Selbstwahrnehmungsprozesse bei trans* Personen. Eine empirische Untersuchung "[...] weil das Leben an sich traumhaft schön war [...]. Das einzige Problem war, es war nicht mein Leben."
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.08.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
156 (Printausgabe)
Dateigröße
1364 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668781009
Nach Foucault besteht in unserer Gesellschaft bezüglich des Geschlechts ein Wahrheitszwang. Wir müssen die Wahrheit über unser Geschlecht sagen, auch wenn uns diese selbst verborgen ist. Die Antwort auf die Frage ,Wer bin ich?' führt zunächst über das Geschlecht. Bereits vor der Geburt wird von Außen bestimmt, ob es sich bei dem heranwachsenden Menschen um ein Mädchen oder einen Jungen handelt. Der Blick des Anderen auf die äußerlichen Körpermerkmale ist ein Rekurs auf eine soziale Unterscheidungspraxis. Spätestens danach haben Menschen ihr Geschlecht offensichtlich1. Diese Offensichtlichkeit ist nach Hirschauer der Grund, warum im Allgemeinen geglaubt wird, dass "alle Menschen dem einen oder dem anderen und keinem weiteren Geschlecht angehören. In unserem Erleben ist eine Identifikation von Männern und Frauen nicht nur leicht, sie ist auch geradezu zwangsläufig: die Geschlechtszugehörigkeit ist weder zu verbergen, noch zu übersehen". Die gesellschaftliche Konstruktion von Geschlecht stellt sich dar als eine "heterosexuelle Matrix", nach der zwei Geschlechter mit der entsprechenden Geschlechtsidentität existieren. Die heterosexuelle Matrix kann als Teilbereich von Heteronormativität verstanden werden, die von Degele definiert wird als ein binäres, zweigeschlechtlich und heterosexuell organisiertes und organisierendes Wahrnehmungs-, Handlungs- und Denkschema, das als grundlegende gesellschaftliche Institution durch eine Naturalisierung von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit zu deren Verselbstverständlichung und zur Reduktion von Komplexität beiträgt - beziehungsweise betragen soll.
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