Nachdem ihr Mann sie verlassen hat, sucht die Landschaftsarchitektin Isabel einen Neuanfang. Aus der Enge Wiens zieht es sie an die Ostsee, wo sie dem Künstler Alex beim Wiederaufbau eines prächtigen Schlossgartens helfen soll. Schnell stellt sie fest, dass der Garten ein Geheimnis birgt: Er scheint die Kopie eines legendären Rosariums aus dem zwanzigsten Jahrhundert zu sein. Isabel begibt sich auf eine Spurensuche, die sie bis an den Rand der Karpaten bringt – und auf die Fährte einer außergewöhnlichen Frau. Sie entdeckt eine die Zeiten überdauernde Liebe und kommt ihrem eigenen Glück ein ganzes Stück näher ...
Mit zauberhaften Rosenrezepten zum Nachkochen
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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"Der Rosengarten am Meer" ist der neueste Roman aus der Feder der Autorin Nele Jacobsen. Unsere Reise führt uns von Wien über an die Ostseeküste. Und hier tauchen wir in die berührende Geschichte der Rosengräfin Marie Henriete Chotek ein. Ihr zu Ehren wird jedes Jahr im Schlosspark in Dona Kurpa ein Rosenfest gefeiert. Und hier kann man 80 000 Rosen auf der etwas dreizehn Hektar großen Anlage bewundern. Die Geschichte um die Rosengräfin ist jedoch der Fantasie der Autorin entsprungen. Der Inhalt: Die Landschaftsarchitektin Isabel Huber aus Wien sucht nach ihrer Scheidung einen Neuanfang. Da kommt ihr dieses Inserat gerade recht. Der Künstler Alex will an der Ostsee einen prächtigen Schlossgarten wieder zum Leben erwecken. Isabel stößt auf ein Geheimnis. Dieser Garten war die Kopie einen legedären Rosarium in den 20er Jahren am Rande der Karpaten. Doch was verbindet diese zwei Orte. Isabel macht sich auf die Suche und stößt auf die Fährte einer außergewöhnlichen Frau. Sie entdeckt eine Zeiten überdauernde Liebe ..... Wahnsinn! Solch eine berührende unglaubliche Liebes- und Familiengeschichte. Noch jetzt habe ich feuchte Augen, wenn ich an manche Stelle in der Lektüre denke. Aber dann habe ich Traumbilder vor mir. Dieser Rosengarten - einfach unglaublich - ich habe den Dunst der Rosen in der Nase und sehe mich durch das Rosarium spaziergehen. Ich kann mich gar nicht sattsehen an dieser Vielfalt von Rosen. Welch großes Opfer hat die liebenwerte Marie gebracht, um hier auf Schloss Unter-Korompa am Fuße der kleinen Karpaten, ihren Traum von ihrem Rosarium zu leben. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn sie eine andere Abzweigung genommen hätte. Ich habe mit Marie gelitten, gebangt und bis zum Schluss gehofft. Ihr Schicksal hat mich doch sehr berührt. Und dann sind da Alex und seine Freunde, die das Gutshaus Lundwitz in der Mecklenburgischen Schweiz, wieder zum Leben erwecken wollen. Ihr Projekt finde ich ja spitzenmäßig. Ich sehe hier Isabell im Garten, wie sie völlig aufblüht bei der Gestaltung des alten Rosengartens. Doch dann scheint ein Missverständnis all ihre Träume platzen zu lassen...... Eine herausragende Geschichte, für mich ein Lesehighlight. Eine berührende Lektüre, die ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Das Cover ist auch ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen gerne 5 Sterne.
Bewertung
aus Lahr
5/5
19.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine tolle Geschichte bei der mich der Strang in der Vergangenheit sehr berührt hat
Der Rosengarten am Meer von Nele Jacobsen
Nachdem Isabel von ihrem Mann verlassen wurde, muss sie sich auch beruflich verändern. Bislang arbeitete sie als Landschaftsgärtnerin mit ihrem Mann zusammen, aber das geht nun nicht mehr. Auf der Suche nach einer neuen Wirkungsstätte stößt sie auf eine Anzeige die sie gleich interessiert. Auf einem alten Gut an der Ostsee soll ein historischer Schlossgarten wieder zum Leben erweckt werden. Isabel bewirbt sich und erhält die Stelle. Einem Neuanfang steht nichts mehr im Wege, aber wird sich die Wienerin an der Ostsee überhaupt einleben können?
Der Rosengarten am Meer ist eine wunderschöne Geschichte bei der die Vergangenheit eine große Rolle spielt. Nele ist eine sympathische Frau, die im Leben schon einiges mitgemacht hat und erkennen muss, das ihr Mann sie in mehrfacher Weise betrogen hat. Der Wiederaufbau des Rosengartens aus dem 20. Jahrhundert ist für sie, soviel mehr wie nur, ein Neuanfang. Sie möchte sich mit dem Job ein neues Standbein schaffen, außerdem allen und vor allem sich selbst beweisen das mehr in ihr steckt wie man denkt. Allerdings ist alles nicht so einfach wie sich Isabel das vorstellt. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte wie der Rosengarten früher einmal ausgesehen hat so dass Isabel erst einmal Recherchearbeit leisten muss, dazu kommt das das Schloss, ihre neue Wohnstätte, in keinem guten Zustand ist und trotzdem bleibt sie und beißt sich durch.
Mir hat die Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt, richtig gut gefallen. In der Vergangenheit wird die Geschichte von Marie erzählt – eine tapfere, mutige und entschlossene Frau deren große Liebe zu Rosen über allem anderen stand. In schwierigen Zeiten ist sie ihren Weg gegangen und ich konnte mich gut in sie rein versetzen. Ich mochte sie von Anfang an und ihre Geschichte hat mich sehr bewegt. Die Rosengräfin hat tiefe Spuren hinterlassen und auf denen wandelt Isabel in der Gegenwart.
Für mich war es das dritte Buch welches ich von der Autorin gelesen habe. Genau wie die Vorgänger hat mich auch dieses Buch von Anfang an in den Bann gezogen. Der Schreibstil war flüssig und sorgte dafür das man Bilder vor Augen hatte. Man spürt das die Autorin Rosen liebt, sie werden so detailliert beschrieben das man sie vor sich sieht und meint von ihrem Duft umgeben zu sein. Auch bei den verschiedenen Charakteren hat die Autorin ein gutes Händchen, sie haben alle Ecken und Kanten, dadurch waren sie mir gleich nochmals ein wenig sympathischer. Ich mag es wenn man den Charakteren nicht gleich in die Karten schauen kann, sie erst näher kennenlernen muss um zu sehen wie sie ticken. Besonders gut gelungen fand ich auch Alex. Man spürt von Anfang an das mehr in ihm steckt, aber auch das es wohl tiefliegende Gründe gibt die ihn das alte Schloss zum Leben erwecken lassen. Wie passen er und seine Familie ins Bild? Isabel und Alex harmonieren gut miteinander, man spürt das sich da etwas entwickeln könnte, aber ist Isabel überhaupt bereit für eine neue Liebe?
Ein richtiges Wohlfühlbuch bei dem man liebsten sofort an die Ostsee reisen möchte um auf den Spuren der Rosengräfin zu wandeln. Mir hat die Geschichte gefallen. Ich fand die Mischung genial und meine Gefühle fuhren, besonders in den Szenen aus der Vergangenheit, Achterbahn. Glück und Leid liegen in diesem Buch dicht beieinander, aber es gab auch immer wieder Momente in denen ich mir ein dickes Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Der Strang in der Vergangenheit hat mich fast noch mehr fasziniert wie der in der Gegenwart, aber beides zusammen war großes Kino.
Das neue Buch von Nele Jacobsen hat mich genauso überzeugt wie seine Vorgänger und ich freue mich schon auf das Sommerbuch von 2020. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.
Bewertung
aus Lentföhrden
5/5
16.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Die Liebe bleibt die Liebe. Egal zu wem. Egal zu welcher Zeit.
Liebe. Dies kann die Liebe unter Menschen sein oder aber auch zu Rosen. So ist es bei Marie, die Ende des 19. Jahrhunderts lebt und die ihre große Liebe aufgibt zugunsten einer anderen.
Und da ist Isabel - verlassen vom karrieresüchtigen Ehemann, alleingelassen mit einer ungewissen beruflichen Zukunft.
Die Schicksale der Frauen verweben sich, obwohl die Schauplätze bis
zu 1000 km und ein Jahrhundert überbrücken müssen.
Ein sehr schöner Roman über Liebe und Hoffnung. Über Familien,
Erbe und wunderschöne Rosen.
sommerlese
5/5
13.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschöner Roman rund…
Ein wunderschöner Roman rund um die Liebe und Rosen Nele Jacobsen schreibt Romane, die an der Ostsee spielen, so auch ihr neues Werk "Der Rosengarten am Meer" aus dem Aufbau Verlag. Die Landschaftsarchitektin Isabel Huber wird von ihrem Mann verlassen und startet einen Neuanfang. Von Wien zieht sie an die Ostsee, in die Mecklenburgische Schweiz in eine Künstler-WG, um dort bei der Rekonstruktion eines Rosengartens nach historischem Vorbild mitzuarbeiten. Dieser Garten birgt ein Geheimnis, denn er scheint eine Kopie des legendären Rosariums von der Rosengräfin Marie Henriette Chotek zu sein, die im 19. Jahrhundert im heutigen Tschechien am Rand der Karpaten lebte. Ihre Spurensuche führt Isabel weit weg und damit dieser besonderen Frau aus der Vergangenheit immer näher. Während sie eine die Zeiten überdauernde Liebe entdeckt, kommt sie auch ihrem eigenen Glück ein ganzes Stück näher. Um es vorwegzunehmen, ich lese die Romane von Nele Jacobsen sehr gern und nach "Unser Haus am Meer" und "Ein Sommer im Rosenhaus" war auch dieses Buch wieder eine große Lesefreude. Wie auch im zweiten Buch säumen hier die schönsten Blumen der Welt, die Rosen, die Handlung malerisch ein. Nachdem ihre Ehe in die Brüche gegangen ist, startet die Protagonistin Isabel Huber einen Neuanfang. Dank ihrer Fähigkeiten als Landschaftsarchitektin bekommt sie ein Angebot in Mecklenburg-Vorpommern zum Wiederaufbau eines historischen Rosengartens. Als sie vor Ort ankommt, sind die Gegebenheiten ziemlich entmutigend, das Areal ist riesengroß, von einem Garten ist noch nicht viel zu sehen und Rosen gibt es bisher noch keine einzinge. Doch Isabel nimmt diese Herausforderung an und wird, je mehr sie sich mit der historischen Figur der Rosengräfin Marie Henriette Chotek beschäftigt, immer mehr in die Geschichte und ihre persönliche Aufgabe hineingezogen. Nach einer Recherchereise zum Schloßpark Dolma-Krupa geht sie energisch und mit viel Herzblut und körperlichem Einsatz an die Rekonstruktion des Rosengartens. Durch einen Rosengarten wird hier der Bogen geschlagen zwischen einer tragischen Liebe und einem hoffnungsvollen Neuanfang. Der Roman zeigt neben einer aktuellen Liebesgeschichte auch eine große, bittere Liebe in der Vergangenheit und wechselt zwischen zwei Handlungsperspektiven, die der Gegenwart mit Isabel und Alex und die der Rosengräfin in der Vergangenheit ab 1886 in Österreich-Ungarn, im heutigen Tschechien. Das Buch schlägt durch die Einbindung der Sophie Chotek auch den Bogen zum Kriegsausbruch nach dem Attentat auf Franz Ferdinand. Doch diese Szenerie wird mehr oder weniger nur gestreift. Durch die relativ schnellen Perspektivwechsel wird die Geschichte nicht nur aufgelockert, kleine Cliffhanger sorgen zusätzlich für Spannungsaufbau und ich war unweigerlich tief in die Handlung eingetaucht. Der lebendige und einnehmende Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und die bildhaften Beschreibungen der herrlichen Rosen lassen mich in zauberhafter Blütenpracht nur so schwelgen. Selten habe ich einen Roman so schnell durchgelesen und das lag auch an den authentisch dargestellten Figuren und ihren nachfühlbaren Emotionen und Lebensträumen. Die Rosengräfin wird als eine Frau dargestellt, die ihre persönliche Freiheit, ihre Naturverbundenheit und ihre Liebe zu den Rosen unbedingt vor eine standesgemäße Heirat gestellt hat und sich als unverheiratete Frau in der Rosenzucht einen Namen gemacht hat. Auch wenn diese Person von der Autorin fiktiv verändert und ausgeschmückt wurde, so hat sie mich gerade diese Figur sehr fasziniert und gefesselt. Die vielen duftenden Rosen und Liebesgefühle verleihen dem Buch eine Prise Romantik, etwas Tragik bringen einige Vorgänge aus der Vergangenheit mit sich und insgesamt ist damit die Grundlage gelegt für eine unterhaltsame und wunderbare Geschichte, die die Herzen der Leserinnen perfekt berührt und die Sehnsucht nach Rosenduft weckt.
Furbaby_Mom
5/5
12.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Einfach nur wunderschön!
Hin und wieder hat man das Glück, über ein Buch zu stolpern, das einen wunderbar selig zurücklässt. Kaum hatte ich den letzten Satz von Nele Jacobsens zauberhaften Roman beendet, hatte ich das Bedürfnis, am liebsten das ganze Werk direkt noch ein weiteres Mal zu lesen – so sehr hatte ich die Lektüre genossen! Die Autorin hat nicht nur meine Liebe zu Rosen neu aufblühen lassen, sondern auch mein Interesse geweckt, mehr über die realen geschichtlichen Hintergründe der "Rosengräfin" Marie Henriette Chotek (1863 – 1946) zu erfahren, der sie mit diesem Buch ein wundervolles Denkmal gesetzt hat.
Wer nun glaubt, sich anhand der Kurzbeschreibung bereits vorab ein Bild von der Handlung machen zu können (à la: Liebeskummer - gefolgt von ein bisschen Romanze - untermalt von Ostsee-Flair – fertig), hat sich getäuscht, denn hier wartet so viel mehr auf den Leser! Bereits zu Beginn der Geschichte, als die sympathische, bodenständige – und frisch verlassene – Hauptfigur Isabel in Wien ihren Mut zusammennimmt, um einen beruflichen wie privaten Neustart fernab der Heimat zu wagen, wird deutlich, wie geübt die Autorin darin ist, den Esprit der jeweiligen Location einzufangen und so bildreich wiederzugeben, dass man sich tatsächlich 'mittendrin statt nur dabei' fühlt. Ob im Alltagstrubel der klassisch-elitären Donaumetropole, in der Tristesse und Anonymität einer Autobahnraststätte, auf einem malerischen Landgut in der Mecklenburgischen Schweiz oder gar Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückversetzt in das Randgebiet der Karpaten…die atmosphärischen Beschreibungen ließen mich ganz und gar in die Story eintauchen.
Mindestens ebenso beindruckend ist die Intensität, mit der sich die Autorin jeder der zwei Zeitebenen widmet; erzählt wird abwechselnd aus Isabels und Marie Henriettes Perspektive – und während man bei anderen Frauenromanen oftmals eine klare Favoritin unter den Figuren hat, sind hier beide weiblichen Hauptcharaktere so charismatisch, liebenswert und optimistisch dargestellt, dass man sie nicht nur einfach mögen muss, sondern auch gleichermaßen mit ihnen mitfiebert. Die Stärke, mit der sich Marie Henriette den damaligen Konventionen entgegensetzt, um ihren persönlichen Traum vom Glück, ihre Liebe zu den Rosen, zu leben, hat mir unheimlich imponiert und ich fragte mich, ob ich an ihrer Stelle mutig genug gewesen wäre, diesen Weg zu gehen. Auch Isabels Tatendrang, den Widrigkeiten ihrer neuen Lebenssituation zu trotzen und nicht etwa in Selbstmitleid zu versinken, obwohl sie im Alter von neununddreißig Jahren quasi bei null beginnen muss, ist schlichtweg bewundernswert.
Dank der überaus authentischen Dialoge und Gedankengänge, der vielen humorvollen Elemente und der an die jeweilige Epoche angepassten Wortwahl konnte ich mich gar nicht losreißen von dem Buch und hätte am liebsten noch ewig weitergelesen! Man spürt ganz deutlich, dass die Autorin die Liebe der weiblichen Hauptfiguren zu den Rosen teilt; auch mich haben die detaillierten Beschreibungen der verschiedenen Rosenarten derart fasziniert, dass ich nun einen eigenen Rosenpavillon für unseren Garten plane. Den krönenden Abschluss bilden ein informatives Nachwort mit spannenden Backgroundinformationen sowie einige ausgewählte Rosenrezepte als Zusatzschmankerl für alle Rosenliebhaber.
Fazit: Ein wundervoller Wohlfühlroman, bei dem man obendrein noch etwas lernt – dieses Werk gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern! Gerne hätte ich 10 statt 'nur' 5 Sterne vergeben!
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