Lütten Klein

Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

Steffen Mau

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Beschreibung


Steffen Mau wächst in den siebziger Jahren im Rostocker Neubauviertel Lütten Klein auf. Als die Mauer fällt, ist er bei der NVA, nach der Wende studiert er, wird schließlich Professor. Währenddessen kämpft seine Heimat mit den Schattenseiten der Wiedervereinigung: Statt blühender Landschaften prägen verrostende Industrieruinen die Szenerie. Mit der neuen Freiheit und dem Massenkonsum kommen Erfahrungen sozialer Deklassierung.

30 Jahre nach 1989 zieht Mau mit dem ebenso scharfen wie empathischen Blick eines Lütten Kleiner Soziologen Bilanz. Er spricht mit Weggezogenen und Dagebliebenen, er schaut zurück auf das Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt. Wie veränderte sich die Sozialstruktur, wie die Mentalitäten? Was sind die Ursachen für Unzufriedenheit und politische Entfremdung in den neuen Ländern? Wie wurde aus der Stadt, in der er gemeinsam mit Kindern aller Schichten seine Jugend verbrachte, ein Ort sozialer Spaltung? Viele der Spannungen, so sein Fazit, die sich in Ostdeutschland beobachten lassen, haben ihren Ursprung in der DDR-Zeit. Doch wurden sie durch die Transformation nicht aufgehoben. Vielmehr verschärften sie sich zu gesellschaftlichen Frakturen, die unser Land bis heute prägen.

Steffen Mau, geboren 1968 in Rostock, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seinem Studium der Soziologie und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of Bristol wurde er am Europäischen Hochschulinstitut Florenz zum Dr. rer. pol. promoviert. Als Professor für Politische Soziologie war Mau 11 Jahre lang an der Universität Bremen tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Soziologie der sozialen Ungleichheit, Transnationalisierung, europäische Integration und Migration. Von 2012 bis 2018 war er Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats, außerdem ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Als einer der produktivsten Soziologen der Gegenwart führten ihn zahlreiche Gastprofessuren und Fellowships u. a. an das Centre d’études européennes et de politique comparée Science Po in Paris, an die schwedische Universität Umeå und die London School of Economics. 2018 war Steffen Mau Fellow am Center for European Studies an der Harvard University.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 12.08.2019
Verlag Suhrkamp
Seitenzahl 284
Maße 21,5/13,5/3,2 cm
Gewicht 446 g
Auflage 3
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42894-8

Buchhändler-Empfehlungen

Ernüchterung anstatt Begeisterung

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Eine sehr persönliches und sozialwissenschaftlich interessantes Resümee der Wende. Mau verknüpft Strukturen aus der DDR mit den Prozessen der Wiedervereinigung und analysiert präzise hieraus entstandene Probleme. Da, wo der Autor meiner Meinung noch biografisch hätte tiefer schürfen können, fokussiert er sich auf andere Dinge, die er dennoch gelungen darlegt. Maus Recherche ist vorbildlich, die Sprache typisch für ihn sehr fachlich.Für Interessierte definitiv von Qualität und mit Wink zum Nachdenken.

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Wenn man die ostdeutschen Bundesländer besser verstehen will, kann man diese Analyse des Rostocker Neubauviertels Lütten Klein durchaus empfehlen. Im Kleinen sieht man, wie sich die Gesellschaft verändert hat.

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2021

Eine sehr interessante und informative Analyse über das Leben in der DDR bis 1989 und den anschließenden Systemwechsel. Steffen Mau hat Kindheit und Jugend im Rostocker Plattenbauviertel Lütten Klein verbracht. Seine persönlichen Erfahrungen verknüpft er ziemlich anschaulich mit dem Blick des Wissenschaftlers auf Sozialstruktur ... Eine sehr interessante und informative Analyse über das Leben in der DDR bis 1989 und den anschließenden Systemwechsel. Steffen Mau hat Kindheit und Jugend im Rostocker Plattenbauviertel Lütten Klein verbracht. Seine persönlichen Erfahrungen verknüpft er ziemlich anschaulich mit dem Blick des Wissenschaftlers auf Sozialstruktur und Mentalitäten. Das Buch lässt sich trotz einer guten Portion Fachsprache leicht und flüssig lesen ohne dadurch in Richtung einfache Erklärungen abzurutschen.

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