Produktbild: Nietzsche

Nietzsche Biographie seines Denkens

3

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6352

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.01.2019

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/3,8 cm

Gewicht

608 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26266-9

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Produktdetails

Verkaufsrang

6352

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.01.2019

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/3,8 cm

Gewicht

608 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26266-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Jérôme

    aus Bad Eilsen

    5/5

    21.12.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Werde, der du bist !

    Wer diese Biographie über Friedrich Nietzsches Denken zu lesen beginnt, den erwartet eine Reise in die Vergangenheit, zu jener Zeit als sich die Natur in Nietzsche ein Bewusstsein aufschlug und damit die Entfaltung eines Lebewesens einleitete, welches von sich später sagen würde, er sei Dynamit. Safranski beschreibt nun diese Explosivität eines sich zerberstenden Bewusstseins und lässt den Leser in diese Welt eintauchen, um ihn Schritt für Schritt Nietzsches gedankliche Entfaltung nachvollziehen zu lassen. Eine Entfaltung, welche sich ständig zwischen dem dionysischen und dem apollinischen Lebensprozess bewegt, wobei das erste Prinzip für ihn einen essentiellen Bereich des Lebens darstellt, den er durch das wissenschaftliche Zeitalter bedeckt sieht. Beeinflusst durch Schoppenhauer, der eine Art Urwille in allen Lebewesen walten sieht, baut auch Nietzsche sein Fundament auf einer allem zugrundeliegenden Macht auf. Das Dionysische sieht er als die Quelle allen Lebens, ein Wechselspiel von Werden und Vergehen. Dieses tragische Wechselspiel, wie es Nietzsche in " Die Geburt der Tragödie " darstellte, findet im Apollinischen seinen Gegenpart, welches dem Individuum wieder Gestalt und Form verleiht. Mit Sokrates sieht Nietzsche diese Formverleihung am stärksten ausgeprägt, wodurch sich das Leben von seinem Urgrund immer weiter entfernte und den Beginn der Wissenschaften einleitete. Doch gerade diese Gier nach Wissen lässt das eigentliche Leben verkümmern. Speziell Nietzsches Zeitalter war von einer Expansion des Wissens geprägt, die den Menschen unter dieser Flut an neuen Erkenntnissen regelrecht versinken ließ. Halt suchte Nietzsche daher in der Musik, bei der er das wahre Sein glaubt gefunden zu haben, speziell die Wagnerische, die es vermag den Prozess der Selbstreflexion aufzuheben, um in einem Rauschzustand der kollektiven Entgrenzung das wahre Leben wieder zu spüren. Doch wie lässt sich das Leben vor der Überflutung des Wissens retten, fragt sich Nietztsche. Gerade er, der schon viel zu tief in die Welt des Wissens eingedrungen ist, sieht sich vor der unmöglichen Aufgabe " den Stachel des Wissens gegen sich selbst zu kehren " . Dabei stellt für Nietzsche jede Art von Wissen eine Täuschung des Menschen gegen sich selbst dar. Religion, Gesellschaft, Wissenschaft und Moral stellen für Nietzsche lediglich Versuche dar, mithilfe der Selbsttäuschung den dunklen triebhaften Willen zu sublimieren. Nietzsche will sie nicht beseitigen, aber er will dem Menschen seine selbstgeschaffenen Trugbilder aufzeigen und ihm einen Perspektivwechsel seines Denkes aufzeigen. Es geht Nietzsche um das Ja zur Täuschung. Wir sollen Dichter unseres eigenen Lebens werden und die Welt als ein Kunstwerk betrachten, zu welchem wir unseren Beitrag leisten. Lebe so, als würdest du jeden Augenblick noch einmal genauso leben wollen. Doch dieser pathetische Ton wird sich ändern, er wird von Wille zur Macht, vom Recht des Starken über den Schwachen reden. Viele Theorien, die später vom Nationalsozialismus wieder aufgenommen wurden. Rüdiger Safranski führt uns Schritt für Schritt durch das abenteuerliche Denken Nietzsches, beschreibt aber auch seine fürchterliche Leidensgeschichte. Eine Biographie, für die man sich Zeit nehmen sollte, um Safranski bei der Analysierung Nietzsches auch zu verstehen. Es geht ihm in erster Linie nicht um eine Lebensbeschreibung, sondern um das Denken, wobei denken für Nietzsche leben war.

  • Bewertung

    aus Bern

    5/5

    23.02.2013

    Buch (Taschenbuch)

    erhellend

    Für mich ein extrem erhellendes Buch. Die ganze Tragödie Nietzsches und damit ein Grossteil auch unserer Zivilisation bis heute, wird hier äusserst subtil aufgezeigt. Es ist nicht leichte Kost, es lohnt sich, aufmerksam zu lesen. Schon das Heidegger-Buch von Safranski hat mich hellhörig gemacht auf diesen Autor. Safranski schafft es, anhand der Schriften aus der Distanz eine erweiterte Sicht auf unsere Kultur(en) zu eröffnen, wie ich sie selten finde in solchen "Biografien".

  • Intentions

    4/5

    09.01.2021

    eBook (ePUB)

    Meine Bewertung beruht auf…

    Meine Bewertung beruht auf zwei verschiedenen Aspekten. Zum einen ist das Thema, wie zu erwarten war, sehr umfangreich. Der Autor hat unheimlich viele Informationen und Denkanstöße zusammengefasst und diese Arbeit muss man definitiv huldigen. Ich selbst hatte mich aber vorher noch nie mit Nietzsche auseinandergesetzt und fand es sehr schwierig Nietzsche anhand der gelesenen Seiten richtig zu erfassen. Teilweise ist der Autor zwischen den Jahren gesprungen. Ich selbst konnte der Entwicklung Nietsches dadurch nicht folgen. Das war bedauerlich - war dies doch meine ursprüngliche Intention. Der Autor hat großartige Arbeit geleistet, nur ist die Zielgruppe eher an andere Leser*innen gerichtet. Ich empfehle das Buch keinem Einsteiger wie mir. Gewisse Vorkenntnisse in Philosophie und Nietzsches Werke sind durchaus von Nöten.

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