnt mit den Zwei-Wort-Satz „werfen Speer“, mit dem eine klare Handlungsanweisung gegeben werden kann. Dies schaffen Kleinkinder mit etwa eineinhalb Jahren, Schimpansen schaffen es nicht, selbst wenn sie in Labors bis zu 300 Begriffe lernen wie der legendäre Kanzi. Diese Leistung entwickelte sich vor 1,5 Mill Jahren (H. erectus) oder erst vor 40.000 J (H. sapiens). Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte in einer langen Entwicklungszeit von Begriffen zu 2-Wort-Sätzen hin zu komplexer Grammatik, wo es z.B. das Latein kennt. Die Grammatikregeln der Verknüpfung der Worte, um die Satzbedeutung klar zu machen sind hierarchisch, ein Hauptsatz ist wichtiger als der Nebensatz, S-P-O sind wichtiger als Nebenworte. Es gibt klare Begriffe von Dingen, Abstrakte und Tätigkeiten und diverse Partikel und Endungen, die keine eigene Bedeutung haben, sondern nur Wortrelationen bezeichnen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten. Die Satzstellung S-P-O im Englischen kommt ohne Suffixe aus, das Lateinische und viele antike Sprachen definieren Deklination und Konjugation über Endbuchstaben, das Deutsche arbeitet mit Präfixen und Suffixen und kann dadurch sehr variabel gestaltet werden. Da sich Sprachen durch Lautverschiebungen und Grammatikevolution laufend verändert, ist die riesige Vielzahl von tausenden Sprachen entstanden. So variieren die semitischen Sprachen eine 3-Konsonanten-Wurzel mit drei Vokal-Slots. Je nachdem, welche Vokale eingefügt werden, sind Zeiten und Verknüpfungen sowie abgeleitete Wörter ausgedrückt. So wird s- s-l-m zu salam (das in Frieden Sein), muslim (einer, der in Frieden sein lässt) und Islam (Unterwerfung unter Gott). Wer Fremdsprachen lernt, beklagt meist die Unregelmäßigkeit der tausenden Ausnahmen. Diese sind Zeugen der Vergangenheit und der ständigen Wandlung der Sprachen. (Niemand könnte heute noch Althochdeutsch verstehen, außer ein Linguist) Die Motive dafür sind Vereinfachung, Expressivität und Analogie. Gleichzeitig baut die Sprache aber durch Differenzierung und Übertragung von Metaphern vom Konkreten hin zum Abstrakten immer neue Wörter auf. Eine These besagt, dass kleine Stämme ohne viel Kontakt komplexere Sprachstrukturen aufbauen, während große Zivilisation einem großen Vereinfachungsdruck ausgesetzt sind. So hatte Indogermanisch (in Südrussland isoliert) 8 Fälle, die Weltsprache Englisch hat nur mehr einen. Die Eleganz dieses Buches liegt in den einfachen Beispielen, die die Grammatikevolution leicht verstehbar machen, wobei der Autor ganz ohne Fachausdrücke auskommt, sodass der Aufbau verschiedener Sprachen sofort einleuchtet. Nachdem ich mehrere germanische und romanische Sprachen, sowie Latein und Altgriechisch gelernt habe haben mich die Sprachveränderungen schon immer beschäftigt. Noam Chomsky war mir aber zu kompliziert, während ich bei Guy Deutscher sofort Antwort auf alle meine Fragen bekommen habe. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Kinder des Tantalus“

Die Gesetze des Sprachwandels

S.A.W aus Salzburg am 17.09.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Guy Deutscher gibt einen klaren Crash-Kurz in Linguistik, die aus der Gegenwart die Sprachen der Vergangenheit rekonstruieren kann und umgekehrt und beantwortet so nebenbei die Frage, wann der Mensch die Sprache „erfunden“ hat. Sprache beginnt mit den Zwei-Wort-Satz „werfen Speer“, mit dem eine klare Handlungsanweisung gegeben werden kann. Dies schaffen Kleinkinder mit etwa eineinhalb Jahren, Schimpansen schaffen es nicht, selbst wenn sie in Labors bis zu 300 Begriffe lernen wie der legendäre Kanzi. Diese Leistung entwickelte sich vor 1,5 Mill Jahren (H. erectus) oder erst vor 40.000 J (H. sapiens). Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte in einer langen Entwicklungszeit von Begriffen zu 2-Wort-Sätzen hin zu komplexer Grammatik, wo es z.B. das Latein kennt. Die Grammatikregeln der Verknüpfung der Worte, um die Satzbedeutung klar zu machen sind hierarchisch, ein Hauptsatz ist wichtiger als der Nebensatz, S-P-O sind wichtiger als Nebenworte. Es gibt klare Begriffe von Dingen, Abstrakte und Tätigkeiten und diverse Partikel und Endungen, die keine eigene Bedeutung haben, sondern nur Wortrelationen bezeichnen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten. Die Satzstellung S-P-O im Englischen kommt ohne Suffixe aus, das Lateinische und viele antike Sprachen definieren Deklination und Konjugation über Endbuchstaben, das Deutsche arbeitet mit Präfixen und Suffixen und kann dadurch sehr variabel gestaltet werden. Da sich Sprachen durch Lautverschiebungen und Grammatikevolution laufend verändert, ist die riesige Vielzahl von tausenden Sprachen entstanden. So variieren die semitischen Sprachen eine 3-Konsonanten-Wurzel mit drei Vokal-Slots. Je nachdem, welche Vokale eingefügt werden, sind Zeiten und Verknüpfungen sowie abgeleitete Wörter ausgedrückt. So wird s- s-l-m zu salam (das in Frieden Sein), muslim (einer, der in Frieden sein lässt) und Islam (Unterwerfung unter Gott). Wer Fremdsprachen lernt, beklagt meist die Unregelmäßigkeit der tausenden Ausnahmen. Diese sind Zeugen der Vergangenheit und der ständigen Wandlung der Sprachen. (Niemand könnte heute noch Althochdeutsch verstehen, außer ein Linguist) Die Motive dafür sind Vereinfachung, Expressivität und Analogie. Gleichzeitig baut die Sprache aber durch Differenzierung und Übertragung von Metaphern vom Konkreten hin zum Abstrakten immer neue Wörter auf. Eine These besagt, dass kleine Stämme ohne viel Kontakt komplexere Sprachstrukturen aufbauen, während große Zivilisation einem großen Vereinfachungsdruck ausgesetzt sind. So hatte Indogermanisch (in Südrussland isoliert) 8 Fälle, die Weltsprache Englisch hat nur mehr einen. Die Eleganz dieses Buches liegt in den einfachen Beispielen, die die Grammatikevolution leicht verstehbar machen, wobei der Autor ganz ohne Fachausdrücke auskommt, sodass der Aufbau verschiedener Sprachen sofort einleuchtet. Nachdem ich mehrere germanische und romanische Sprachen, sowie Latein und Altgriechisch gelernt habe haben mich die Sprachveränderungen schon immer beschäftigt. Noam Chomsky war mir aber zu kompliziert, während ich bei Guy Deutscher sofort Antwort auf alle meine Fragen bekommen habe. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Kinder des Tantalus“

Die Gesetze des Sprachwandels

S.A.W aus Salzburg am 17.09.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Guy Deutscher gibt einen klaren Crash-Kurz in Linguistik, die aus der Gegenwart die Sprachen der Vergangenheit rekonstruieren kann und umgekehrt und beantwortet so nebenbei die Frage, wann der Mensch die Sprache „erfunden“ hat. Sprache beginnt mit den Zwei-Wort-Satz „werfen Speer“, mit dem eine klare Handlungsanweisung gegeben werden kann. Dies schaffen Kleinkinder mit etwa eineinhalb Jahren, Schimpansen schaffen es nicht, selbst wenn sie in Labors bis zu 300 Begriffe lernen wie der legendäre Kanzi. Diese Leistung entwickelte sich vor 1,5 Mill Jahren (H. erectus) oder erst vor 40.000 J (H. sapiens). Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte in einer langen Entwicklungszeit von Begriffen zu 2-Wort-Sätzen hin zu komplexer Grammatik, wo es z.B. das Latein kennt. Die Grammatikregeln der Verknüpfung der Worte, um die Satzbedeutung klar zu machen sind hierarchisch, ein Hauptsatz ist wichtiger als der Nebensatz, S-P-O sind wichtiger als Nebenworte. Es gibt klare Begriffe von Dingen, Abstrakte und Tätigkeiten und diverse Partikel und Endungen, die keine eigene Bedeutung haben, sondern nur Wortrelationen bezeichnen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten. Die Satzstellung S-P-O im Englischen kommt ohne Suffixe aus, das Lateinische und viele antike Sprachen definieren Deklination und Konjugation über Endbuchstaben, das Deutsche arbeitet mit Präfixen und Suffixen und kann dadurch sehr variabel gestaltet werden. Da sich Sprachen durch Lautverschiebungen und Grammatikevolution laufend verändert, ist die riesige Vielzahl von tausenden Sprachen entstanden. So variieren die semitischen Sprachen eine 3-Konsonanten-Wurzel mit drei Vokal-Slots. Je nachdem, welche Vokale eingefügt werden, sind Zeiten und Verknüpfungen sowie abgeleitete Wörter ausgedrückt. So wird s- s-l-m zu salam (das in Frieden Sein), muslim (einer, der in Frieden sein lässt) und Islam (Unterwerfung unter Gott). Wer Fremdsprachen lernt, beklagt meist die Unregelmäßigkeit der tausenden Ausnahmen. Diese sind Zeugen der Vergangenheit und der ständigen Wandlung der Sprachen. (Niemand könnte heute noch Althochdeutsch verstehen, außer ein Linguist) Die Motive dafür sind Vereinfachung, Expressivität und Analogie. Gleichzeitig baut die Sprache aber durch Differenzierung und Übertragung von Metaphern vom Konkreten hin zum Abstrakten immer neue Wörter auf. Eine These besagt, dass kleine Stämme ohne viel Kontakt komplexere Sprachstrukturen aufbauen, während große Zivilisation einem großen Vereinfachungsdruck ausgesetzt sind. So hatte Indogermanisch (in Südrussland isoliert) 8 Fälle, die Weltsprache Englisch hat nur mehr einen. Die Eleganz dieses Buches liegt in den einfachen Beispielen, die die Grammatikevolution leicht verstehbar machen, wobei der Autor ganz ohne Fachausdrücke auskommt, sodass der Aufbau verschiedener Sprachen sofort einleuchtet. Nachdem ich mehrere germanische und romanische Sprachen, sowie Latein und Altgriechisch gelernt habe haben mich die Sprachveränderungen schon immer beschäftigt. Noam Chomsky war mir aber zu kompliziert, während ich bei Guy Deutscher sofort Antwort auf alle meine Fragen bekommen habe. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Kinder des Tantalus“

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