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Carls Verzweiflung Roman

7

11,98 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.05.2022

Verlag

Tredition

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

19/12/1,7 cm

Gewicht

251 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7469-6627-4

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.05.2022

Verlag

Tredition

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

19/12/1,7 cm

Gewicht

251 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7469-6627-4

Herstelleradresse

tredition
Heinz-Beusen-Stieg 5
22926 Ahrensburg
DE

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  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    19.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Heftige Familientragödie

    „...Deine Frau ist tot. Sie hat sich heute Nacht das Leben genommen und liegt oben im Schlafzimmer. Du kannst aber nicht zu ihr, die Polizei ist da...“ Mit diesen kalten Worten und einem entsprechenden Auftreten wird Carl von Sarah, seiner Tochter, aus erster Ehe empfangen, als er von einer Geschäftsreise aus den USA zurückkommt. Er bricht zusammen. Bedingt durch den Klinikaufenthalt kann er nicht einmal an Leonies Beerdigung teilnehmen. Ihm fehlt der Moment des Abschiednehmens. Als es ihm nach einem Jahr gesundheitlich wieder besser geht, entschließt er sich zu einer Reise nach Capri. Dort hat er Leonie kennengelernt. Gemeinsame Erlebnisse haben auf Capri ihre Wurzeln. Ihn treibt die Frage um, warum Leonie ihrem Leben ein Ende gesetzt und keinen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Der Autor erzählt eine Familiengeschichte, die einer klassischen Tragödie gleicht. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die Geschichte wird in vier Kapitel erzählt. Die ersten drei Kapitel werden jeweils von einem anderen Protagonisten dominiert. Der Schriftstil ist ausgefeilt. Mit beeindruckenden Worten führt mich der Autor in die Seelen seiner Protagonisten. Carls erste Ehe endet nach sieben Jahren abrupt. Damals war Sarah sechs Jahre alt. Carl ahnt nicht, das zwei Ereignisse seiner frühen Vergangenheit entscheidet für seine letzten Monate sein werden. Sehr detailliert wird Capri beschrieben. Ich darf Carl auf seinen Wegen begleiten. Dabei fällt manch kritisches Wort zu den Touristenrummel. Treffende Metapher findet der Autor zur Wiedergabe der Naturschönheiten und der Wetterbesonderheiten. Das liest sich zum Beispiel so: „...Eigentlich erwartete ihn der Tag in allerfeinster Frühlingsgarderobe. Glitzernder Strass von Regentropfen lag auf den Hibiskusblüten, der Seidenhauch einer kaum wahrnehmbaren Luftbewegung schmeichelte der Haut, weiße Wolken vor blauem Himmelsgrund treiben dahin, rundherum das wogende Gewand in Ultramarin...“ Beim Spaziergang durch den Ort kommt Carl an einer Parfum-Manufaktur vorbei. Hier war er einst mit Leonie unterwegs. „...Düfte sind Brandbeschleuniger der Erinnerung. Sie haben die Macht, schlagartig, distanzlos und authentisch vergessen geglaubte Bilder, Situationen, ja ganze Gefühlswelten wieder aufleben zu lassen...“ Der nächste Abschnitt ist Leonie gewidmet. Sie schreibt die Erinnerungen ihres Lebens nieder. Es war ein Leben mit Verlusten. Trotzdem ist sie ihren Weg gegangen. Ihre schriftlichen Ausführungen sind kursiv gesetzt. Zwischen den einzelnen Absätzen werden in normaler Schrift ihre Gedanken wiedergegeben. Dieser Teil wird emotional bewegend erzählt. „...Wenn dir ständig weggenommen wird, was dir im Leben das Liebste ist, woran dein Herz hängt, was du glaubst zu brauchen wie die Luft zum Atmen, dann gewöhnst du dir bald die ausgelassene Fröhlichkeit ab. Du lebst immer in der unbewussten Erwartung des nächsten Schicksalsschlages...“ Über Sarahs Handlungen möchte ich nichts sagen. Das muss man als Leser auf sich wirken lassen. Dieser Abschnitt liest sich hart. Fehlende Empathie, Hass und Rache führen ein bitteres und zerstörendes Regime. Auslöser war der Tod der Mutter Zita und ihre letzten Worte. Unversöhnlich und voller negativer Gedanken hat sie diese Erde verlassen. In ihrem letzten Moment hat sie in ihre Tochter den Gedanken der Rache gepflanzt. Interessant in dem Zusammenhang ist das Nachwort des Autors. Er hält dem Leser einen Spiegel vor. Sehen wir, was wir sehen wollen? Was ist Wirklichkeit, was Vermutung? Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist keine einfache Lektüre, denn die Emotionen fahren Achterbahn. Wer ist Opfer? Wer ist Täter? Fragen, denen ich mich als Leser stellen muss.

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Schuldig oder nicht?

    Klappentext: Der Grund für Carls Verzweiflung ist die Frage, warum ihn seine geliebte Frau Leonie verlassen hat - einfach so, ohne Vorzeichen, die er hätte deuten können. Er findet auch keinen Abschiedsbrief. Auf der Suche nach einer Erklärung reist er nach Capri, an den Ort seiner schönsten Erinnerungen mit Leonie. Dort erhält er die Antwort auf die Frage nach dem Warum, aber eine ganz andere, als er jemals erwartet hätte. -- Der literarische Roman ist das Psychogramm eines Familiendramas. Er leuchtet die Beweg- und Abgründe der vier handelnden Personen aus: Carl Severin gerät im Spannungsfeld seiner Ex-Ehefrau Zita, seiner zweiten, deutlich jüngeren Gattin Leonie und der Tochter Sarah in unlösbare Konflikte, deren Ursachen sich auf ihn selbst zurückführen. Eine dramatische Handlung, die ihren Kontrapunkt in der unvergleichlichen Naturschönheit der Insel Capri findet. Fazit: Mein Interesse an diesem Buch wurde durch das schlichte und gerade dadurch so schöne Cover geweckt. Nach dem Lesen des Klappentextes wusste ich noch nicht richtig, was mich wohl erwartet. Was mir dann geboten wurde? Eine Geschichte über die Abgründe des menschlichen Handelns und Fühlens, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Mehr möchte ich nicht verraten, lest bitte selbst. Als Carl von einer Geschäftsreise zurückkommt, erwartet ihn seine Tochter Sarah, zu der er schon seit vielen Jahren keinen Kontakt hatte, mit der schockierenden Nachricht, dass Carls geliebte Frau Leonie sich umgebracht hat. In tiefer Verzweiflung reist Carl nach Capri, um dort Antworten zu finden, da er auf Capri die schönsten Urlaube mit Leonie verbringen durfte. Er versucht zu verstehen, was Leonie zu ihrer Tat getrieben hat und sucht verzweifelt nach Spuren von ihr. Auf Capri geschehen dann seltsame Dinge, die Carl an seinem Verstand zweifeln und ihn immer tiefer in seine Verzweiflung stürzen lassen. Auch hier werde ich nicht mehr verraten, dieses Buch müsst ihr einfach selbst lesen, es lohnt sich. Im zweiten Teil des Buches kommt Leonie zu Wort und während sie ihren Abschiedsbrief an Carl verfasst, wird immer klarer, warum sie nur diesen einen Ausweg sieht. Sie hat trotz ihres schwierigen Lebens, nie die Hoffnung verloren, auch einmal einen Zipfel vom Glück zu bekommen. Doch ein Brief verändert alles und sie verliert endgültig den Boden unter den Füßen. Warum Carls Tochter am Tage des Suizids so schnell vor Ort war und welche Rolle sie in diesem Drama spielt, das wird im dritten Teil der Geschichte beleuchtet. Sarah wird getrieben von dem Hass, den ihre Mutter immer wieder und über viele Jahre hinweg schürte. Doch was geschah wirklich? Ist es am Ende tatsächlich so, wie von der Mutter erzählt, oder doch ganz anders? Wer selbst liest, wird Antworten finden. Diese drei Erzählstränge münden in ein Ende, in dem sich die Gefühle und Gedanken auf Achterbahnfahrt begeben. Der dann folgende tolle Epilog lässt sehr nachdenklich zurück und wirkt nach. Ich habe dieses Buch an zwei Abenden gelesen, da mich die Handlung schon mit den ersten Sätzen packte. Schon auf der ersten Seite war ich mitten im Geschehen und wollte Antworten auf die Fragen, die sofort da waren. Der Spannungsbogen baute sich langsam immer weiter auf ohne jemals platt zu wirken. Gregor Bähr nahm mich mit auf die Reise, um tiefe menschliche Gefühle wie Liebe, Hass, Wut, Angst und Rache auf andere Art zu erleben. Ich konnte die Gefühle regelrecht miterleben und nachvollziehen. Die Beschreibungen von Capri sind so bildlich dargestellt, dass ich mir die beschriebene Naturschönheit sehr gut vorstellen konnte. Am Ende bleibt die Frage: Was ist Realität und Wahrheit und können wir sie sehen, oder erliegen wir unserer Vorstellungskraft? In diesem Sinne empfehle ich dieses Meisterwerk gerne weiter, an Menschen, die vor anspruchsvoller Kost nicht zurückschrecken und auch gerne über das Gelesene nachdenken mögen.

  • Nele33

    5/5

    14.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Psychgramm eines Familiendramas

    Gregor Bär hat mit seinem Buch "Carls Verzweiflung" ein schonungsloses Psychogramm eines Familiendramas geschaffen. Im Kontrast zum Inhalt spielt das Buch auf der wunderschönen Insel Capri, welche der Autor so authentisch und bildlich beschreibt, dass ich als Leser das Gefühl hatte mich selber an den prägnanten Orten zu befinden. Carls Leben ist durch den für ihn unerwarteten Selbstmord seiner Frau Leonie völlig aus den Fugen geraten. Um sich selber zu heilen macht er sich auf nach Capri, die Insel auf der er mit Leonie die schönsten Stunden seines Lebens verbrachte. "Allein mit diesen Erinnerungen, ohne sie - so wollte er seiner Seele den Weg zeigen, auf dem sie den Verstand folgen konnte." Das Buch gliedert sich in vier Teile, in denen der Leser Carl nach Capri und in die Vergangenheit folgt, an Leonies Lebensgeschichte teilnimmt und schließlich Sarah, Carls Tochter aus erster Ehe näher kennen lernt. Alles mündet in einem fulminanten Epilog. Gregor Bärs Sprache ist psychologisch präzise auf den Punkt gebracht. Es gelingt ihm excellent den Leser in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken zu lassen ohne es voyeuristisch wirken zu lassen. Ängste , Wut und Hass sind genauso Elemente wie verletzte Eitelkeit und Rache. Für alle die anspruchsvolle und literarische Kost mögen ein unbedingtes Muss.

  • PetziPetra

    aus Österreich

    5/5

    13.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe

    Die ersten Seiten, nein Worte fesseln Einen. Lassen Einen nicht mehr los. Was geschieht hier? Man ist mitten drin.... Schon die erste Seite wirft Fragen auf. Warum wurde Carl von seiner Frau verlassen? Seine Tochter hier? Carl ist in 2. Ehe mit Leonie verheiratet. Aus erster Ehe hat er eine Tochter und einen Sohn. Seine Urlaube verbrachte er auf Capri mit seiner geliebten Leonie. So versteht sich, das er sich auf der Suche nach der Wahrheit, Nähe  und im größten Schmerz nach Capri begibt. Textstellen wie Düfte sind wie Brandbeschleuniger der Erinnerung, Sie haben die Macht, schlagartig, distanzlos und authentisch vergessen geglaubte Bilder, Situationen, ja ganze Gefühlswelten wieder aufheben zu lassen. DIE GEFÜHLE  SIND STÄRKER ALS DER VERSTAND! Runden  dieses literarische Meisterwerk eines Familiendramas ab.  Eine Klare Leseempfehlung von Mir!

  • Mirja103

    aus Hamburg

    4/5

    14.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Auf der Suche

    Das Buch beginnt aus der Sicht von Carl. Der Suizid seiner zweiten Frau Leonie hat ihn sehr mitgenommen. Auf Capri, wo er immer mit ihr Urlaub gemacht hat, begibt er sich auf die Suche nach einer Erklärung. Am Ende des Buches erhält er diese auch, aber sie ist für ihn (und den Leser) überraschend. Im nächsten Abschnitt liest man, wie Leonie trotz vieler Schicksalsschläge die Suche nach einem zufriedenen Leben nicht aufgegeben hat. Man erfährt, warum sie keinen anderen Ausweg mehr weiß und sich für den Suizid entscheidet. Im folgenden Teil aus der Sicht von Carls Tochter wird klarer, was passiert ist und welches Ziel sie verfolgt. Sie ist auf der Suche nach befriedigender Rache. Der Auslöser dafür ist nicht so eindeutig, wie in den meisten anderen Büchern. Ich muss gestehen, dass mir Eindeutigkeit auch lieber ist, aber in diesem Fall ist die Uneindeutigkeit logisch und regt zum Nachdenken an. Man sollte oftmals genauer bzw. mehrfach hingucken. Die Gedanken, Gefühle und Reaktionen der Figuren sind sehr gut beschrieben und dadurch für den Leser nachvollziehbar. Man fühlt mit den Figuren und fiebert dem Ende entgegen. Die Sprache ist immer mal wieder buldhaft, was mir sehr gut gefallen hat.

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