Zoe, Künstlerin und Yoga-Expertin, flüchtet aus Kalifornien nach Frankreich. Martin, Technikfreak aus England, will den von ihm entwickelten Wanderkarren für Rückengeschädigte einem Praxistest unterziehen. Als sie sich auf dem Jakobsweg begegnen, sind sie erst mal ganz schön genervt voneinander. Aber schräge Reisegefährten, Wetter- und Seelenkatastrophen und die Kapriolen des Wanderkarrens schweißen zusammen. Werden Martin und Zoe, grundverschieden wie sie sind, auf dem Camino einen gemeinsamen Weg finden? Ein Hörbuch über Neuanfang und Sinnsuche, übers Wandern und Zu-sich-selbst-Finden und darüber, wie wir mit einem Lächeln Erfüllung finden. Christiane Marx und Oliver Kube sind Schauspieler, Hörbuchsprecher und auch im wirklichen Leben ein Paar. Auf dem Jakobsweg waren sie allerdings noch nicht unterwegs. Bisher.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Helga Pamminger
aus Wiener Neustadt
5/5
21.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Suche nach ....
Auf dem Weg nach Santiago di Compostela sind viele Menschen unterwegs, aus dem einen oder anderen Grund. Aber immer tun sie sich die Strapazen des Weges an, weil sie in irgendeiner Weise auf der Suche sind. Wonach, das ist zu Beginn des Weges noch oft unklar.
So geht es auch Martin, einem Engländer, der eigentlich einen Karren auf diesem Weg testen will, den er selbst entwickelt hat. Er trifft auf Zoe, eine amerikanische Künstlerin, deren Mann vor wenigen Monaten gestorben ist.
Die Beiden treffen aufeinander und haben sehr schnell eine Meinung vom jeweils anderen. Keine besonders gute.
Aber der Weg ist lang und Meinungen kann man ändern. So mancher Umweg gehört im Leben dazu.
Hat mir sehr gut gefallen
Pip
aus Belm
5/5
29.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Der Untertitel lautet, "ein…
Der Untertitel lautet, "ein Roman über den Jacobsweg". Wenn man dann die Danksagungen liest erfährt man als Leser, dass der Autor und seine Frau den beschriebenen Weg gegangen sind, das sind ca.2000 Kilometer. Dass es mehr als ein Roman ist, die Beschreibungen und Erfahrungen des Weges sind authentisch, die Menschen und das Zwischenmenschliche ist teilweise erfunden oder bearbeitet. Ich kenne den Autor von seinen Rosie Büchern, daher hatte ich große Erwartungen, die nicht enttäuscht wurden. Er schreibt mit einem sehr feinen Humor und sehr feinfühlig gegenüber Eigenheiten oder Gefühle anderer Personen. Er macht sich allerhöchstens über sich selbst lustig, für seine Mitmenschen hat er nur Respekt. Seine Frau und Co-Autorin hat eine ähnliche Art und Weise zu schreiben. Wechselseitig wird die Geschichte aus Sicht von Martin und Zoe erzählt, die beide aus unterschiedlichen Gründen den Weg gehen. Pragmatisch, um ein Hilfsmittel zu testen, spirituell, um nach einen schweren Schicksalsschlag wieder zu sich selbst zu finden. Sie treffen die unterschiedlichsten Menschen auf dem Weg. Manche werden Freunde, über die man sich freut wenn man sie wieder trifft, denn jeder geht nach seinem eigenem Tempo. Oder man lernt Menschen kennen die man nie wieder treffen möchte. Das Buch vermittelt einen Heidenrespekt vor den Wanderern. Egal aus welchen Gründen sie gehen, es ist körperlich eine Riesenherausforderung. Auch die Frage wo schlafe ich, was bekomme ich wo zu essen, gibt es eine Dusche, Fragen die in einem normalen Urlaub ohne Schwierigkeiten im Voraus zu planen sind. Über allem stehen die Menschen, die in diesem Buch beschrieben sind. Egal welcher Nationalität, egal welches Geschlecht sie sind mutig, hilfsbereit und sympathisch. Ich möchte jetzt nicht den Weg gehen, mir reichen meine 10km täglich und im Urlaub auch gern das Doppelte und etwas mehr. Vielleicht deshalb hat mich das Buch fasziniert und ein kleines bisschen beneide ich die Menschen die diesen Weg gehen
Elke Seifried
aus Gundelfingen
5/5
23.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Wenn der Weg die richtigen Zeichen gibt, authentisch, bewegend, mitreißend und äußerst kurzweilig
Nach dem Tod ihres Ehemanns flüchtet Zoe von Kalifornien nach Frankreich, um endlich ihre Studienfreundin zu besuchen, die schon so oft eingeladen hat. Dort gilt bei einem Schaufensterbummel, „Das Schicksal offenbarte sich mir in Form einer silbernen Muschel, die ich in der mittelalterlichen Stadt Cluny in der Auslage eines Antiquitätengeschäfts entdeckte.“ Die Muschel als Zeichen für den Jakobsweg erkannt, entscheidet sie sich spontan dazu, sich auf die Pilgerreise zu begeben, denn was könnte besser sein, wenn es in einem so aussieht, „Was ich brauchte, war Luft: eine Auszeit, um meine Wunden zu lecken, meine aufgewühlten Gefühle zu sortieren und Balance in meine Chakren zu bringen. Nichts in meinem neuen Leben fühlte sich real an; es war, als hätte man all meine Emotionen in eine Kiste geworfen, den Deckel zugeklappt und ein Schloss davor gehängt.“ Ganz andere Gründe hat Martin, der Ingenieurprofessor, den nach einer Begegnung mit einem sich abmühenden Pilger der Ehrgeiz gepackt hat, einen perfekten Pilgerwagen zu konstruieren. Um eventuelle Verbesserungen zu erkunden und das Ding dem ultimativen Belastungstest zu unterziehen, denn „die Person, die am besten geeignet wäre, das Ding zu testen, Reparaturen und Verbesserungen vorzunehmen und im Anschluss den potentiellen Investoren die Ergebnisse zu präsentieren, war ich selbst“, macht er sich zeitgleich auf denselben Weg.
Als Leser darf man die beiden nun, in sich abwechselnden Kapiteln, auf ihrer Reise begleiten. Man erfährt bei beiden nach und nach von ihren Sorgen, ihren Nöten, ihren nicht verarbeiteten Erlebnissen und darf auch erleben, wie sie sich auf ihrem Weg verändern. Man ist auch immer aus beiden Perspektiven mit dabei, wenn sich ihre Wege kreuzen. Was anfangs nach wenigen Sympathien aussieht, entwickelt sich langsam zu einer schönen Beziehung, nicht Affäre, bei der ich zunehmend darum gefiebert habe, dass sie sich wieder sehen, dann auch, dass es eine gemeinsame Zukunft für die beiden geben könnte. Klar trifft man mit beiden auch auf allerhand andere besondere Menschen, was die Reise bunt und abwechslungsreich macht.
Interessant fand ich auch so kleine spannende Informationen, wie »Von der Kapelle auf dem Berg gegenüber, ein Stück weiter auf dem Chemin nach Santiago.« Noch während er sprach, läuteten die Glocken von Sainte-Foy. »Und so sagt die Kirche Lebwohl zu dem Pilger, der die Glocke geläutet hat.« »Die Pilger läuten selbst?« »Ja, und wir antworten jedes Mal.« , oder auch solche zu den Bedingungen und besonderen Herausforderungen der Reise, wie „Ein Wetter wie dieses kam in Nordamerika einmal pro Jahr vor und wurde dann in allen Nachrichten dokumentiert. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich die böswillige Macht der Natur am eigenen Leib– und war erschrocken, wie klein und unbedeutend ich mich fühlte.“ oder „Vom Schiff aus bot sich ein schöner Ausblick auf die Stadt, die sich mit kirchturmbesetzten Hügeln und Hafenanlagen samt Docks vor mir ausbreitete. Kein so schöner Anblick waren meine Füße, die ich jetzt schon mal notdürftig verarztete. Meine Mitreisenden waren bestimmt schockiert, vielleicht sogar angewidert, aber es tat zu weh, als dass ich darauf hätte Rücksicht nehmen können.“
Den einnehmenden, lockeren Sprachstil, den ich vom Autor kenne, habe ich auch in diesem Gemeinschaftsprojekt mit seiner Ehefrau keineswegs vermisst. Ich konnte zunehmend schwerer vom Buch lassen und die Seiten sind im Nu dahingeflogen. Sehr gelungen empfand ich den Wechsel der Perspektiven. So ist man sowohl Zoe als auch Martin ganz nah, darf tief in deren Seelenleben blicken, und durch das eine oder andere Missverständnis von dem man so als Leser weiß, wird auch die Geschichte um deren Beziehung zueinander zu etwas, bei dem, zumindest ich, so richtig mitfiebern konnte. Beiden Autoren gelingt es großartig Gefühle zu transportieren und nicht selten haben mich Szenen sehr berührt. »Warum, glaubst du, will sie, dass du den Camino gehst?« »Mein Vater ist hier gestorben.« , ist nur ein Beispiel dafür. Immer wieder durfte ich auch schmunzeln, vor allem bei Zoes kleinen Pannen, die sich immer wieder wiederholen, so z.B. wenn sie immer wieder dieselbe wenig hilfreiche Auskunft bekommt, »Können Sie mir eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten geben?« »Die stehen in Reiseführer.« »Haben Sie einen?« »Der kommt in Februar heraus.« oder auch wenn sie mit ihrem Gratis-Rucksack mit dem Logo eines unbeliebten Sportteams nicht überall so gut ankommt. Überraschende Wendungen und einiges, was so nicht vorhersehbar ist, machen den Weg zu einem spannenden Erlebnis, das ich super gerne gelesen habe. „Das Schöne am Camino ist, wenn man ihn allein geht und einigermaßen fit ist, dass man sich eins mit der Natur fühlt: Die Zeit scheint stillzustehen, und alles andere ist ausgeblendet.“ Sehr gut hat mir auch gefallen, wie gekonnt das Autorenduo die Stimmung, die Atmosphäre und die Wirkung der Wanderung eingefangen hat. Ein wenig ist dabei auch das Fieber auf mich übergeschwappt und ich überlege tatsächlich, ob ich nicht auch einmal ein Stück des Weges gehen sollte.
Dass der Autor Graeme Simsion gemeinsam mit seiner Frau geschrieben hat, die beiden diese Strecke auch wirklich selbst so hinter sich haben und die eine oder andere Begegnung auch Einfluss auf diesen Roman hat, habe ich erst dem Nachwort entnommen. Aber das erklärt sicher auch mit, warum alles so lebendig, so bunt dargestellt ist. Toll ist auch die Figurenzeichnung. Wobei ich von den einzelnen Darstellern gar nicht so viel verraten will. Nur so viel vielleicht, Martin und Zoe haben beide ein gehöriges Päckchen an schlechten Erfahrungen zu tragen und müssen sich mit einigen Baustellen in ihrem Leben auseinandersetzen, was authentisch erfolgt. Und auch die kleinen Nebenrollen sind liebevoll besetzt, zeigen eine breite Vielfalt an unterschiedlichen Beweggründen für eine solche Pilgerreise und bieten auch die eine oder andere Überraschung, die zeigt, dass man auch hinter die Fassade blicken sollte.
Alles in allem ein mitreißender Roman, der mit sympathischen Protagonisten einzunehmen weiß, von deren Selbstzweifeln und dem Versuch diese zu überwinden erzählt und einen die Atmosphäre auf dem Jakobsweg miterleben lässt. Für mich stehen da fünf Sterne außer Frage.
J. Kaiser
5/5
08.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein Highlight
Klapptext: Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Hinreissend witzig: zwei unwiderstehliche Helden auf dem Jakobsweg. Zoe, Künstlerin und Yoga-Expertin, flüchtet aus Kalifornien nach Frankreich. Martin, Technikfreak aus England, will den von ihm entwickelten Wanderkarren für Rückengeschädigte einem Praxistest unterziehen. Als sie sich auf dem Jakobsweg begegnen, sind sie erstmal ganz schön genervt voneinander. Aber schräge Reisegefährten, Wetter- und Seelenkatastrophen, die Kapriolen des Wanderkarrens schweissen zusammen. Werden Martin und Zoe, grundverschieden wie sie sind, auf dem Camino einen gemeinsamen Weg finden?
Fazit: Dies ist ein Buch, welches den Jakobsweg beschreibt. Die beiden Autoren haben diesen Weg zusammen absolviert. Von Cluny bis Santiago. Zoe und Martin treffen auf dem Jakobsweg zusammen. Bei den beiden ist es so, dass sie das Leben Revue passieren lassen. Viele Ereignisse auf diesem Weg schweissen die Menschen zusammen. Man wandert mit ihnen mit. schon beim Lesen merkt man, dass man den Kopf frei bekommt. Nach dem Lesen habe ich einiges Nachdenken müssen. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.
Bewertung
5/5
18.07.2019
eBook (ePUB 3)
Erfrischend !!
Der rationale Martin und die chaotische Künstlerin Zoe begegnen sich auf dem Jakobsweg.
Nein, sie mögen sich anfangs nicht besonders. Doch auf dem langen, steinigen Weg entdecken sie plötzlich die positiven Seiten am Anderen ....
Wunderschöner Roman um ein Paar à la "Harry und Sally" - zum schmunzeln, seufzen und sich auf den Jakobsweg träumen .....
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.