»Bei Fouchets Schreibstil kann man die Salzluft und den bretonischen Butterkuchen schmecken.« BrigitteAuf der Suche nach ihrem unbekannten Vater reist Chiara aus Rom in die stürmische Bretagne. Sie ist bei ihrer Mutter in dem Glauben aufgewachsen, ihr Vater sei vor ihrer Geburt gestorben, bis sie eines Tages erfährt, dass sie womöglich die Tochter eines bretonischen Matrosen ist. Doch wie soll sie ihn auf der Insel Groix fnden, wenn sie nicht einmal seinen Namen kennt? Als ihr eine Stelle als Inselbriefträgerin angeboten wird, hat sie einen perfekten Vorwand für ihre Nachforschungen. Auf Groix kommen die Überraschungen nämlich mit dem Postschiff , und die Briefkästen haben ihre eigenen Geheimnisse. Hier findet Chiara eine zweite Familie. Und sie lernt den undurchschaubaren Schriftsteller Gabin kennen. Aber wird Chiara auch erfahren, wer ihr Vater ist?
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Inselbriefträgerin auf Groix. Von ihrer Patin erfährt Chiara eines Tages, dass ihr vor ihrer Geburt verstorbener Vater wohl gar nicht ihr Vater sei, sondern ein bretonischer Matrose ihr Vater ist. So macht sich Chiara aus Italien auf den Weg auf die französische Insel Groix um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Durch Zufall wird sie die Krankheitsvertretung für eine Inselpostbotin, so hat sie immerhin die Möglichkeit ihrem bis dato unbekannten Vater über den Weg zu laufen. Von Lorraine Fouchet habe ich schon „Ein geschenkter Anfang“ gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Von daher habe ich mich auf diese Lektüre doch sehr gefreut, da ich eine gewisse Erwartung daran hatte, die dann auch definitiv erfüllt wurde. Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist verständlich und schön geschrieben, generell eine locker-leichte Lektüre, die keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe mit sich bringt. Von der Wortwahl her dann aber immer wieder schön ausgesucht, etwas das für mich französische Literatur beschreibt. Denn es ist eine Art von locker-leicht, die man aber nicht so einfach dahin liest, sondern die gar poetisch daher kommt und ein wenig Zeit verlangt. Zeit zum Genießen, zum Verstehen. Inhaltlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Eine abwechslungsreiche Geschichte, bei der immer mal wieder zwischen den Zeiten abgewechselt wird. So wird von der Zeit vor der Geburt von Chiara erzählt, dann wieder von der aktuellen Zeit. Ebenso wird zusätzlich zu einer anderen Person erzählt, von der man aber erst immer wieder etwas erfährt, die Geschichte hier ist erstmal nicht so klar wie die von Chiara, aber sie macht definitiv neugierig, Lust auf mehr. Diese abwechslungsreiche Art hat mir gefallen, hat das Buch noch spannender gemacht. Überhaupt war die Geschichte sehr packend, durchaus emotional, immer wieder aber auch lustig. Es war angenehm zu lesen, welche Begegnungen Chiara macht, welche Erkenntnisse sie daraus für sich zieht. Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen. Es war eine wirklich tolle, schöne und unterhaltsame Lektüre, die einerseits spannend, ebenso aber emotional und voller Hoffnung war. Ich mag die Art und Weise von Lorraine Fouchet sehr, sie gibt Denkanstöße mit auf den Weg, ohne dass sie diese großartig offensichtlich schreibt. Für mich wieder mal ein toller Ausflug in die Welt der französischen Literatur, welcher sich sehr gelohnt hat. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.
Lorraine Fouchet erzählt in…
seschat am 06.06.2019
Bewertungsnummer: 2718495
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Lorraine Fouchet erzählt in ihrem neuesten Roman die Geschichte zweier Schicksalsgenossen. Die junge Italienerin Chiara und der junge Franzose Gabin haben ihren Vater nie kennengelernt. Noch dazu konnte Chiaras Mutter nie Gefühle zeigen und Gabins Mutter starb früh. Kurzum, beide wuchsen nur mit wenig elterlicher Zuneigung auf und habe dies bis heute nicht wirklich überwunden. Während Chiara auf der Insel Groix nach ihren vermeintlichen Vater sucht und dabei zur Inselpostbotin mutiert, gibt Gabin über Jahre hinweg den Hochstapler. Mal ist er, der zweimal durch die Arztprüfung gerasselt ist, Arzt in einer Pariser Klinik, mal gibt er sich auf Groix als Schriftsteller aus. Ist es Zufall oder doch Schicksal, dass sich beide auf der bretonischen Insel begegnen und letztendlich ineinander verlieben? Fouchet ist eine sehr poetische Erzählerin, die vor allem durch schwermütige Passagen zu überzeugen weiß. Die Gefühlskälte und die z. T. recht unwürdige Kindheit der beiden Protagonisten beschreibt sie sehr bildreich und damit realistisch. Das Erlebte schweißt beide letztendlich zusammen und lässt sie über sich hinaus wachsen. Die Autorin macht dadurch sichtbar, dass jeder irgendwo und sei es auf einer kleinen bretonischen Insel neu anfangen und zugleich Schönes erleben kann. Die raue Landschaft bildet den passenden Kontrast zur herzlichen französischen Lebensart. Einen Stern musste ich allerdings abziehen, weil sich die Story insgesamt etwas hinzog und sich die Abschnitte der beiden Erzähler - Chiara und Gabin - auf Anhieb nicht immer eindeutig zuordnen ließen. FAZIT Eine interessante Geschichte mit bemitleidenswerten Charakteren, die zu viel Längen, prall gefüllt mit französischem Liedgut, besaß.
Meinung aus der Buchhandlung
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„Man landet nicht zufällig auf einer Insel. Man muss auf der Suche nach etwas sein.“
Sie mögen diese Art Sätze? Dann ist dies Ihre Sommerlektüre.
Leichte Unterhaltung mit Herz.
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Genau neun Monate nach ihrer Geburt verstarb Chiara‘s Vater, so wurde es ihr zumindest immer erzählt. Erst als ihre Patentante hinsichtlich der wahren Vaterschaft Zweifel streut und einen französischen Fischer auf Elba ins Spiel bringt, bricht Chiara augenblicklich aller Zelte in Rom ab und reist auf die bretonischen Insel Groix. Ob sie hier ihrer Vater finden wird? Hier findet sie einen Job als Postzustellerin und mehr Zuneigung und Wertschätzung als all die Jahre ihres jungen Lebens. Lorraine Fouchet begeistert mit seinem unsentimentalen mitreißenden heiteren Schreibstil. Ein schöner Wohlfühlroman, der eines nicht ist: kitschig. Das richtige für sonnige Tage.
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