Die "Eingeborenenpolitik" im System Leutwein. Grundsteinlegung für den Hereroaufstand von 1904?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
22.11.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
628 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668840928
Die Tatsache, dass die deutsche Besatzung in Südwestafrika in einer solch humanitären Katastrophe mündete, war sicherlich nicht vorauszusehen. Doch lassen sich in den Jahren zuvor, in denen Theodor Leutwein als Kolonialgouverneur in Deutsch-Südwestafrika eingesetzt war, Tendenzen und Prozesse erkennen, die auf einen Zusammenschluss und Aufstand der indigenen Stämme schließen lassen. Als Leutwein im Jahre 1894 seinen Dienst in der Kolonie antrat, hatte er von Seiten der Reichsregierung den Auftrag bekommen, den deutschen Herrschaftsanspruch gegenüber der indigenen Bevölkerung durchzusetzen und zu manifestieren, wobei er stets darauf achten sollte, die finanziellen Mittel möglichst gering zu halten.
Dabei konnte er auf die lediglich 340 Mann starke Schutztruppe als exekutives Organ zurückgreifen, die in Relation zu der indigenen Bevölkerungsanzahl - die Angehörigen der verschiedenen Stämme summierten sich annähernd auf 250.000 - verschwindend gering anmutete und mit der er die ihm vorgeschriebene Politik nicht durchsetzen konnte. Mit der indigenen Bevölkerung bestanden bis dato nur vereinzelt Schutzverträge und
die Machtverhältnisse im Land wurden durch den stets latent vorhandenen Widerstand der verschiedenen Stammeshäuptlinge bestimmt, der sich allerdings aufgrund der vorkolonialen Rivalitäten zu keinem gemeinsamen Widerstand formieren konnte.
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