Der Zyklus 'Schwarzmaut' von Paul Celan. Ein Selbstgespräch Das "Du" als Instanz im Monolog des Dichters
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
07.01.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
434 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668859951
In der Forschung wird häufig davon ausgegangen, dass mit dem "Du" in den Gedichten Paul Celans seine Frau Gisèle Celan-Lestrange gemeint ist, andere sind der Meinung, Celans Mutter, Freunde des Dichters oder Gott seien dadurch angesprochen. Doch der 1968 entstandene und 1970 im Gedichtband "Lichtzwang" veröffentlichte Zyklus "Schwarzmaut" ist zum Großteil in der psychiatrischen Anstalt Saint-Anne in Paris entstanden, in welche sich Celan im Februar 1967 selbst einweisen ließ. In der Nervenheilanstalt war es ihm nur erlaubt, über Briefe Kontakt zu seiner Frau und seinem Sohn Eric zu halten. Durch diesen Briefwechsel wurde der Entstehungsprozess der Schwarzmaut-Gedichte gut dokumentiert und häufig geben die Briefe auch Hinweise auf verschiedene Auslegungsmöglichkeiten.
Außerdem verfasste Celan in den Briefen die Interlinearübersetzungen in das Französische für seine Frau, die des Deutschen nicht mächtig war. Aus diesen Übersetzungen, die meist ein wenig deutlicher formuliert waren als das deutsche Äquivalent, gehen einige Interpretationsansätze hervor; diese geben wohl die vom Dichter selbst angedachte Richtung genauer vor.
In der Dichtung Celans geht es oft um Begegnungen und Gespräche, die stattfinden, oder, was häufiger der Fall ist, nicht die Möglichkeit haben, stattzufinden. Diese Dialoge können zwischen Dichter und Leser stattfinden, aber auch innerhalb des Gedichtes zwischen einem Ich und einem Du. Dieser Dialog kann allerdings auch innerhalb ein und derselben Person stattfinden. Dies kann, muss aber nicht, in Form eines Monologes stattfinden, doch häufig werden, besonders in der Lyrik, Personalpronomen wie "Du" und "Er" als Gesprächspartner eingesetzt, die dennoch das Ich selbst meinen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice