Produktbild: Als die Nacht sich senkte
Band 2

Als die Nacht sich senkte Europas Dichter und Denker zwischen den Kriegen und am Vorabend von Faschismus und NS-Barbarei

3

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.08.2019

Verlag

Carl Ueberreuter Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22,1/15,1/3,3 cm

Gewicht

544 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8000-7729-8

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.08.2019

Verlag

Carl Ueberreuter Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22,1/15,1/3,3 cm

Gewicht

544 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8000-7729-8

Herstelleradresse

Ueberreuter, Carl Verlag
Frankgasse 4
1090 Wien
AT

Email: christian.drozda@ggverlag.at

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Sehr emotional

Bewertung am 06.07.2025

Bewertungsnummer: 2532199

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mein Fazit: Dieses Buch ist so informativ und übersichtlich in seiner Thematik über Dichter und Denker zwischen zwei Kriegen. Der Bericht über die Ermordung von Rosa Luxemburg ging mir sehr nah. Besonders das Kapitel: Die ersten Schritte Adolf Hitlers am 1. Oktober 1920 im Salzburger Kurhaussaal sind sehr beeindruckend. Wenn man seine Ambitionen als Massenmörder ausklammert, dann wäre seine Rede, in dem er die Endlösung der Juden in den Vordergrund bringt, von großer Bedeutung zu dieser Zeit. Bis heute für mich nicht nachvollziehbar, wie aus dem Führer der bayrischen Nationalsozialisten der Massenmörder A. Hitler wurde. Wie konnte er die Massen so beeinflussen, dass sie so fanatisch dem" Führer" folgten. Welch ein Wahnsinn! Oder Alma Mahler-Werfel: Sie war zeitlebens mit vielen Juden eng befreundet, insbesondere mit Künstlern. Zwei ihrer drei Ehemänner hatten jüdische Vorfahren. Sie selbst war eine begeisterte Antisemitin und trotz der jüdischen Vorfahren in der Familie kaum zu glauben. Herbert Lackner, ein erfolgreicher Publizist und Journalist, bringt uns die politischen Entwicklungen von 1920 - 1938 näher und räumt mit Vorurteilen auf. Persönliche Daten aus Briefen, Aufzeichnungen und durch Zitate werden diese für die Nachwelt aufgehoben. Ein zeitgeschichtliches Buch, das sehr gut recherchiert wurde und bei mir einen tiefen Eindruck hinterlässt. Sehr spannend aufgebaut, mit vielen neuen Fakten, und der Autor bedient sich dabei einer sehr wortgewandten, einfachen und leicht verständlichen Sprache, die zum Nachdenken anregt. Ich liebe seine Bücher und hoffe, dass noch einige folgen.

Sehr emotional

Bewertung am 06.07.2025
Bewertungsnummer: 2532199
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mein Fazit: Dieses Buch ist so informativ und übersichtlich in seiner Thematik über Dichter und Denker zwischen zwei Kriegen. Der Bericht über die Ermordung von Rosa Luxemburg ging mir sehr nah. Besonders das Kapitel: Die ersten Schritte Adolf Hitlers am 1. Oktober 1920 im Salzburger Kurhaussaal sind sehr beeindruckend. Wenn man seine Ambitionen als Massenmörder ausklammert, dann wäre seine Rede, in dem er die Endlösung der Juden in den Vordergrund bringt, von großer Bedeutung zu dieser Zeit. Bis heute für mich nicht nachvollziehbar, wie aus dem Führer der bayrischen Nationalsozialisten der Massenmörder A. Hitler wurde. Wie konnte er die Massen so beeinflussen, dass sie so fanatisch dem" Führer" folgten. Welch ein Wahnsinn! Oder Alma Mahler-Werfel: Sie war zeitlebens mit vielen Juden eng befreundet, insbesondere mit Künstlern. Zwei ihrer drei Ehemänner hatten jüdische Vorfahren. Sie selbst war eine begeisterte Antisemitin und trotz der jüdischen Vorfahren in der Familie kaum zu glauben. Herbert Lackner, ein erfolgreicher Publizist und Journalist, bringt uns die politischen Entwicklungen von 1920 - 1938 näher und räumt mit Vorurteilen auf. Persönliche Daten aus Briefen, Aufzeichnungen und durch Zitate werden diese für die Nachwelt aufgehoben. Ein zeitgeschichtliches Buch, das sehr gut recherchiert wurde und bei mir einen tiefen Eindruck hinterlässt. Sehr spannend aufgebaut, mit vielen neuen Fakten, und der Autor bedient sich dabei einer sehr wortgewandten, einfachen und leicht verständlichen Sprache, die zum Nachdenken anregt. Ich liebe seine Bücher und hoffe, dass noch einige folgen.

Wehret den Anfängen!

Gertie G. aus Wien am 26.09.2019

Bewertungsnummer: 1249181

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist eigentlich die Vorgeschichte zu „Die Flucht der Dichter und Denker“ in der Herbert Lackner den Exodus zahlreicher jüdischer Geistesgrößen aus Österreich beschreibt. Hier beleuchtet der Journalist und Buchautor Herbert Lackner die Jahre von 1918-1938. Beginnend mit dem kläglichen Verhalten von Ex-Kaiser Karl, der den provisorischen Staatschef Karl Renner in seinem letzten Domizil in Österreich, im Schloss Eckartsau, nicht empfängt, weil Renner sich nicht protokollarisch korrekt angemeldet hat, spannt er den Bogen bis zum Anschluss an Hitler-Deutschland. Wir begegnen jenen Personen, deren Flucht im ersten Buch beschrieben ist. Zum Beispiel Alma Mahler-Werfel, die mit zwei jüdischen Ehemännern verheiratet und trotzdem eine glühende Antisemitin war. Ein Widerspruch, der schwer zu ertragen, aber dennoch häufiger vorgekommen ist, als man glaubt. Herbert Lackner zeichnet ein präzises Bild der österreichischen Politik der Zwischenkriegszeit. Die übertriebene Furcht vor Kommunisten und Sozialisten, lässt die Nazis erst so richtig aufkommen. Dass sich weder die katholische noch die evangelische Kirche mit Ruhm bekleckert haben, lehrt die Geschichte. Der Brand des Justizpalastes nach dem „Schandurteil von Schachendorf“, der folgende Bürgerkrieg, der Mord an Dollfuss - alles Mosaiksteine, die den Weg in den Austrofaschismus und in die Diktatur geebnet haben. Interessant auch die Erwähnung Adolf Hitlers, der schon im Oktober 1920 einen dreistündigen Monolog über die „Judenfrage“ gehalten hat. Den Titel finde ich sehr gut gewählt. Denn genauso wenig wie die Nacht plötzlich hereinbricht, so ist der Nationalsozialismus nicht vom Himmel gefallen. Lange Zeit hat man zugesehen, nichts dagegen unternommen, mit der Ideologie geliebäugelt bis es letztendlich zu spät war. Wie immer, ist auch dieses Buch penibel recherchiert. Es bietet neben einer eindringlichen, präzisen Sprache auch jede Menge weiterführende Literatur, die zum Weiterlesen anregt. Fazit: Das Buch zeigt auf, dass es wichtig ist, sich für die Demokratie stark zu machen. Denn der Ungeist des Totalitarismus schleicht sich mit leisen Schritten (wieder) an. Ein absolut lesenswertes Buch, das wachrüttelt.

Wehret den Anfängen!

Gertie G. aus Wien am 26.09.2019
Bewertungsnummer: 1249181
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist eigentlich die Vorgeschichte zu „Die Flucht der Dichter und Denker“ in der Herbert Lackner den Exodus zahlreicher jüdischer Geistesgrößen aus Österreich beschreibt. Hier beleuchtet der Journalist und Buchautor Herbert Lackner die Jahre von 1918-1938. Beginnend mit dem kläglichen Verhalten von Ex-Kaiser Karl, der den provisorischen Staatschef Karl Renner in seinem letzten Domizil in Österreich, im Schloss Eckartsau, nicht empfängt, weil Renner sich nicht protokollarisch korrekt angemeldet hat, spannt er den Bogen bis zum Anschluss an Hitler-Deutschland. Wir begegnen jenen Personen, deren Flucht im ersten Buch beschrieben ist. Zum Beispiel Alma Mahler-Werfel, die mit zwei jüdischen Ehemännern verheiratet und trotzdem eine glühende Antisemitin war. Ein Widerspruch, der schwer zu ertragen, aber dennoch häufiger vorgekommen ist, als man glaubt. Herbert Lackner zeichnet ein präzises Bild der österreichischen Politik der Zwischenkriegszeit. Die übertriebene Furcht vor Kommunisten und Sozialisten, lässt die Nazis erst so richtig aufkommen. Dass sich weder die katholische noch die evangelische Kirche mit Ruhm bekleckert haben, lehrt die Geschichte. Der Brand des Justizpalastes nach dem „Schandurteil von Schachendorf“, der folgende Bürgerkrieg, der Mord an Dollfuss - alles Mosaiksteine, die den Weg in den Austrofaschismus und in die Diktatur geebnet haben. Interessant auch die Erwähnung Adolf Hitlers, der schon im Oktober 1920 einen dreistündigen Monolog über die „Judenfrage“ gehalten hat. Den Titel finde ich sehr gut gewählt. Denn genauso wenig wie die Nacht plötzlich hereinbricht, so ist der Nationalsozialismus nicht vom Himmel gefallen. Lange Zeit hat man zugesehen, nichts dagegen unternommen, mit der Ideologie geliebäugelt bis es letztendlich zu spät war. Wie immer, ist auch dieses Buch penibel recherchiert. Es bietet neben einer eindringlichen, präzisen Sprache auch jede Menge weiterführende Literatur, die zum Weiterlesen anregt. Fazit: Das Buch zeigt auf, dass es wichtig ist, sich für die Demokratie stark zu machen. Denn der Ungeist des Totalitarismus schleicht sich mit leisen Schritten (wieder) an. Ein absolut lesenswertes Buch, das wachrüttelt.

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von Herbert Lackner

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